AEG ComfortLift® Geschirrspülmaschine 

(FSE62800P vollintegrierter Geschirrspüler)

Werbung / Erfahrungsbericht

Wenn einmal der Geschirrspüler ausfällt, weiß man erst, was man an ihm hat ;) und ich muss sagen, ich bin der Amerikanerin Josephine Cochrane sehr dankbar, dass sie 1886 diese hilfreiche „Küchenmaschine“ erfunden hat! 2 Wochen Spülen war einfach ätzend – wobei das Abwaschen selbst gar nicht so schlimm war; viel unangenehmer empfand ich, dass immer (!) irgendwo Geschirr rumstand – entweder dreckig und in der Erwartung, bald gespült zu werden, oder zum Trocknen, weil sich niemand bereit erklärt hat, sie abzutrocken...

 

Seit gestern habe ich nun ein besonderes Modell in der Küche – eine AEG ComfortLift® Geschirrspülmaschine, die sogar von dem AEG Kundendienst (in meinem Fall der Firma Thomas Gillessen aus Aachen) angeschlossen und mir in allen Funktionen ausführlich erklärt wurde. Ich bekam beim Aufbau auch wertvolle Tipps zur Pflege – so u.a. die Anregung, alle 6 Monate mit einem speziellen Entfetter die Maschine zu reinigen; laut Kundendienst reicht der handelsübliche Maschinenreiniger nur für „äußere“ Verschmutzung, aber nicht für die Fettverklebungen im Gerät und den Leitungen aus. Den Entfetter, den man bei AEG und im Fachhandel kaufen kann, durfte ich auch gleich entgegen nehmen – vielen Dank dafür!

 

Produktinformationen (laut Hersteller):

 

Energieeffizienzklasse : A++

jährlicher Energieverbrauch: 262 kWh/Jahr

Wasserverbrauch pro Jahr: 3080 Liter

Trocknungseffizienz: A

Geräuschemission: 44 dB(A) – mit speziellem Programm „Extra Silent“ 42 dB

 

6 Programm inkl. Energiesparprogramm, Kurzprogramm 30 min (60 °C), AutoSense 45-70°C, Intensive 70°C, Glasprogramm 45°C und Schonprogramm 50°C.

 

AutoSense: erkennt mittels Sensoren die „Lichtdurchlässigkeit“ des Spülwassers und erkennt so Verschmutzungsgrad des Geschirrs. Entsprechend wird die Gradzahl automatisch angepasst.

 

Weitere Infos:

 

XXL-Innenraum für bis zu 15 Gedecke

 

Oberkorb: 2 klappbare Tellerhalter, 2 klappbare Halterungen für große Trinkgläser, 2 SoftSpikes, 6 SoftGrip Weinglashalter, 4 klappbare Tassenablagen, Griff mit Edelstahl

 

Unterkorb: ComfortLift® mit 4 klappbaren Tellerhaltern, Griff mit Edelstahl, ProWater System - Deckensprüharm,

 

Beladungserkennung SENSORLOGIC, Wassersensor, AutoOff, LED-Display, TimeSaver Option, ExtraHygiene Option, XtraDry Option, Glasschutzsystem, Inverter Motor, ProClean™ Satelliten-Sprüharm, BeamOnFloor 2-farbig (rot & grün)

 

 

Der unteren Korb ist hochgefahren (ComfortLift); die Tür des Geschirrspülers hebt sich noch mit, da wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Front montiert hatten.

Da steht sie also, die Geschirrspülmaschine der neusten Generation! Als Besonderheit hat sie einen Lift, der den unteren Korb quasi automatisch auf Kniehöhe (bzw. Höhe des mittleren Korbes) hebt und so das Aus- und Einräumen erheblich erleichtert.

 

Beim Rausziehen des unteren Korbes bleibt er so lange auf der untersten Ebene, bis man ihn vollständig rausgezogen hat. Dann hebt er sich wie von Geisterhand an und hakt ein. Lösen kann man diese Sperre nur, wenn man den vorderen, roten Hebel zieht und dann den Geschirrkorb wieder sanft nach unten drückt. Funktioniert – auch mit schwerem Geschirr, wie ich natürlich sogleich ausprobiert habe... es stand ja genug Geschirr rum ;)

 

Ich muss sagen, dass ich nach wenigen Tagen Einsatz schon wirklich begeistert von dieser Funktion bin, die ich zu Anfang als „unnötig“ belächelt habe. Es tut gut, auf recht bequemer Höhe das Geschirr ein- und auszuräumen. Man hat auch einen besseren Überblick über den Geschirrkorb, da er sich nicht unter dem mittleren „versteckt“. Da das Hochheben und Absenken ruckelfrei geschieht, fällt auch nichts um, was mir besonders wichtig ist, da ich schon mal Glaskaraffen oder zerbrechliche Vasen in den unteren Korb zum Spülen reinstelle.

 

Der mittlere Korb lässt sich ebenfalls in der Höhe verstellen – allerdings nicht mittels eines Lifts, sondern man entnimmt den Korbs links und rechts mit den Händen und zieht ihn vorsichtig hoch. Er rastet dann ein – ideal, wenn man im unteren Korb große/hohe Dinge zu spülen hat. Man muss die „Schublade“ also nicht mehr aus der Schiene nehmen, wie es bei meiner früheren Siemens war... Apropos Schiene: das Gleiten des mittleren Geschirrkorbes über die Schienen geht wirklich leicht und ohne Ruckeln. Fast wie geschmiert ;) und die Schienen lassen sich nach vorne auch öffnen, so dass man diesen Korb ggf. entfernen kann, um das Geschirr zum Schrank zu tragen.

 

Die oberste Besteckschublade lässt sich übrigens kommt rausnehmen: dazu wird einfach das Gitter, in welches Besteck o.ä. eingelegt wird, rausgenommen. Dies ist angenehm, wenn der Besteckkasten nicht in der Nähe der Spülmaschine ist... einfach das Gitter raus- und zum Besteckschublade mitnehmen ;) Und da sich unter dem Besteckkorb kein weiterer Spülarm befindet, kann man den Korb auch ganz rausnehmen, wenn man im mittleren Geschirrkorb höhere Dinge zu spülen hat.

 

Soweit die Höhen-/Verstell-Möglichkeiten im Inneren der Maschine. Nur kurz erwähnt seien die vorderen Drehfüsse und der hintere Fuß unter der Maschine, der mittels einer Drehschraube an der Front bedient werden kann und so die komplette Maschine auf die passende Einbauhöhe hebt – für alle, die den Einbau lieber selbst machen möchten. Wir haben es testweise probiert und das Heben/Senken der Maschine funktioniert einwandfrei.

Als nächste Thema wollen wir das „Befüllen“ der Maschine angehen:

 

Wie bereits erwähnt, kann man den oberen Besteckkasten rausnehmen; war sich in der Praxis schon bewährt hat: so kann ich meiner Kleinen, die unbedingt beim Ausräumen mithelfen möchte, den Besteckkasten auf den Tisch legen und dann weiter den Rest der Maschine ausräumen, während sie das Besteck verräumt.

 

Allerdings fehlt mir ein bisschen Flexibilität innerhalb des Besteckkastens. Die „Zacken“ sind alle recht eng gesetzt und nicht flexibel im Gummi, so dass wir Probleme haben, Besteck mit breiteren Griffen – z.B. gerade im Sommer beliebtes Grill-/Steakbesteck – ordentlich in den Besteckkasten zu legen. Natürlich kann man es der Länge nach reinlegen, aber dann ist das Volumen des Korbes schnell ausgereizt... ich muss sagen, dass hatte meine „alte Siemens“ damals mit flexíblen Zacken besser gelöst.

 

Flexibel mit sogenannten SoftSpikes geht es allerdings im mittleren Geschirrkorb weiter: dort fallen optisch sofort rote Noppen/Zacken auf, die ähnlich wie ein Nagelbrett längs zum Korb angeordnet sind. Sie sind aus angerautem Gummi und sollen Gläser & Co. kippsicher am Platz halten. Dazu gibt es auch flexibel Clips an den (herausnehmbaren bzw. nach oben/seitlich wegklappbaren) Abteilen am Rand des Besteckkorbs. Hier kann man Gläserstiele einklicken... eine an sich gute Idee!

 

Aber leider nur halbwegs praktikabel – denn es gibt so viele verschiedene Stielgläser, dass diese Clips bei uns schnell an ihre Grenzen stoßen. Wie auf den Bildern zu sehen, passen „Standardstiele“ wunderbar rein; sie halten schön fest und die Gläser kippen auch nicht. Sobald aber entweder die Gläserstiele dicker sind (wie bei unseren Weingläsern) oder der Glaskorpus länger und die Stiele kürzer (wie bei unseren Biertulpen), stehen die Gläser entweder extrem schief – und werden so innen nicht richtig gereinigt bzw. getrocknet – oder sie passen nicht in die oberen Clipse... sehr schade, denn die Idee der Clipse finde ich wirklich klasse!

 

Was allerdings immer funktioniert, ist das gummierte „Nagelbrett“ - also die unteren SoftSpikes: sie halten alle Teile wunderbar an ihrem Platz. Bislang ist uns hier noch nichts umgefallen, egal ob Glas oder Kunststoff. Ich wünschte mir hier noch eine Weiterentwicklung (vielleicht auch rausnehmbare SoftSpikes-Platten bzw. flexiblere SoftSpikes-Clipse).

 

Und leider ist mir noch etwas aufgefallen im Vergleich zu meiner „alten Siemens“: Leider lassen sich im mittleren Korb nicht mehr so hohe Geschirrteile einräumen... gut zu sehen an dem vorderen Weinglas, welches mehr als knapp in das Fach mit den SoftSpikes passt. Die Geschirrschublade lässt sich zwar anheben (was ja gerade in dem Fall kontraproduktiv wäre) und auch komplett aus der Schiene rausnehmen (vorne einfach die Klappen öffnen und die Schublade entnehmen), aber nicht weiter nach unten drücken. Sehr schade, denn dieses Defizit hat mir schon einmalige Kopfzerbrechen gemacht: mal mit einem Messbecher, mit besagten Weingläsern und mit einer dünnwandigen Glasvase. Abhilfe schaffen würde nur das Entnehmen des obersten Besteckkastens; den brauche ich aber regelmässig und daher ist er nicht entbehrlich.

 

Im mittleren wie unteren Korb sind die dunkelgrauen, starren Halter übrigens seitlich festgeklippt; ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man diese lösen und somit die Halter umlegen kann, was ich gerade im untersten Korb angenehm finde, da ich hier dann mal größere/bereitere Töpfe einlegen kann. Allerdings könnte das Lösen der starren Halter einfacher gehen... wer lange Fingernägel hat, wird vermutlich so seine Probleme bekommen ;)

 

Alles in allem bin ich bei dem Thema „Befüllen“ nicht zu 100% von der AEG ComfortLift überzeugt... oder einfach zu sehr von der Flexibilität meiner alten Siemens verwöhnt?!

 

Dafür gibt es aber ein Thema, bei welchem mit die AEG voll und ganz begeistert: die Wasch- und Trockenleistung! Schon beim Blick in die Maschine erkennt man einen zusätzlichen (roten) Sprüharm, der sogenannte Satellitensprüharm, der sich am Boden auf dem großen Sprüharm befindet. Er sorgt für eine noch größere Spülfläche und mehr Rotation, was ich deutlich an der Sauberkeit des Geschirrs merke: Bislang wurden alle – auch verkrusteten – Teller, Pfannen und Töpfe wunderbar sauber (ich habe keinen Spülmittelwechsel vorgenommen) und das sogar im Sparprogramm bei niedriger Temperatur. Ich habe teilweise die Sachen übereinander gestapelt und trotzdem wurde alles sauber – ganz im Gegensatz zu meiner alten Maschine, die unten einige Probleme mit dem Geschirr hatte (gerade Pfannen mit angebackenen Rühreiresten waren für sie ein Problem...).

Auch oben an der Gerätedecke gibt es einen großen Spühlarm, der allerdings weniger Druck aufbaut und daher schonend reinigt. Das ist so von AEG gewollt: von unten kommt die Power für eine druckvolle Reinigung und von oben das reduzierte Spülen mit sanftem Druck. Auch hier wird alles wunderbar sauber – selbst Kochlöffel mit anheftenden Resten werden wirklich sauber. 

 

AEG spricht von Reinigung auf 5 Ebenen... somit bleiben noch 2 übrig: es gibt noch einen rotierenden Sprüharm für die unterste Ebene, der unterhalb des mittleren Korbes (den jeder Geschirrspüler hat) angebracht ist - gehe aber davon aus, dass noch Düsen o.ä. vorhanden sind, denn auch die mittlere Ebene wird immer gut gereinigt – egal, ob ich das Geschirr nebeneinander stelle oder auch mal übereinander, egal ob kleine Becher oder mal größere Dosen – bislang kann ich wirklich nicht meckern.

Was mich neben der Reinigungsleistung aber besonders begeistert, ist die Trockenleistung! Bislang hatte ich noch keinen Geschirrspüler, der auch meine Kunststoff-Geschirrteile fleckenlos trocken bekam, ohne dass ich mit dem Geschirrtuch nochmals nachreiben musste – die AEG kann das und macht ist eine deutliche Zeitersparnis beim Ausräumen. Auch Besteck muss ich nicht nachpolieren, ebensowenig die Trinkgläser. Es hat sicherlich auch damit zu tun, dass die Maschine am Ende des Reinigungs- und Trockenvorgangs automatisch aufspringt. Das erste Mal war ich in der Küche, als es plötzlich „klick“ machte und die Geschirrspülertür sich wie von Geisterhand öffnete ;) Ich bin echt erschrocken!

 

 

 

 

 

Aber es macht Sinn, denn der restliche Wasserdampf kann nun entweichen und bleibt nicht in der Maschine zurück, um sich auf das Geschirr zu setzen. Bei meiner alten Maschine habe ich die Tür manuell geöffnet – oftmals (gerade wenn sie über Nacht lief) öffnete ich sie zu spät oder gar nicht... und hatte dann jede Menge Wassertropfen auf Kunststoff und Besteckflecken dazu.

 

Man sollte nur darauf achten, die Maschine in den ersten Minuten nicht wieder zu schließen, da man sonst den automatischen Türöffner beschädigt. Das habe ich auch gleich meinen Kids gesagt, die natürlich als erste Reaktion meinten: „Mama, ich mach die Tür wieder zu – das machen wir doch immer so“. Man kann das automatische Öffnen auch deaktivieren, was vielleicht bei Krabbelkindern sinnvoll ist, damit sie nicht unbeaufsichtigt an die Maschine gehen.

 

Alles in allem hat mich dieses Thema „Spülen & Trocknen“ wirklich begeistert und versöhnt mich mit den weiter oben angeführten Kritikpunkten ;) 

 

 

Soweit unsere ersten Erfahrungen... wir werden die Maschine weiter unter verschiedenen Aspekten "unter die Lupe" nehmen und ausgiebig testen, um euch in Kürze Vorzüge oder ggf. Kritikpunkte aufzuzeigen. Solltet ihr Fragen haben oder wollt, dass wir zu einem Thema besonders ausführlich schreiben, dann meldet euch! Ansonsten wisst ihr ja ;) Bleibt neugierig!

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.