Ein Garten in Cornwall

Roman von Liz Fenwick, erschienen Sommer 2016 im Goldmann Verlag, 480 Seiten, Taschenbuch/Paperback, ISBN 978-3-442-48440-9

 

Ein beruflicher Tiefschlag, dazu ein respektloser Freund und der Verlust der Mutter – drei gute Gründe, sich eine Auszeit zu nehmen... auch wenn Demi dies erst mal nicht ganz so freiwillig tut. Doch die Turbulenzen am Buchanfang sind erst der Beginn einer ereignisreichen Reise zu Demi`s Großvater, einem alten herrschaftlichen Anwesen, einer widerspenstigen Witwe und einem australischen Gärtner. Klingt alles ein wenig konfus? Ja, ist es auch – dieser Roman beschreitet mehrere Wege: einmal die wachsende Beziehung von Demi zu ihrem Großvater, mal ihre Begegnung mit Boscawen und deren MitbewohnerIn, ebenso ihre aufkeimende Freundschaft zu einer Seconhand-Boutique-Besitzerin... dazu kommt dann noch die Geschichte der Vergangenheit, in welcher ihre Mutter eine große Rolle spielt. Dann haben wir die Witwe Victoria, deren Leben wir vor und nach dem Tod ihres Mannes begleiten und nicht zu vergessen sei Sam, der Gärtner aus Australien... viele Wege führen zum Ende, manche geradlinig, manche verwoben. Aber mehr zum Inhalt mag ich gar nicht erzählen, da sonst die Spannung raus ist.

 

Denn die Spannung wird getragen von diesen verschlungenen Wegen... die mich ehrlich gesagt nicht besonders gepackt haben. Ja, das Buch lässt sich gut lesen, aber meines Erachtens „plätschert“ der Roman vor sich hin und nimmt mich nicht in die Geschichte mit rein. Manches erscheint mir ein wenig langatmig geschrieben (spontan fällt mir die Situation der Testamentsverlesung ein), manches ist aber auch bildlich schön ausgeführt (z.B. die Mythen rund um „Men an Skawenn“). Die Autorin versucht zwar, uns in die Beweggründe der Protagonisten hineinzuführen, aber ich habe das Gefühl, die Erklärungen sind sehr oberflächlich.

 

Mir persönlich wurden in diesem Roman zu viele Themen „abgearbeitet“ und so wurde die Chance vertan, diese Geschichte einzigartig in Cornwall anzusiedeln... für mich könnte die Geschichte auch in Südfrankreich oder in Bayern stattfinden. Sehr schade, aber diese Neuerscheinung hat mich leider nicht überzeugt.

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.