Eiszeit

von Shelly Kaldunski, erschienen März 2017 im Südwest Verlag, gebundene Ausgabe, 112 Seiten, ISBN 978-3-517-09531-8

 

Passend zu den derzeit 30 °C Sonnenschein-Temperatur habe ich mir das neu erschienene Rezeptbuch „Eiszeit“ ein wenig näher angeschaut und muss sagen, es ist ein gelungenes Buch:

 

Auf den ersten Blick ist das Buch ansprechend gestaltet. Schöne Fotos, appetitlich arrangiertes Eis – hier erkennt man die Foodstylistin Shelly Kaldunsky – und übersichtlich gestaltete Themenbereiche machen aus dem an sich recht dünnen Buch ein interessantes. 50 Rezepte klingen nach nicht viel, da die Autorin aber Alternativen anbietet, kann man sich aus einem Rezept mehr als nur eine Variante aussuchen.

 

Das Buch beginnt mit einer informativen Einleitung über die Eissorten, worin die Unterschiede liegen, einem Eis-ABC und dem richtigen Werkzeug. Dann gibt es eine Einweisung in die Zubereitung der Grundmasse, Lagerung und wie man am besten serviert. Es lohnt sich schon jetzt, in die grafisch abgeteilten Tipps am Rande jedes Kapitels zu schauen, denn „wie viel Zucker macht das Eis zu weich“ oder „Was sorgt für zusätzliches Aroma“ ist hilfreich. Toll ist die folgende Zusammenfassung von Mischungen, die sich oftmals auch als Topping verwenden lassen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

So gut vorbereitet, kann man sich an die kommenden Kapitel machen. Die vorab beschriebenen, verschiedenen Eissorten bekommen nun „Geschmack“, indem uns die Autorin verschiedene Rezepte vorstellt. Übersichtliche Zutatenliste, gut verständliche Zubereitungsanleitung, Tipps & Varianten, dazu ein leckeres Produktbild – fertig ist das ansprechende Rezept und verführt zum Ausprobieren.

 

So bekommt man div. Rezepte für Creme- und Softeis, Frozen Joghurt, Milch- und normale Sorbets wie auch Granitas präsentiert... wobei ich besonders das weitere Kapitel über Waffeln, Saucen und Toppings sehr interessant finde: glutenfreie Waffeltüten, Waffelcrepes, verschiedene Saucen und – mein Highlight – selbstgemachte Zuckerstreusel werden uns vorgestellt.... lecker!

 

Abschließend folgen weitere Kapitel über „wie fülle ich einen Eisbecher“, Eisshakes & Co... allerdings empfinde ich diese als überflüssig und „buchfüllend“, was ich sehr schade finde. Ok, die Milch-Shakes hätte man vor die Toppings setzen können, aber das Kapitel mit dem gefüllten Eisbecher hätte man meines Erachtens weglassen können und trotzdem wäre das Buch eine runde Sache.

 

Fazit: leicht verständlich & übersichtlich gestaltet, alltägliche Zutaten, interessante Ideen & Tipps, tolle Bilder – das Buch bietet sowohl Alltagsrezepte wie auch ausgefallene Eissorten für den „Gourmetgaumen“. Man sollte sich von den „nur“ 50 Rezepten nicht irritieren lassen, denn aufgrund der Tipps und Varianten, die einem geboten werden, kann man viel mehr aus den Rezepten machen und das gefällt mir sehr.

 

Wer bereits eine Eismaschine hat oder sich eine zulegen möchte – alle Rezepte basieren auf der Möglichkeit, Eis in der Maschine zuzubereiten – sollte in das Buch mal reinschauen. Viel Spaß beim Eis-Schlecken :-)

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.