Der Duft von Pinienkernen

Roman von Emily Bold, erschienen Oktober 2017 im Ullstein Verlag, Paperback/Taschenbuch, 368 Seiten, ISBN 978-3-548-28908-3

 

 

Mit einem wunderschönen Blick das Meer entführt uns die deutsche Autorin dieses Mal von München aus nach Italien.Katrin und Greta sind langjährige Freundinnen, die gemeinsam eine erfolgreiche Nudelbar in München betrieben haben... bis es durch einen gemeinsamen Freund zum Streit kommt, der beide so sehr entzweit, dass Greta das Angebot annimmt, eine Buchreise durch Italiens Küchen zu machen und Katrin ihren eigenen Traum einer Foodkette in Angriff nimmt.

 

Wir begleiten nun Greta mit all ihren Gedanken rund um die vergangene Freundschaft und der Hoffnung, nicht alles verloren zu haben, durch das kulinarische Land von Pizza, Pasta und noch viel mehr. Im Gepäck hat sie das alte Kochbuch ihrer Nonna Vittoria mit dem passenden Vorwort

 

„Liebe Greta, Du hast erst dann richtig gelebt, wenn Du Italien gesehen hast. Eine Reise durch Italien ist wie eine Reise zur Dir selbst.“ (Umschlag-Innenseite).

 

Greta bewegt sich schnell abseits der abgetretenen Touristenpfade und lernt das ursprüngliche Land und seine Bewohner kennen, die sie nicht nur in die Geheimnisse der traditionellen Küche einweihen, sondern sie auch in ihrer Erkenntnis unterstützen, wer sie tatsächlich ist und was sie wirklich will... dies ist ein spannender Weg, der wunderbar anschaulich und emotional – mal beschwingt, mal schwermütig – von Emily Bold erzählt wird.

 

Die Autorin stellt der Protagonistin auch den Fotografen Christoph an die Seite, denn natürlich darf das Quentchen Liebe in Italien nicht fehlen. Aber wer nun eine schmalzige Liebesschnulze erwartet, wird enttäuscht sein. Mit feinen Zwischentönen spinnt die Autorin immer wieder ein stimmungsgeladenes Netz zwischen den beiden, aber im Vordergrund steht dennoch diese Reise Gretas zu ihren eigenen Wurzeln und letztendlich zu sich selbst.

 

Ich mag das Buch sehr und nicht nur einmal wollte ich das Lesen unterbrechen, um in meiner Küche etwas so Leckeres wie in dem Roman beschrieben, zu kochen... sei es selbstgemachte Nudeln oder frisch gegrillter Fisch direkt aus dem Meer. Es ist fast ein wenig schade, dass der Verlag dem Buch keine Rezepte aus Vittorias Kochbuch im Anhang beigefügt hat ;)

 

Der Roman an sich ist unterhaltsam, man kann ihn an einem Wochenende oder im Urlaub in einem Rutsch durchschmökern, mit Greta in Gedanken mitreisen und möchte am Ende am liebsten in Großmutters Haus mit einziehen.

 

Für alle, die sich gerne unterhalten lassen mit Freundschaft, Sonne, gutem Essen und ein bisschen der Suche nach sich selbst – all denen mag ich diesen schönen Roman ans Herz legen und wünsche viel Spaß bei „Der Duft von Pinienkernen“ :-)

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.