Saug- und Wischroboter Deebot OZMO 610 von Ecovacs

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Wir haben zur Zeit eine elektronische Haushaltshilfe! Zu Testzwecken wurde uns nämlich das Leihgerät „Ecovacs Deebot Ozmo 610“, ein Saug- und Wischroboter, zur Verfügung gestellt und der „kleine Runde“ hat es wirklich in sich.

  

 

Zuerst einmal die technischen Daten (laut Herstellerangaben)

 

  • Durchmesser ca. 35 cm

  • Gerätehöhe ca. 7,9 cm

  • Gewicht 4,2 kg

  • Geräuschentwicklung max. 65 dB

  • Kapazität Staubbehälter 450 ml

  • Ladezeit ca 4 h

  • Akku Ni-Mh (3000)

  • Betriebszeit ca. 110 Minuten

  • mit Appsteuerung (keine Kartenaufzeichnung)

  • Steuerung auch durch Fernbedienung und am Gerät möglich

  • Zeitprogrammierung

  • Bewegungssteuerung

  • Saugoptionen: v-förmige Hauptbürste oder direkter Saugschacht

  • für Hartboden & Teppich

  • duale Seitenbürsten (rotierend)

  • versch. Betriebsmodi: Automatik, Punkt, Rand, Intensiv

  • keine automatische Fortsetzung, keine Sprachmittelungen (nur Signale)

  • automatische Stufenerkennung (Sturzschutz)

  • automatisches Laden

  • Blockierschutz

  • Staubfiltersystem

  • OZMO Wischsystem

  • 300 ml Wassertank

  • Mikrofaserpad (abnehmbar)

  • max. Türschwelle: ca. 1,4 cm

 

Wozu ist nun ein Saug- und Wischroboter gut? Nun, wir haben in der unteren Etage nur Parket & Fliesen und das sind richtige „Flugbahnen“ für jeglichen Staub & Dreck. Krümel, Haare, Papierschnipsel, Sandkörner und Pflanzenblätter. Da bei uns viel auf dem Boden gespielt und gekuschelt wird, ist mindestens 1x am Tag Staubsaugen und bei nassem Wetter auch tägliches Wischen angesagt. Ich bin ehrlich: da setze ich mich manchmal echt unter Druck – so nach dem Motto „Mensch, die Kleine kommt bald aus dem Kindergarten, ich muss noch 'schnell' sauber machen“.

 

Dieser Druck gehört seit einigen Tagen der Vergangenheit an und ich merke erst jetzt, wie sehr mich diese „Perfektion“ belastet hat. Jetzt übernimmt der Deebot Ozmo 610 von Ecovacs Punkt 8.00 Uhr das Reinigen und das ist wirklich eine Entlastung – aber auch erst mal ein Schreckmoment, wenn der Roboter mir unerwartet an der Haustüre entgegenkommt, als ich noch in Gedanken aus dem KiGa zurückkomme und mir der kleine Leuchtkäfer entgegensurrt...

  

Das Einrichten (Terminierung) geht einfach über die App, welche Ecovacs kostenlos zur Verfügung stellt. Ebenso einfach ist es, das Gerät überhaupt in Betrieb zu nehmen: man findet für die Ladestation einen Platz nahe einer Steckdose, stellt die Station an die Wand (so frei, dass der Roboter ohne Hindernis die Station anfahren kann) und dann lässt man den Roboter erst mal 4 Stunden aufladen. In dieser Zeit kann man sich mit den verschiedenen Funktionen auf der App vertraut machen: neben dem Timer gibt es auch Infos über den Ladezustand des Akkus, wann die Bürsten gewechselt werden müssen, wie lange der Roboter bislang zu welchen Zeiten gearbeitet hat. Viele Funktionen sind selbsterklärend, das beiliegende Bedienungsheft in mehreren Sprachen aber auch gut verständlich.

 

Nach 4 Stunden Ladezeit kann es losgehen: man hat die Möglichkeit, die Reinigung (Saugen) direkt am Gerät, auf der Fernbedienung oder über App zu starten. Das Gerät legt dann recht leise los (unsere Beutelstaubsauger sind deutlich lauter) und fährt erst mal gerade aus. Es hat einen automatischen „Zick-Zack“-Reinigungsmodus von Werk aus; man kann aber auch diverse andere Bewegungen einstellen: entlang an den Wänden, punktuell (bei stärkeren Verschmutzungen) und – ideal, wenn man ohne die herausnehmbare Mittelbürste, sondern mit Einzugsschacht arbeitet – gibt es hierfür auch ein entsprechendes Reinigungsprogramm, bei dem der „Robo“ jedes Mal seine Richtung ändern, wenn er irgendwo anstößt.

  

Der Roboter fährt – wenn er freie Fahrt hat – recht zügig; er bremst aber vor einem Hindernis ab und meistens berührt er das Hindernis gar nicht oder nur sehr sanft. Er bleibt auch manchmal stehen, wenn er sich neu orientieren muss. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und „Robo“ beim Saugen zugeschaut – menschliche Logik hilft hier nicht weiter, denn der „Robo“ macht sein eigenes Ding... aber letztendlich hat er alle Verschmutzungen auf dem Boden gefunden. Man muss sich aber manchmal wirklich zurückhalten und den Kleinen nicht hochheben und woanders hin tragen ;)

 

Einschränkungen gibt es bei uns unter dem Esstisch, da der Roboter nicht sofort beim ersten Anlauf unter den Stuhlen durchfährt – er stößt immer wieder an den Stuhlbeinen an und ändert dann die Richtung. Aber nach mehreren Einsätzen ist nun auch der Bereich unter dem Esstisch sauber. Probleme hat er auch direkt am Sofa: wir haben ein nur leicht erhöhtes Sofa, unter das er nicht drunterfahren kann. Allerdings sammeln sich viele Krümel direkt davor. Leider wischt er diese nur bedingt mit den äußeren, rotierenden Bürsten auf, da er das Sofa selbst als Hindernis ansieht und dann nicht direkt ranfährt. Auch verklemmt er sich schon mal unter der Heizung – wir blockieren nun den Weg dorthin und seitdem sind wirklich wirklich angetan von der Arbeitsleistung des kleinen Helfers in Bezug auf das Saugen. Dreck auf dem Fußboden gehört der Vergangenheit an...

  

Anders sieht es aus beim Wischen:

 

Hierzu füllt man den Wasserschacht, der an der Vorderseite des Geräts angebracht ist. Dieser lässt sich leicht entnehmen und befüllen. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Behälter selbst nicht zu nass wird und es ist ratsam, auch gleich das Microfasertuch samt Trägerplatte direkt an den Wasserbehälter anzuklicken. Macht man das später, läuft einem ein wenig Wasser wieder aus dem Behälter entgegen bzw. in das Gerät. Also: erst Tuch anklicken und dann Wasserbehälter wieder in den „Robo“ schieben. Danach kann man ihn anschalten.

 

Via App kann ich nun kontrollieren, ob er im Wischmodus ist. Das hat er mir manchmal erst beim wiederholten Einschieben des Wasserbehälters angezeigt. Ob das nun an der App liegt oder das Gerät sich wirklich nicht im Wischmodus befunden hat, konnte ich dann aber nicht erkennen, denn ist der Lappen einmal nass, dann isser nass ;) Das ist einer der Nachteile – gerade bei Parkett: während des Wischvorgangs wird der Lappen weder ausgewringt (und schiebt somit den Dreck eher durch die Gegend) noch kann man ihn etwas trocknen, so dass bei längerem Wischen ordentlich Wasser auf das Parkett kommt, was mir nicht so gut gefällt. Ergo: entweder nochmals mit einem trocknen Tuch nachwischen oder einmal kurz durchlüften zum schnelleren Abtrocknen. Was aber tun, wenn der Deebot in meiner Abwesenheit wischt? Oder wenn er sich – siehe Video – in einer Ecke festfährt und erst nach mehreren Drehversuchen auf einer Stelle wieder den Weg aus der Nische heraus findet? Die Stelle ist dann ordentlich nass, was einem so empfindlichen Parkettboden auf Dauer nicht guttut.

 

Leider zieht der „Robo“ auch am Anfang des Wischvorgangs Spuren: bei einem trockenen Tuch wird der Dreck nicht richtig aufgenommen, selbt wenn er vorher von den Bürsten angefegt bzw. angeraut wurde. Schuhabdrücke aus dem Garten blieben auf dem Boden sichtbar, eventuell wurden nur Streifen darüber weggeputzt, was dann auch noch unschön aussieht. Man kann natürlich die Wischstärke auf Stufe 2 oder 3 erhöhen, aber man sollte gleich zu Anfang mit einem leicht feuchten Tuch arbeiten und diesen Tipp habe ich in der Bedienungsanleitung nicht gefunden.

 

Gut ist allerdings das Saugen vor dem Wischen bzw. das Zusammenfegen durch die äußeren runden Bürsten. So spare ich mir im Prinzip einen Putzdurchgang... ja, wenn mich das Wischergebnis nun überzeugt hätte ;) Hat es leider nicht – übrigens auch aus dem Grund, dass nach Ende des Wischvorgangs geraten wird, den Wasserbehälter zu leeren (der Wasserverbrauch ist recht gering) und das feuchte Tuch zu entfernen. Muss ich also doch zuhause sein, wenn der Deebot arbeitet? Muss ich vor dem (automatischen, programmierten) Start erst mal den Behälter befüllen und das Tuch einklicken, um am Ende auch wieder den Behälter zu entleeren und das Tuch zu entfernen? Keine gute Lösung – jedenfalls für uns.

 

Fazit:

 

Wir lieben den Saugroboter als Staubsauger. Hier ist er eine absolute Hilfe in allen Räumen; auch auf den oberen Etagen, da er zuverlässig um die „Absturz“-Treppen einen Bogen macht. Nach einer Woche Einsatz hat er alle Ecken (auch die weniger zugänglichen unter der Treppe... hier versammelten sich gerne alle Staubmäuse zu einer Massenversammlung) gesäubert und hält unsere Wohnung schön sauber. Ich kann ihn auch jederzeit zwischendurch mal laufen lassen. Einzig die Ecken und die Kanten unter dem Sofa sauge ich einmal in der Woche mit unserem großen Beutelstaubsauger.

 

Als Wischsauger hat uns allerdings der Deebot Osmo 610 nicht überzeugt und wir werden diese Funktion nicht weiter nutzen. Das ist allerdings nicht so schlimm, denn auf einem sauberen Boden ist auch schnell gesaugt – einen Arbeitsschritt habe ich auf jeden Fall gespart.

 

Die Zeitprogrammierung ist absolut klasse und funktioniert zuverlässig. Ob ich nun die App brauche? Nein, eigentlich nicht ;) aber als Vorführeffekt ist das Starten aus der Entfernung gar nicht so übel: meine Eltern waren von dieser Vorführung (nebst Video) so begeistert, dass sie sich am nächsten Tag ebenfalls einen Ecovacs Deebot gekauft haben.

  

Ergänzung nach 4 Wochen täglichen Einsatz:

 

Der Ozmo läuft sehr zuverlässig und pünktlich zur eingestellten Uhrzeit. Es fällt auf, dass er nicht jeden Tag die gleiche Zeit zum Reinigen braucht; so saugt er mal zwischen Tisch und Sofa und mal nicht... die große Grundfläche wird aber immer sauber gemacht. Und wenn ich zusätzliche Flächen zu reinigen habe bzw. etwas nachreinigen lassen möchte (z.B. vor dem Sofa), dann mache ich das über die Fernbedienung. Dazu kann man das Gerät auch in der Richtung lenken: Stop drücken, Richtungspfeil drücken und wieder starten - schon wendet der Roboter und fährt in die gewünschte Richtung (vorwärts, links, rechts, rückwärts).

 

Das Entnehmen des Staubbehälters von oben findet insbesondere mein Mann sehr praktisch. Eine weitere Reinigung ist nach 4 Wochen nicht notwendig; die Filter lassen lassen sich durch leichtes Ausklopfen reinigen, die Räder müssen nur selten von langen Haaren befreit werden.

 

Störungen gab es bislang keine - auch die Kommunikation zwischen App und Gerät funktioniert einwandfrei. Zwischenzeitlich gab es eine App-Aktualisierung, die an der Performance des Ozmo 610 nichts geändert hat (dafür aber die App für einen weiteren Ozmo vorbereitet hat). 

 

Wir sind wirklich mehr als zufrieden mit dem Deebot Ozmo 610 von Ecovacs und können ihn absolut empfehlen - als Saugroboter, denn wir nutzen ihn nicht als Wischroboter für unser Parkett... für das Fliesenreinigen ist er besser geeignet, da es den Fliesen nichts ausmacht, wenn der feuchte Roboterwischmopp mehrfach auf einer Stelle bewegt wird.

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.