Robosauger MD 17225 von Medion

*Erfahrungsbericht - Werbung*

Über das Portal „Brands you Love“ dürfen wir derzeit den neuen Medion Staubsaugroboter MD 17225 testen; vielen Dank für dieses Leihgerät!

 

Bei uns stellt sich der aktuelle Robosauger folgenden Herausforderungen: Parkett, Laminat, Fliesen, Steinfliesen und kurzflorige Teppichläufer. Dazu kommen Hindernisse wie Stuhl-Tisch-Kombinationen, enge Durchgänge, offene Treppen, verschiedene Farben der Bodenbeläge und jede Menge „Standdeko“ auf dem Boden.

 

Der MD 17225 bietet dafür:

  • Li-ion Akku (auswechselbar) 14,8 Volt / 37 Watt

  • Betriebszeit bis zu 90 Minuten

  • Saugleistung ca. 0,30 Kpa

  • Ladezeit zwischen 3 – 5 Stunden

  • Staubbehälterkapazität ca 0,35 L (Behälter wird hinten herausgezogen)

  • beutelloser, leicht herausnehmbarer und zu reinigender Schmutzbehälter

  • Gewicht ca. 3,2 kg

  • Abmessungen ca 34 cm Durchmesser, Höhe ca. 9 cm

  • Lautstärke ca. 65 dB

  • Steuerung über App (Android oder iOS-App) bzw. direkt am Gerät

  • Verbindung zum Smartphone/Tablet erfolgt über Wifi (Distanz bis zu 10 m)

  • integrierter Laser, der kontinuierlich während der Reinigung die Umgebung scannt und eine digitale Karte der Wohnung erstellt (Laser-Mapping)

  • auf der digitalen Karte lassen sich „Putzpunkte“ erstellen (punktuelle Reinigung)

  • integriertes Display und Bedienungsknöpfe auf Saugroboter

  • Timer über App (Programierung der Startzeit mit Stunden-, Tageseinstellung)

  • automatische Rückkehr zur Ladestation oder direktes Laden an Ladekabel möglich

 

 

Im Lieferumfang sind enthalten:

 

  • Saugroboter mit integriertem Lithium-Ionen-Akkublock

  • Ladestation

  • Netzteil

  • 1 Ersatzbürste

  • 1 Ersatzfilter

  • Reinigungspinsel

  • kleiner Kreuz-Schraubenzieher

  • Bedienungsanleitung und Garantiedokumente

 

 

Los geht es mit dem Auspacken, welches schnell erledigt ist, denn das Gerät ist soweit schon komplett montiert. Die seitliche Bürste ist schon angeschraubt, die Mittelbürste eingelegt. Die Ladestation besteht aus zwei Teilen, wird ineinander geklickt, dann Stromkabel dran (wobei man das Stromkabel auch direkt an den Roboter anschließen kann, wenn man die Ladestation nicht verwenden möchte). Es müssen nur noch wenige Styropor-Schutzteile und -folien entfernt werden und schon kann der Robosauger an die Station zur Erstaufladung. Hier werden vom Hersteller 4,5 Stunden empfohlen. Das Display zeigt während der Ladezeit mit einem wandernden Balken, wie weit der Akku schon geladen ist.

 

In dieser Zeit empfiehlt es sich, die App herunterzuladen – wenn man die App nutzen möchte, was nicht zwingend erforderlich ist, denn der Roboter lässt sich auch nur über das Gerät bzw. Display am Gerät bedienen. Das Herunterladen der zur Zeit 1. Version (das Gerät ist erst seit November 2017 auf dem Markt, daher handelt es sich zum Testzeitpunkt noch um die 1. App-Version) ist einfach. Die App gibt einem auch Schritt für Schritt leicht verständlich die Einrichtungsschritte vor – dazu muss der Staubsaugerroboter zwingend an der Ladestation bzw. am Ladekabel sein. App starten, QR-Code einlesen (dazu wird keine extra App benötigt, diese Funktion ist in der Medion-App integriert) oder, wenn man keine Kamera am Smartphone/Tablet hat, kann man die Kennnummer am Gerät ablesen und manuell eingeben. Man bekommt dann automatisch ein Passwort, verbindet sich mit dem „robot-Netzwerk“ und schon sind Smartphone/Tablet und Saugroboter miteinander verbunden. Man kann das Gerät auch über die eigene WLAN-Liste auswählen, was ebenso einfach gelingt – ich habe beide Wege ausprobiert und innerhalb von 5 Minuten die App, den Roboter und das Smartphone (Android) miteinander verbunden.

 

Das Steuern des Robots über die App funktioniert quasi selbsterklärend, obwohl verschiedene Symbole verwendet werden. Diese kann man sich allerdings immer wieder über „?“ erklären lassen und so hat man schnell den „Start“, die „Timer-Programierung/Kalender“, die „virtuelle Karte“, das „Zurückkehren zur Ladestation“ und diversene Konfigurationen auf einem Blick. Man kann dem Gerät einen eigenen Namen geben, die App-Sprache, Einzeit, Zeitformat ändern oder ein Firmware-Update machen.

 

PS: Man bemerke die lustigen Sprüche, die der Robo auf der App anzeigt ;) Schreibfehler lassen wir mal dezent unter den Tisch fallen...

Nach der Erstladezeit haben wir den Roboter außerhalb der programmierten Zeit laufen lassen. Hierzu haben wir den Reinigungsvorgang direkt am Gerät gestartet. Der Robo fährt ca. einen Meter von der Ladestation weg und „sondiert“ dann erst mal die Umgebung, bevor er mit dem ersten Teilstück anfängt. Ja, uns ist aufgefallen, dass der Robosauger unsere Wohnebene in div. Teilstücke unterteilt hat und diese dann auch entsprechend reinigt. Der Reinigungsvorgang erscheint uns „logisch“, was man nicht unbedingt von anderen Staubsaugerroboter (wie den Deebot Ozmo 610) sagen kann, die teilweise chaotische Reinigungswege gemacht haben.

 

Beim ersten Reinigen mit gleichzeitigem Sondieren und Erstellen der virtuellen Karte stieß der Roboter manchmal recht unsanft an Stuhlbeine oder Möbelkanten. Ich dachte schon „ohje, das ist ein Rabauke“, aber nachträglich muss ich sagen: ich habe mich getäuscht, denn schon beim zweiten (programmierten) Durchlauf kam es zu keinen Zusammenstößen mehr und meine Holzmöbel wurden geschont.

 

Die erstellte Karte kann man als einfache Grafik auf der App abrufen. Mit etwas Fantasie kann man erkennen, wo sich der Roboter gerade befindet. Einmal hat ihm allerdings mein Mann einen Streich gespielt und während des Saugens die Türposition verändert und diese Veränderung wurde mir auf der Karte auch sofort angezeigt. Der Robosauger hatte damit keinerlei Probleme und saugte einfach um die Türkante herum.

 

Die Bürsten unter dem Roboter arbeiten sehr gut: die einzelne, rotierende Bürste fegt die Krümel unter das Gerät und dieses saugt den Krümel ein. Manchmal hat die Bürste zu viel Schwung und der Krümel wurde unter dem Gerät wieder rausgefegt... dann kann man nur hoffen, dass der Robosauger den Weg nochmal geht ;) Die große, sich drehende Bürste hat auch viel Schwung und hat sogar unseren Teppichvorleger ordentlich gereinigt und auch von der Stelle bewegt. Das haben andere Test-Staubsauger nicht geschafft.

 

Sobald der Roboter seine Reinigung beendet hat, fährt er selbständig in die Ladestation zurück, feht auf der Stelle noch ein bisschen nach und schaltet sich dann eigenständig ab. Hier ist uns aufgefallen, dass er jederzeit die Ladestation zuverlässig und auch schnell wiedergefunden hat, was wir bei einem anderen Hersteller so nicht gesehen haben. Ein Pluspunkt für den Medion MD 17225!

 

Über erhöhte Teppiche (wie den Fußabstreifer) oder Türkanten kommt der Robosauger bei uns ohne Probleme drüber. Wir haben allerdings auch keine hohen Kantenabschlüsse.

 

Leider hat der Medion keine Fernbedienung, so dass ein manuelles Lenken mit einer Fernbedienung an die gewünschte Reinigungsstelle nicht möglich ist. Auch kann man über die App keine nachträglich zu reinigende Fläche (z.B. eine bestimmte Fläche vor dem Sofa) einstellen, sondern nur punktuell markieren und hoffen, dass der Robosauger die gewünschte Stelle komplett reinigt. Hier wäre ein „Nachjustieren“ über eine Fernbedienung hilfreich.

 

Sehr gut gefällt mir, dass der Roboter ohne Probleme zwischen Stühlen und Tischbeinen saugt. Er lässt sich trotz mehrerer Sensoren am Gerät nicht von den recht engen Stuhlbeinen irritieren, sondern hat jedes Mal zuverlässig die Frühstückskrümel unter dem Essbereich weggesaugt. Prima! Diese gute Reinigungsleistung zeigte er übrigens auch beim punktuellen Nachreinigen.

 

Wir haben auch die punktuelle Reinigung, welche man direkt am Gerät einstellen kann, ausprobiert. Dazu muss man sagen, dass man den Robosauger dann nicht irgendwo hinschicken kann, sondern er punktuell dort reinigt, wo er sich gerade befindet. Das Programmieren ist aber ganz einfach mit Hilfe der 4 Knöpfe, die sich unter dem Display auf dem Gerät befinden. Das Display lässt sich auch gut lesen und auch wenn man anfänglich vielleicht die Bedienungsanleitung zur Hand haben sollte, hat man den Progammiervorgang bestimmt bald intus – gerade wenn man die App nicht nutzen möchte.

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns der Robosauger MD 17225 von Medion in seiner Bedienerfreundlichkeit und vor allem seiner Reinigungsleistung absolut überzeugt hat. Er ist eine wirklich Hilfe, auch durch die programmierbare Reinigungszeit, so dass man hier den Kopf frei hat für andere Dinge. Allerdings würde ich aufgrund der Geräusche nicht im gleichen Raum Musik hören oder arbeiten wollen... aber man kann das Gerät ja so programmieren, dass es in unserer Abwesenheit seine Arbeit macht. Und dies wirklich zuverlässig!

 

Vorteile:

  • der Robosauger arbeitet zügig und lässt sich von herumstehenden Gegenständen nicht allzu sehr irritieren bzw. von seinem Reinigungsweg ablenken.

  • Der Staubsauger arbeitet zuverlässig und reinigt gründlich verschiedene Bodenbeläge

  • Die Bedienung ist an sich einfach; der Reinigungsvorgang lässt sich sowohl über das Gerät selbst als auch über die App starten und beenden.

  • Die App lässt sich einfach installieren und eine Steuerung des Robosaugers war jederzeit zuverlässig möglich.

  • Über die digitale Karte lassen sich extra Reinigungsflächen (Punkte) markieren

  • Der Robosauger fährt ohne Probleme zwischen Stuhl- und Tischbeinen hin- und her und reinigt so auch unter dem Esstisch.

  • Der MD 17225 findet die Ladestation zuverlässig und dockt auch korrekt an, um den Ladevorgang zu beginnen.

     

 

 

 

Nachteile:

  • durch die Laserkennung wird eine virtuelle Karte erstellt, die über eine App ausgelesen wird. Wer das Risiko der „öffentlichen Apps“ in Verbindung mit eigenen Wohnungsdaten scheut, sollte das Gerät ohne App und nur über die manuelle Geräte-Menüführung bedienen.

  • Der Robosauger wirkt manchmal im Betrieb etwas „klapprig“ und daher minderwertig; die Verarbeitung steht im Gegensatz zu den inneren Werten

  • Der Roboter wirkt auf unsere Ohren recht laut bzw. das Motoren-/Rollgeräusch recht scheppernd; gleichzeitiges Musikhören oder Fernsehen war bei uns nicht möglich.

  • Der Staubbehälter lässt sich etwas umständlich entnehmen und öffnen (durch drücken von zwei roten Minihebeln seitlich am Staubbehälter), leider ist keine einhändige Entleerung möglich.

  • Ein Reinigen direkt am Sofarand war bei uns nicht möglich. Hier ist manuelles Nachsaugen mit einem Handstaubsauger notwendig gewesen.

  • Es lassen sich nachträglich keine Flächen zum Nachreinigen über die App markieren, nur punktuelle Reinigung möglich.   

 

Vergleich: Wir haben zuvor einen anderen, aktuellen Saugroboter im Test gehabt - hier stehen beide nebeneinander. Laut Herstellerangaben haben wir hier 1 cm Höhenunterschied... der Medion ist mit Laser und zeichnet Karten für die Benutzung auf der App; der Ecovacs lässt sich über die App steuern, hinterlegt aber keine Karten.

 

Links der Medion MD 17255 und rechts der Ecovacs Deebot OZMO 610

 

Ergänzung nach einer Woche täglicher Einsatz:

 

Der Medion läuft wirklich zuverlässig zu den täglich programmierten Zeiten. Uns ist aufgefallen, dass er nicht jeden Tag die gleichen Flächen saugt - mal lässt er die Küche aus, am anderen Tag putzt er sie dann wieder... So unterscheiden sich auch die versch. Laufzeiten (mal 45 Minuten, mal 30 Minuten).

 

Meinem Mann fehlt immer noch die Fernbedienung ;)

 

Wir haben uns das Gerät außerdem mal im Hinblick auf das Verwenden in der Wohnungen unserer Senioren in der Familie genauer angeschaut; ein Saugroboter ist für alle Betagten eine Arbeitserleichterung, sollte aber einfach und gut verständlich zu bedienen sein.

 

Hier sehen wir nun im Medion MD 17225 ein Manko, denn das Display ist am Gerät nicht dauerhaft im Betrieb/sichtbar; außerdem sind die Knöpfe nur in Englisch gekennzeichnet. Wer von den Ü80-Jährigen in unserer Familie weiß, dass mit "Dock" die Docking-/Ladestation des Roboters gemeint ist? Hier wäre es einfacher gewesen, mit Symbolen zu arbeiten: ein "Haus" kennen auch unsere Senioren... 

 

Und ja, wir kommen wieder auf die Fernbedienung zurück, da sich ältere Menschen nicht so gut bis zum Boden bücken können. Eine quasi "Kopfüber"-Bedienung schreckt gerade unsere betagten Familienmitglieder ab; eine übersichtlich gestaltete Fernbedienung (bitte mit gut erkennbaren Symbolen) wäre auch insoweit sinnvoll.

 

Schade, hier hat Medion einen, wie wir finden, großen Markt verpasst... ich weiß von meinen Eltern, dass sie von ihrem Saugroboter (einem Deebot) begeistert sind und gerade dort die einfache Bedienung mit Fernbedienung und gut verständlichen Symbolen mögen.

 

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.