Ein Jahr auf dem Land

Roman von Anna Quindlen, erschienen Februar 2017 im Penguin Verlag, Taschenbuch, 320 Seiten, ISBN 978-3-328-10014-0

 

 

Bereits 2014 erschien dieser Roman in den USA und das Werk der amerikanischen Schriftstellerin war damals sehr erfolgreich. Umso neugieriger war ich daher, als im Februar 2017 der Penguin Verlag diese Geschichte rund um die erfolgreiche Fotografin Rebecca Winter auf den deutschen Markt brachte.

 

Viel Lob hat diese Geschichte zwischenzeitlich bekommen... aber bei mir ist die Begeisterung ausgeblieben – warum?

 

Nun, die Geschichte ist interessant, das gebe ich offen zu: Rebecca Winter lebt nach Scheidung, Auszug des erwachsenen Sohnes und einer erfolgreichen Karriere, die langsam bergab geht, mittlerweile am Rande der Armut. Sie kann kaum noch die Heimkosten ihrer Mutter noch eine Unterstützung für ihren Sohn zahlen und beschließt, ihre Wohnung in New York zu vermieten und sich selbst eine „Auszeit“ auf dem Land zu geben – mit Waschbären, Streunerhund, wilden Vögeln, Bettwanzen... und netten Bewohnern wie z.B. Dachdecker Jim Bates, Clown „Tad“ Theodore Brinks und die Cafebesitzerin Sarah Ashby.

 

Auch sprachlich schafft es die Autorin, lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Nicht blumig, sondern klar erzählt sie die Geschichte... aber leider so konfus durch div. Zeitwechsel, dass ich oftmals Schwierigkeiten oder auch keine Lust mehr hatte, dem Ganzen zu folgen.

 

Ohne erkennbare Unterscheidung springt sie von der Gegenwart im nächsten Satz in die Vergangenheit – mal in die Kindheit, mal in die berufliche Vergangenheit, mal in die geschiedene Ehe... das mag ja vielleicht zu dem verwirrten Kopfkino von Rebecca Winter passen, erfordert aber von dem Leser all sein Konzentration ab... und hat mich irgendwann dazu veranlaßt, manche Passagen nur noch zu überfliegen, um den Anschluss der eigentlichen Geschichte nicht zu verpassen.

 

Ein Wohlfühlbuch ist etwas anderes für mich... und da ich Romane gerne als Entspannung und „Kopf freiräumen“ lese, hat der Roman leider eher das Gegenteil erreicht und mich daher nicht begeistern können...

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.