Sonntagsausflug im Sea Life Königswinter

Es ist Sonntagmorgen, 9.00 Uhr. Draußen ist es neblig-grau, nass und kalt – Herbst eben. Wir sitzen im Auto, die Heizung pustet, das Nebellicht leuchtet uns den Weg... und auf der Rücksitzbank erklärt unsere Vierjährige gerade ihrem Teddy: „Teddy, wir fahren jetzt zu den Fischen unters Wasser!“ Mein Mann und ich schauen uns schmunzelnd an – ja, auch wir freuen uns auf den Ausflug nach Königswinter und sind gespannt, was uns im dortigen Sealife erwartet.

 

Erstaunlich viele Autos sind auf der Autobahn unterwegs und wie üblich staut es sich um Bonn herum... aber nach 1,5 Stunden sind wir im hübschen Ort Königswinter mit all seinen alten Häusern und der wunderschönen Rheinallee angekommen. Ein Parkplatz ist (noch) kein Problem – 2 Stunden später sind alle Parkplätze der Umgebung allerdings belegt – und wir erhaschen einen ersten Blick auf das Sealife-Gebäude direkt am Rhein, schauen uns überrascht an: „Oh, das ist aber klein! Das habe ich mir viel größer vorgestellt!“. Inmitten von Häusern steht diese blaue Kuppel und ein paar breite Treppen führen zum Eingang.

 

Aus den breiten Treppen wird ein schmaler Eingangsbereich und um es gleich vorweg zu nehmen, eng und schmal geht es dann auch bis zum Schluss weiter. Begrüßt werden wir am Empfangstresen von einer netten Mitarbeiterin, bei der man die Eintrittskarten und auch ein Sealife-Magazin kaufen kann. Außerdem bekommen die Kids dort ihr „Taucher-Entdeckungspaket“ mit einer Taucherbrille aus Papier und einem Entdeckerheft, welches auf der Tour durch Sealife ausgefüllt werden und im Shop gegen eine Überraschung eingetauscht werden kann.

 

Los geht`s: entweder auf der Treppe oder für Kinderwagen/Rollstuhl gibt’s auch einen Aufzug nach unten... und dann heißt es warten, bis sich die erste Tür automatisch öffnet.Sie lässt uns in einen kleinen Inforaum treten, der mit einer Videoleinwand bestückt ist und mittels eines Zeichentrickfilms die Besucher auf das Kommende einstimmt. Die Tür aus diesem Raum heraus öffnet sich ebenfalls automatisch – gut, wer keine Platzangst hat! Denn wenn mehrere Menschen in diesem Raum bis zum Weitergehen warten, kann es schon mal ganz schön eng werden... und recht dunkel ist es auch! Nun, vermutlich ist dieses Prinzip zum „Entzerren“ von Besucherströmen vorgesehen, damit sich nicht alle gleich beim ersten Becken knubbeln... besonders angenehm empfand ich es allerdings nicht und auch bei unserer Kleinen stand schnell ein Fragezeichen im Gesicht.

 

Wenn die Tür sich aber endlich öffnet, wird man für das Warten wirklich mehr als entschädigt. Mit verschiedenen Lichtkonzepten wird man nun durch die Wasserwelt-Tour geführt: Den Anfang macht „Jurrasic Seas“ mit mehren Becken imposanter, großer Fische & Haien (Süßwasser), deren Aquarien mit großen Dino-Skeletten geschmückt sind. Imposant und eindrucksvoll! Und für die Kids wird der Entdeckergeist geweckt, indem sie in einem Sandbecken mittels eines Pinsel nach Muscheln und versteinerten Tieren suchen können.

  

Weiter geht es an den „Rhein“ mit einem versunkenen Kahn und wieder gibt es viel zu entdecken. Es lohnt sich übrigens, sich auch mal auf eine der vielen Bänke zu setzen und einfach das Ambiente mit Blick in die Aquarien auf sich wirken zu lassen. Die Kids können sich derzeit an den Rätselstationen bzw. Guck-Kugeln beschäftigen – meine Kleine fand die Infoknöpfe auch sehr interessant bzw. hat sich immer wieder „ins Meer“ (also in eine dieser Sichtkugeln) reingesetzt und war so den Fischen ganz nah.

 

 

Eine Station, die mich sehr begeistert und fasziniert hat, ist „Sterne der Meere“, welches es nur 2016 gibt: in verschiedenen flachen Becken kann man Seesterne beim Füttern beobachten, dazu auch Seeanemonen und anderes Kleingetier... nehmt euch mal Zeit, beobachtet das langsame Tun dieser Tiere und schnell werdet ihr auch von den wirklich netten Mitarbeitern viel Informatives erfahren. Ich hätte dort Stunden verbringen können und war besonders fasziniert, wie so mancher Seestern in Zeitlupe seine Beute frisst, dann mit dickem Bauch verdaut oder laaaaaaangsam ein heruntergefallenes Stück vom Boden aufsammelt – einfach klasse.

 

 

Unsere Kleine war nach 5 Minuten schon auf dem Weg zur nächsten Station und es ging von der Drachenhöhle, durch die Mine zum Tor von Atlantis mit ganz vielen verschiedenen Seepferdchen – dort konnten wir in Ruhe uns die (meiner Meinung nach hässlichen, aber total faszinierenden) Molche anschauen, während unsere Vierjährige fasziniert im „Kino“ saß. Dieser Ort ist als Pausenplatz ideal – so können die Eltern einmal durchschnaufen und die Kleinen tanken Kraft für den weiteren Weg...

 

… denn nun betraten wir die wunderbar beleuchtete Welt der Stadt Atlantis: Hier lohnt es sich, mal nicht nur die vielen bunten Fische und Getiere, sondern auch die Deko anzuschauen. Imposante Staturen, Unterwasserbote und natürlich der bekannte 360°-Tunnel begeistern uns sehr! Rochen „fliegen“ durchs Wasser – über uns bzw. unter uns durch. Auch dies ist ein Ort, an dem wir etwas länger verweilt haben, denn wir haben immer wieder Neues entdeckt und es ist interessant zu sehen, wie die Tiere auch miteinander kommunizieren.

 

An den Quallen vorbei tauchen wir langsam wieder auf und besuchen das große Rochenbecken, in welchem ein Geisterschiff schwamm, welches aber nicht so gut zu erkennen war. Aber die Rochen sind lustige Tiere, die sich einen Spaß machen, immer wieder an den Beckenrand zu schwimmen bzw. man kurz aufzutauchen, was sehr lustig aussah. Ich liebe diese Tiere, die scheinbar schwerelos und schnell durchs Wasser gleiten und immer lustig aussehen...

 

… und mit einem Schmunzeln ist die Tour (leider) auch schon zu Ende. Ein Souvenirshop schließt sich mit vielen bunten „Verführungen“ an und schlußendlich kommen wir ins Restaurant mit Blick auf den Rhein. Nach über einer Stunde meldete sich auch der Hunger und Durst und so machen wir hier eine Pause: es gibt Spielmöglichkeiten für Kids (Legotische), Toiletten (die Männertoilette ist laut meines Mannes sauber; die Damentoilette leider überhaupt nicht und es empfiehlt sich, ein paar Tücher mitzunehmen). Die Preise für Getränke und Speisen sind nicht gerade günstig – aber wir sind bei solchen Ausflügen der Meinung, mit dem Kauf von Pommes & Co. (der Salat war leider um 13.00 Uhr schon nicht mehr verfügbar!) unterstützen wir indirekt gerne auch die Erhaltung von Sealife & Co.

 

Beim Essen lassen wir den Gang durch die Unterwasserwelt Revue passieren:

 

  • Ja, es ist eng – aber auch unglaublich, was man auf kleinstem Raum so alles bieten kann.

  • Wir konnten keine kranken Tiere entdecken, allerdings waren wir manchmal der Meinung, dass zu viele Tiere auf engstem Raum vorhanden waren.

  • Das Lichtkonzept ist faszinierend – zusammen mit der Musik wurde eine schöne Stimmung geschaffen und es war im übrigen auch genug Licht zum Fotografieren (es darf nicht mit Blitzlicht fotografiert werden zum Schutz der Tiere).

  • Die Arten-, Farben-, Größenvielfalt ist unglaublich beeindruckend und interessant.

  • Ob kleine Kinder oder Erwachsene – wir haben das Gefühl, für alle ist etwas dabei.

  • Es lohnt sich, etwas Zeit an den einzelnen Becken zu verbringen oder mal mit den freundlichen MitarbeiterInnen ins Gespräch zu kommen – man kann so viel entdecken und erfahren!

  • Da man am Eingang einen Stempel bekommt, kann man nach einer Pause im Restaurant noch mal „abtauchen“ und so wirklich den ganzen Tag im Sealife verbringen.

 

Wir sind gegen 13.00 Uhr nochmals zu einer Fütterung der Süßwasserfische im ersten Becken gegangen und nun war es unglaublich voll, so dass vorallem kleinere Kinder nichts mehr sehen konnten, wenn sie nicht auf Papas Schultern saßen. Somit als Tipp: da Sealife bereits um 10.00 Uhr öffnet, auch so früh schon da sein, damit man nicht in der Menschenmenge durchgeschoben wird, sondern in Ruhe die einzelnen Stationen anschauen kann.

 

Abschließend noch ein Wort zum Tierschutz: ich bin kein Aquarianer und habe daher nicht den erfahrenen Blick. Bei einigen Aquarien aber waren mein Mann und ich uns einig, dass nach unserem Gefühl heraus zu viele Tiere im Becken waren. Manche Becken waren schon sehr klein (unserem Gefühl nach)... aber manchen Tieren war auch anzumerken, dass sie Besucher kennen bzw. sich manchmal auch mit ihnen beschäftigten. Allerdings habe ich auch kein Verständnis, wenn Besucher ohne Erlaubnis in die Becken reingreifen und so ungefragt in die Welt der Tiere eindringen!

 

Die Mitarbeiter wirkten auf mich erfahren und wir konnten jederzeit unsere Fragen stellen, die freundlich und ausführlich beantwortet wurden. Man hat sich für uns Zeit genommen und unser Interesse auch zu schätzen gewußt. So durften wir bei der Sternfütterung viele Fragen stellen, erfuhren kleinere Geschichten rund um die Tiere bzw. was diese zu fressen bekommen etc.

 

Sea Life Königswinter arbeitet mit dem NABU NRW und der Biologischen Station Bonn zusammen. So findet man auf dem Tourenweg auch einige Informationsflyer, auch zum Thema „Nachhaltigkeit schmeckt“ (nachhaltig gefangen, köstlich zubereitet: worauf achte ich beim Kauf von Speisefischen, inkl. Rezeptideen) oder „Ein Meer aus Plastik“ (gegen die Vermüllung von Meeren). Hierzu möchte ich unseren Besuch mit folgenden Punkten abschließen und sage: danke für den schönen Tag – wir kommen bestimmt mal wieder bzw. haben uns nun schon einen Besuch im Sealife Oberhausen vorgenommen.

 

(Auszug aus Seite 24 des SeaLife Magazins)

 

Tragen Sie zur Erhaltung der Weltmeere bei!

 

  1. Kaufen Sie nur Fisch aus nachhaltigem Fang

  2. Benutzen Sie wiederverwendbare Taschen anstelle von Plastiktüten

  3. Lassen Sie nach einem tollen Tag am Strand nichts zurück, was dort nicht hingehört

  4. Kaufen Sie keine Produkte aus wildlebenden oder bedrohten Tierarten

  5. Reduzieren Sie Müll und recyceln Sie den Rest

 

 

 

 

Aktuelle Info: Clownfisch, Rochen, Oktopus und Paletten-Doktorfische – hautnah ihr noch bis zum 13.11.2016 eure Leinwandhelden im SEA LIFE erleben. Die Großaquarien* zu den neuen Themenwochen „Helden der Meere“ ein. 

 

Aus nächster Nähe entdecken die Besucher die faszinierenden Meeresbewohner und bekommen in einem interaktiven Quiz spannende und erstaunliche Einblicke in die schillernde Welt unter Wasser.

 

Wer ist der Meister der Tarnung? Was macht einen Rochen so besonders? Und wer legt im Ozean die weitesten Strecken zurück? Das und noch viel mehr können kleine und große Besucher entdecken. Mit spannendem Fachwissen erklären die Experten und Biologen von SEA LIFE die besondere Unterwasserwelt und machen fit für die eigene Entdeckungsreise samt Mitmachaktionen.

 

Die Reise führt unter anderem zum größten Held unter Wasser: Der Oktopus ist ein richtiger Star – schlau, geschickt und wandelbar. Er kann die Färbung seiner Umgebung annehmen und sich so meisterhaft verstecken. Dadurch kann er sich perfekt vor Feinden tarnen. Er gilt als sehr intelligentes Meerestier und löst selbst die kniffligsten Situationen. Oktopoden können sich sogar so klein machen, dass sie durch münzgroße Öffnungen passen. Nicht ganz so klein, sondern bis zu 30 Zentimeter groß werden die tiefblauen Paletten-Doktorfische. Sie verdanken ihren Namen dem Muster, das sie wie eine Künstlerpalette aussehen lassen. Mit einem scharfen gelben Dorn vor der Schwanzwurzel kann er sich perfekt verteidigen oder Fressfeinde damit angreifen. Weil dieser Dorn auch „Skalpell“ genannt wird, werden die süßen Tiere auch als Chirurgenfische bezeichnet.

 

Neben diesen und weiteren spannenden Informationen, warten auf die Besucher jede Menge Spaß und je nach Standort unterschiedliche Aktivitäten von Rochenfütterungen bis Geschicklichkeitsspielen. So wird der Besuch bei den „Helden der Meere“ zum unvergesslichen Erlebnis.

 

 

 

*Berlin, Hannover, Konstanz, Königswinter, München, Oberhausen, Speyer und Timmendorfer Strand

 

 

Weitere Informationen und die Möglichkeit, Eintrittskarten online zu buchen, findet ihr unter www.sealife.de 

(Diese Presse-Info wurde uns von Sea Life zur Verfügung gestellt, vielen Dank)

 

 

Wir danken Sealife Königswinter für die Einladung!

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.