Der Multikocher "Cook 4 Me+" von Krups

*Erfahrungsbericht - Werbung*

In Kathrinshome ist ein „Wunderkessel“ auf Zeit (als Leihgerät) eingezogen, herzlichen Dank an Firma Krups und Reviewclub Deutschland. Wieso Wunderkessel (Aussage Fa. Krups)? Nun, dieses Gerät ist ein Multikocher, dem der Hersteller eine gewissen Intelligenz nachsagt ;) und das hat uns sehr neugierig gemacht...

 

Ich liebe das Kochen für die Familie und Freunde – gerne auch aufwändig und mit viel Zeit verbunden. Allerdings bleibt diese Zeit oftmals nur am Wochenende. In der Woche soll es schnell gehen, denn wir essen meist abends und da bleibt zwischen Papas Heimkommen und Bettgehzeit der Kleinsten nicht viel Spielraum. Daher bereite ich dann schon etwas vor (Eintöpfe, gekochte Nudeln für schnelle Schinkennudeln) oder wähle Rezepte aus, die schnell fertig sind. Kann mich der Krups Cook 4 me + hier unterstützen?

 

Fangen wir mal mit den Herstellerangaben an:

 

  • verschiedene Kochmethoden (Garen unter Druck bzw. Schnellkochfunktion, An-/Braten, Slow Cooking, Schmoren, Dampfgaren, Warmhalten und Aufwärmen)

  • Auswahl zwischen zutatenbezogenem Kochen, manuellem Kochen und voreingestellten Rezepten (150 Vor-/Haupt- und Nachspeisen)

  • Fassungsvermögen 6 Liter – davon nutzbar 4 Liter

  • Antibeschichteter, herausnehmbarer Kochtopf mit isolierten Griffen (spülmaschinengeeignet)

  • Dampfeinsatz (herausnehmbar, spülmaschinengeeignet)

  • übersichtliches, intuitiv bedienbares Kontrollpanel (leicht angeschrägt)

  • automatischer Kochassistent (2, 4 oder 6 Personen – Anpassung Zutatenmenge, Kochzeit und Garmethode)

  • Serie EPC09: Geringer Druck 109°C / hoher Druck 115°C; Braten 160°C; Slow Cooking 75°C; Schmoren 90°C; Aufwärmen 70°C; Warmhalten 63°C

  • integriertes Heizelement; 1200 Watt

  • Maße: 37,6 x 35,4 x 35,6 cm, Gewicht 7 kg

Nun aber zu unseren Erfahrungen:

 

Beim Auspacken fällt schon die schicke Optik auf. Das Gerät ist weiß und das angeschrägte Kontrollpanel ist in einem schicken „Rotgold-Metallic“ eingefasst, was irgendwie edel aussieht. Leider wird dieser Farbton sonst an dem Gerät nicht wieder aufgegriffen...

 

Beigefügt ist ein abnehmbares Stromkabel, welches hinten/seitlich angebracht wird – was mir nicht so gut gefällt, da es in meinem Fall an der falschen Seite angebracht wird und dadurch etwas zu kurz ist für unsere Steckdosen. Außerdem finde ich eine Bedienungsanleitung in D/Engl. und eine Rezeptübersicht, die die einzelnen Rezepte zeigt – allerdings hier nur die Zutatenliste wiedergibt. Zubereitungs-/Garzeiten z.B. fehlen als Orientierungshilfe; hier muss man das Gerät anschalten, die Personenanzahl einstellen und bekommt dann die Zeiten gezeigt. Die Bedienungsanleitung ist leicht verständlich aufgebaut und man sollte auf jeden Fall einen Blick hineinwerfen, auch wenn das Gerät sich in der Bedienung quasi selbst erklärt.

 

Verschiedene Sprachen lassen sich beim ersten Anschalten einstellen. Auch kann man in den Einstellungen verschiedene Änderungen vornehmen; vielleicht mag jemand nicht die Töne, welche die C4m (Cook 4 Me+) von sich gibt?

 

Ja, Töne gibt das Gerät einige von sich: man wird mit einer Melodie beim Einstecken des Stromkabels empfangen (einen Aus-/Einschaltknopf gibt es leider nicht), es gibt Warntöne (wenn man z.B. den Deckel schließt, obwohl das Rezept dies nicht vorsieht) und es gibt Ankündigungen, dass das Gericht bald fertig ist (der Timer zählt dann zusätzlich im Display die letzten Sekunden runter).

 

 

 

Auf dem Display selbst gibt es nur einen Drehknopf mit integrierter OK-Taste und eine eigene „Rück-Taste“, mit der man im Menü einen Schritt zurückgehen kann. Mittels des Drehknopfes werden die unterschiedlichen Auswahlpunkte angesteuert bzw. man kann das Gerät damit auf Standby stellen. Das Gerät hat kein Touchdisplay – alles geht über den Drehknopf, dessen Bedienung man schnell raus hat.

 

Die Verarbeitung insgesamt ist gut – die Dichtungen sitzen sauber im Deckel, der Topf sitzt sehr gut im Gerät, es gibt keine Kunststoff“nasen“ oder ähnliches... nur der Deckel wackelt ein wenig und man sollte beim Entnehmen des hinteren Kondenzwasserschälchens aufpassen, dass einem dieses nicht aus den Händen fällt. Hier finde ich die Lösung, die Schale zu platzieren, eher suboptimal... ok, das Kondenzwasser läuft beim Öffnen des Deckels (nach hinten) direkt in die Schale.

 

Als Erstes habe ich ein integriertes Rezept ausprobiert: Hähnchen mit Gemüse – eine Art Eintopf mit Hähnchenbrust, Gemüse und Kartoffeln. Die Zutaten werden vorbereitet (geschnitten, geputzt); die entsprechende Menge kann man am Display ablesen, nachdem man die Personenzahl eingestellt hat. Ein Wort zur Personenzahl: die sollte man dem eigenen Essverhalten natürlich anpassen ;) Bei starken Essern sollte man lieber mehr kochen, wobei die Portionen schon gut bemessen sind.

 

Mir fällt positiv auf, dass das Display – auch wenn es in Standby steht – immer noch lesbar ist. So kann man die Zutaten in Ruhe vorbereiten und abmessen... idealerweise wäre natürlich eine integrierte Waage hilfreich (die gibt es leider in dem C4m nicht), so muss halt die Backwaage für die ersten Einsätze herhalten... irgendwann hat man aber die Menge im Griff und dann geht alles „pie mal Schnauze“.

 

Ideal auch für Kochanfänger ist das „Kochsystem“ aufgebaut: einfach mit Knopfdruck jeden Schritt bestätigen und schon arbeitet man sich durch das Rezept durch: Anbraten mit ordentlich Power (manchmal bietet es sich an, schon vor Ende der Aufheizphase mit dem Anbraten von z.B. Zwiebeln zu beginnen, sonst werden sie zu schnell schwarz), dazwischen Zutaten zugeben bzw. Aufheizen für die nächste Phase – mal mit offenen, mal mit geschlossenem Deckel. Alles gibt einem das Gerät gut verständlich vor – da kann nix schiefgehen! Und das macht den Cook 4 me+ wirklich zu einem Einsteiger- bzw. Kochanfängergerät, welches vielleicht ein schönes Geschenk zur ersten eigenen Wohnung ist ;)

 

Das Endergebnis ist irgendwie gelingsicher – so mein Fazit nach mehreren Versuchen mit den voreingestellten Rezepten. Geschmacklich kann man natürlich immer noch dran feilen. Da dies für mich als notorischer „Topfgucker“ während des Kochvorgangs (gerade beim Dampfgaren) nicht möglich ist, musste ich mich hier erst mal umstellen und nachwürzen. Geht aber auch; ggfls einfach noch etwas nachgaren (manuell eingestellt), damit sich die Gewürze/Kräuter richtig entfalten können.

 

Das manuelle Kochen ist ebenfalls wirklich einfach und mal ehrlich: vorgeschnittene Kartoffeln in weniger als 10 Minuten? Pellkartoffeln, die sich ganz einfach schälen lassen? Reis, der auch nach dem Kochen noch aussieht wie Reis und nicht wie Matsch? All das hat mich wirklich begeistert. Einzig der Milchreis schmeckt mir aus meinem separaten Slow Cooker besser – aber das ist wirklich Geschmackssache und an der Zubereitung im C4m werde ich noch etwas feilen ;)

 

Anfängliche Zurückhaltung kann man im Laufe der Zeit wirklich aufgeben und mutig die verschiedensten Gerichte probieren – der Cook 4 me+ macht es einem leicht!

  

Auch das Reinigen ist wirklich leicht: der beschichtete Topf lässt sich auswischen bzw. ausspülen; bei meinen Kochversuchen ist noch nix angebrannt. Ich wasche ihn mit etwas Spüli und heißem Wasser einfach aus und schon ist er wieder einsatzbereit. Wer mag, kann ihn auch in die Spülmaschine geben – ich sah darin allerdings bislang noch keine Notwendigkeit.

 

Etwas aufwändiger ist das Säubern des Deckels, den man auseinandernehmen kann. Hier helfen einem die entsprechenden Symbole auf dem Deckel; auch das Zusammensetzen funktioniert dann wieder einwandfrei. Achtung: lasst die Dekompressionskugel nicht davonkullern – die ist notwendig für die Funktionalität des Gerätes ;)

 

Fazit: Grundsätzlich bin ich von dem Cook 4 Me+ von Krups wirklich überzeugt, denn das Gerät ist einfach zu bedienen, unterstützt einen beim täglichen Kochen und spart Zeit bei der Zubereitung. Für Kochneulinge, Wenigkocher bzw. wenn es mal schnell gehen soll, ist der Multikocher eine absolute Empfehlung.

 

Schade finde ich, dass das Gerät keine intergrierte Waage hat, keinen Ausschaltknopf und der Kondenzwasserbehälter unhandlich hinten angebracht ist bzw. das Stromkabel zu kurz und seitlich eingesteckt ist. Leider kann der Multicooker auch nicht unter meinen Küchenoberschränken stehen, da er sich sonst nicht vollständig öffnen und der Topf entnehmen lässt... also braucht er Platz auf dem Herd und nimmt mir die Möglichkeit, parallel noch anderen Dinge zuzubereiten.

 

Alles in allem kann ich mir das Gerät auch gut in einer Ferienwohnung vorstellen, wenn keine Herdplatten vorhanden sind. Für Eintöpfe ist der Multicooker perfekt, das Kochen von Kartoffeln würde ich am liebsten nur noch im Cook 4 Me+ machen... und mal davon abgesehen: Gemüse schmeckt viel intensiver, wenn es unter Druck/Dampf gegart wurde. Daher lassen mich diese Vorzüge über die Kritikpunkte hinwegsehen und ich kann euch den Krups Cook 4 Me+ aus Überzeugung ans Herz legen :-)

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.