Dolci, Tartes und zauberhafte Kuchen backen

von Melissa Forti, erschienen August 2017 im Prestel Verlag, Hardcover, 224 Seiten, ISBN 978-3-7913-8382-8

 

In einer Kleinstadt in Ligurien hat sich Melissa Forti einen Traum erfüllt: Sie hat einen Tea-Room in einem – wie ich finde faszinierenden – Barock/Vintage-Stil eröffnet und bietet dort ihre Kreationen mit Ruhe und Genuss an. Dieser Stil zeigt sich auch in dem nun endlich ins Deutsche übersetzten Buch „Dolci, Tartes und Zauberhafte Kuchen Backen“ (The Italian Baker im Englischen kam bereits 2016 heraus) und hat mich vom ersten Moment an bezaubert:

 

Bereits die Aufmachung ist einmalig: das Hardcover-Buch steht aus dicken Pappdeckeln, die mittels breiter Leinenverklebung gehalten werden. Das Buch liegt so besonders in der Hand, weil man eine Mischung aus rauem Leinen und glattem Papier spürt. Das Innenleben ist ebenfalls sehr hübsch gestaltet mit barock anmutendem Passepartou-Seiten, wunderschönen Fotografien von Danny Bernardini und klarer Aufteilung: das gestaltete Rezept steht links, eine wunderschön arrangiertes Produktfoto gibt es rechts zu bestaunen.

 

Diese Aufteilung macht aus dem Buch einerseits ein herrliches Bilderbuch, in welchem man einfach mal blättern und sich reinträumen kann, es erleichtert aber auch das Nachbacken, denn neben einer kurzen „Vorgeschichte“ zur Entstehen des Rezeptes findet man die Zutatenliste und die Zubereitung auf einen Blick; allerdings ist alles in kleiner Schrift gehalten. Noch scheue ich mich, mir die Hauptpunkte mit Bleistift zu unterstreichen, weil ich einfach nicht in dieses wunderbare Buch kritzeln möchte...

 

Die Rezeptsammlung ist in drei Teile geteilt: Eine Sammlung aus Italien, eine Auswahl aus aller Welt und eine Zusammenstellung aus den persönlichen Rezepten der Autorin. Trotz dieser Vielfalt sind die Zutaten nicht besonders exotisch, sondern in jedem gut sortierten Supermarkt zu bekommen.

 

Die Zubereitung finde ich teilweise „interessant“ und frage mich, ob es wirklich einen großen Unterschied macht, ob man bei einem Frischkäse-Guglhupf ein Teil der Eier vor der Mehlzugabe und einen Teil danach einrührt... bislang habe ich die Variante in dem Buch ausprobiert und muss sagen, der war herrlich saftig und lecker. Ebenso gelingsicher und lecker waren die „Himbeer-Blondies“ - ein Rührkuchen mit frischen Himbeeren, wobei ich hier das „Haushaltsmehl“ durch feines Dinkelmehl ersetzt habe, was Backergebnis und Geschmack keinen Abbruch getan haben.

 

Alles in allem ist dieses „Kunstwerk“ nicht nur ein wunderschönes Buch zum Abtauchen in die Welt der Bäckerei, sondern auch ein Ideengeber (wenn das Rad auch nicht immer neu erfunden wurde ;)) und besonders auch ein Geschenketipp, denn die Aufmachung macht das Buch wirklich zu etwas Besonderem... bei mir steht es jetzt im offenen Regal als Hingucker.

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.