Die rote Premium Kapselmaschine von Leysieffer

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Als 1909 Ulrich Leysieffer in Osnabrück sein erstes Konditorengeschäft eröffnete, ahnte er sicherlich nicht, dass 2015 das nun in 4. Generation geführte Geschäft einen weiteren Zweig – das Kaffeegeschäft – für sich entdeckt. Als Hanseatische Kaffee GmbH nun in Bremen ansässig, haben es sich die Erben des Ulrich Leysieffer zur Aufgabe gemacht, „himmlichen Genuss in seiner Vollendung“ zur produzieren – sei es für den gewerblichen Kunden oder den Endverbraucher.

 

Nach Kaffeebohnen und gemahlenem Kaffee sind auch Kaffeekapseln mit den entsprechenden Maschinen ins Sortiment aufgenommen werden. Ähnlich wie Konkurrenzanbieter beschränkt sich das Angebot auch hier auf die eigene Marke – d.h. man kann in der Kapselmaschine nur die hauseigenen Kapseln verwenden, welche entweder in einer der wenigen Leysieffer-Filialen oder im Internet gekauft werden können. Ein Nachteil? Das sollte jeder für sich entscheiden – ich bevorzuge für „den kleinen Espresso zwischendurch“ eher hochwertige Kaffeebohnen und bin hier schon seit einiger Zeit bei Leysieffer fündig geworden, wobei ich div. WWW-Angebote nutze (vergleichen lohnt sich ;)). Daher habe ich mich gefreut, nun auch eine der „Premium“ Kapselmaschinen testen zu dürfen, welche mir kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

 

Es gibt zwei verschiedene Maschinenausführungen: einmal die einfache Ausführung ohne Milchschaumsystem und einmal die gehobenere Ausstattung mit einem Milchaufschäumer. Die einfache Version ist in drei Farbvarianten erhältlich (rot, schwarz, weiß), die gehobenere Variante (leider nur) in schwarz und weiß.

 

Ich darf euch nun die rote, einfache Variante (Modellnr. KM-0102075) genauer vorstellen:

 

Datenübersicht in Kurzfassung:

 

Technische Daten:

 

  • 1000 Watt Leistung

  • im Standby-Modus 0,5 Watt

  • Betrieb für Spannung 220 – 240 V (50/60 Hz) ausgelegt

  • 19 Bar Hochdrucksystem bei Zubereitung

 

Weitere Daten:

 

  • Abmessung Breite 12,5 cm x Länge 38,1 cm x Höhe 24,2 cm (bei geöffnetem Hebel ca. 37 cm hoch)

  • Gewicht (ohne gefüllten Wassertank) ca. 3,9 kg

  • Länge Netzkabel ca. 1 m

  • Volumen Wassertank max. 1 Liter

 

Ausstattung:

 

 


 

  • 2 Tasten (eine für Espresso/kleine Tasse und eine für Kaffee/große Tasse)

  • Vorbrüheffekt

  • automatischer Kapselauswurf durch Hebelbedienung

  • programmierbare Füllmenge

  • Energiesparmodus (lässt sich abschalten)

  • Ausgabe höhenvariabel durch niedrige & höhere Abtropfschale

  • nach vorne entnehmbarer Kapselbehälter

  • Wassertank geht hinten über die komplette Breite und lässt sich von oben durch abnehmbaren Deckel öffnen bzw. komplett abnehmen.

  • Hauptschalter an der linken Seite im hinteren, unteren Bereich angebracht

  • Bedienhebel wird nach oben geklappt

  • Kapsel wird von oben ein eine passgenaue Aussparung eingelegt

  • Kapsel-Restebehälter umfasst bis zu 10 Kapseln

  • voreingestellt sind 50 ml (Espresso) und 100 ml (Kaffee)

Ich habe die Kapselmaschine nun seit 3 Wochen täglich in Gebrauch und bin von der einfachen Handhabung und auch der geringen Lautstärke wirklich überrascht.

 

Vor dem ersten Einsatz habe ich die losen Einzelteile (Wassertank/Deckel, Abtropfschale und Ablagesieb, Kapsel-Restebehälter erst einmal mit heißem Wasser ausgewaschen und dann gemäß der beiliegenden Bedienungsanleitung eingesetzt. Die Anleitung ist übersichtlich gehalten, ist einfach zu verstehen und außerdem mit Produktbildern (Nahaufnahmen) ausgestattet, so dass man auch ohne Erfahrung sofort mit der Kaffeezubereitung beginnen kann. Vorher natürlich noch frisches Wasser in den Tank füllen, diesen einsetzen (das klappt bei mir zu jeder Zeit ohne Verkanten, was von einer guten Passgenauigkeit zeugt) und mit dem Deckel schließen.

 

Die Maschine wird am Hauptschalter (linke Seite) angeschaltet und heizt dann auf – das Aufheizen hat weniger als 1 Minute gedauert und während dieser Zeit blinken die beiden Bezugstasten (oben auf der Maschine) jeweils blau. Ist die Maschine betriebsbereit, leuchten die Tasten dauerhaft blau. Dann heißt es: Hebel nach hinten klappen (90° nach oben), Kapsel einlegen (es geht nur eine Einlegevariante, da die Aussparung genau auf die Kapsel ausgelegt ist), Hebel wieder nach unten drücken. Es gibt einen minimalen Widerstand (die Kapsel wird beim Runterdrücken des Hebels durchstochen, so dass das Wasser an das Kaffeemehl kommt) und wenn der Hebel wieder vollständig in seiner Ausgangsposition ist, dann einfach die entsprechende Tasse auf die Abtropfschale stellen und den gewünschten Knopf (100 ml linke Taste, 50 ml rechte Taste) drücken. - Achtung! - solltet ihr vorher die Bezugstasten vorher schon mal versehentlich gedrückt haben (z.B. weil ihr die Maschine abgewischt habt), dann beginnt die Maschine sofort nach dem Einlegen der Kapsel zu laufen! Stellt also eine Tasse bzw. ein Glas unter den Auslauf, bevor ihr die Kapsel einlegt ;) - Die Maschine fängt an, leise zu brummen (siehe auch Video) und brüht so vor – d.h. Sie gibt etwas heißes Wasser auf das Kaffeemehl und lässt es kurz ziehen. So wird das Aroma quasi „geweckt“ und kommt dann beim eigentlichen Brühvorgang, der wenige Sekunden später beginnt, richtig zur Geltung.

 

Ist die gewünschte Menge durchgelaufen, stoppt die Maschine automatisch. Sie tropft dann auch noch nach, was aber normal ist, da sich ja noch Wasser in der Kapsel befindet. Daher sollte man gleich nach dem beendeten Kaffeebezug den Hebel bedienen und die Kapsel in den Auswurf befördern. So bleibt die die Abtropfschale länger sauber und die Maschine ist für die nächste Tasse einsatzbereit.

 

Die Füllmenge lässt sich ebenfalls ganz leicht ändern: während des Kaffeebezuges drückt man ca. 3 Sekunden auf den entsprechenden Knopf, bis die Taste schnell blau blinkt. Ist die gewünschte Tassenfüllmenge erreicht, wird der Knopf einfach noch mal gedrückt. Die Maschine „merkt“ sich nun diese Menge und erzeugt beim nächsten Druck auf diese Taste die entsprechende Kaffeemenge. Möchte man den Bezug übrigens zwischenzeitlich mal für eine kleine Tasse verwenden, kann man die Befüllung einfach durch Drücken des Knopfes während des Bezuges stoppen. Und möchte man die Maschine in die Werkseinstellung (50 ml/100 ml) zurückstellen, drückt man einfach beiden Ausgabetasten gleichzeitig für mind. 3 Sekunden. Wie ich finde, ist das wirklich kinderleicht – so leicht, dass es auch meiner Kleinen Spaß macht, ihrer Mama einen Espresso zuzubereiten.

 

Die Reinigung ist einfach: Teile rausnehmen (siehe Erstinbetriebnahme) und unter fließendem Wasser ausspülen. Die Abtropfschale hatte ich testweise auch schon im oberen Korb meiner Spülmaschine, was die Schale gut und ohne sichtbare Abnutzung oder Verformung überstanden hat. Die Maschine hat allerdings kein eigenes automatisches Reinigungsprogramm, was ich schade finde. So wird weder beim Anschalten, noch nach Kaffeebezug automatisch gespült – hier sollte man jedoch sich selbst den Gefallen tun und ohne Kaffeekapsel einen der beiden Knöpfe mind. 6 bzw. 9 Sekunden drücken, so dass Wasser durch die Düse des Gerätes läuft (dieser Reinigungsvorgang – mit heißem bzw. kalten Wasser - ist in der Maschine programmiert). Sonst verklebt nämlich irgendwann die feine Bezugsdüse in der Maschine.

  

Warum hier an dieser automatischen Funktion gespart wurde, kann ich mir nicht erklären, denn Hygiene ist meines Erachtens bei Kaffeemaschinen sehr wichtig. Und der Wassertank ist groß genug, dass man sowohl mehrmals Kaffee beziehen als auch Spülen kann... außerdem wäre hier eine zusätzliche (Reinigungs-) Taste wünschenswert, denn die unterschiedlichen „Drückzeiten“ von 3 / 6 / 9 Sekunden kann man kaum abschätzen bzw. verwirren mich ein wenig.

 

Ebenso bin ich ein wenig von der Entkalkungsmöglichkeit dieser Maschine in der immerhin gehobeneren Preisklasse enttäuscht: hier muss man noch manuell die Maschine ein- und ausschalten, das Flüssig-Entkalkermittel zwischendurch einwirken lassen und dann wieder Maschine einschalten, etwas Wasser durchlaufen lassen, ausschalten... und diesen Vorgang so lange wiederholen, bis der Entkalker aufgebraucht ist. Ich bin mir sicher, dass sowohl Reinigung wie auch Entkalken bei vielen Nutzern zu kurz kommen wird, da sich die Maschine hier nicht sonderlich verbraucherfreundlich zeigt – schade!

 

Fazit: Da ich von der Leysieffer Kaffeequalität überzeugt bin, die Maschine in der Küche (oder im Büro) wenig Platz braucht, ausreichend leise ist, leicht bedienbar beim Kaffeebezug und sich außerdem auch gut als „Reisemaschine“ für den Urlaub eignet – ich mag nämlich die günstigen Filterkaffeemaschinen oder verkalkten Padmaschinen in den Ferienhäusern überhaupt nicht – bleibt nach den ersten 3 Testwochen ein überwiegend positiver Eindruck; trotz der vorgenannten Defizite und des meiner Meinung nach überzogenen Preises handelt es sich bei der Kapselmaschine (ohne Milchaufschäumer) um ein sehr gutes Gerät, welches ich gerne weiter nutzen werde. Es hat mich außerdem so neugierig gemacht, dass ich mir zum Vergleich eine der neuen Premium Maschinen mit Milchaufschäumer kaufen werde, welche es aber leider nicht in dem schicken Rot gibt. Sollte ich eine solche Maschine „ergattern“ können (es gibt ja div. Verkaufsplattformen im www und es darf auch ruhig zu Vergleichszwecken eine gebrauchte Maschine sein), werde ich natürlich hier meinen Erfahrungsbericht ergänzen.

 

 

 

Ein Bericht über die einzelnen, wirklich ausgezeichneten Kaffeekapsel-Sorten von Leysieffer folgt, wenn ich meine nächste Bestellung im Onlineshop von Leysieffer aufgegeben habe ;)

 

Also, bis dahin: bleibt neugierig!

 

Pleiten & Pannen beim Videodreh - die rote Schönheit zeigt sich ein wenig übereifrig ;)

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.