Limonaden selbstgemacht

Rezeptbuch von Gerhard Praun, erschienen April 2017 im Bassermann Verlag, gebundenes Buch/Pappcover, 80 Seiten, ISBN 978-3-8094-3595-2

 

Passend zum Sommer, der sich ja jetzt schon mit ordentlich Sonnenschein angekündigt hat, bringt der Bassermann Verlag ein neues Limonaden-Buch heraus. Eigentlich ist es ja eher ein „Nachfolger-“Buch, denn von Gerhard Praun, dem Bartender aus München und Vater von 6 Kindern gibt es bereits ein solches Buch. Dieses hier wurde aufgearbeitet und vor allem versucht, dem Wunsch gerecht zu werden, auch mal Zuckerersatzstoffe oder „weniger süß“ zu verwenden.

 

Limonade selbst machen geht eigentlich recht zügig, wenn man die Grundstoffe bereits hat. Und so zeigt uns der Autor zu Anfang, wie man für seine „3-S-Formel“ den Sirup und die Säfte herstellt, um sie dann mit Sprudelwasser zu einer leckeren Lieblings-Limo zu vermischen.

 

Als nächstes folgen die Rezepte, mal traditionelle wie Orangenlimo, mal etwas ausgefallenere wie Wassermelone-Gurken-Limo oder Pfirsich-Melba-Limonade. Jedes Rezept ist aufgeteilt in die Zubereitung von Sirup und Zubereitung der Limonade; übersichtlich sind auch die Zutaten dargestellt und man erfährt, wieviel Liter letztendlich daraus werden. Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Fotos, welche von Karl Newedel (einem bekannten Foodstylist und Fotograf) gemacht wurden. Als kleine Anmerkung gibt es auch den ein oder anderen Tipp, wie man z.B. aus der Limonade ein alkoholisches Mixgetränk machen oder den Sirup durch einen anderen Geschmack ersetzen kann.

 

Weitere Tipps gibt es auch in bunten Blasen am Ende des Buchs, bevor in einer wirklich sinnvollen Liste aufgezeigt wird, welcher Sirup in welche Limonade passt – bereitet man oftmals doch mehr Sirup vor als man für ein Getränk braucht und muss den Rest dann innerhalb von 2 Wochen aufbrauchen.

 

Grundsätzlich finde ich das Buch wirklich gut: die Aufmachung ist ansprechend und man bekommt sofort Lust, in dem Buch zu blättern und dann in der Küche loszulegen. Die Fotos setzen die verschiedenen Rezepte lecker in Szene. Das Schriftbild ist modern, nicht zu bunt, aber doch schön aufgelockert und leicht lesbar – auch für den schnellen Blick, wenn man zuckerrührend am heißen Topf steht.

 

Aber mir fehlen Rezepte für kleinere Portionen, denn die Angaben beginnen mit 1,5 Liter, viele auch mit 2 oder gar 3 Liter. Auch werden Zutaten verwendet, die nicht immer greifbar sind (insbesondere wenn man auf dem Land lebt und nur auf einen Online-Foodshop zurückgreifen kann für Senfsamen, Waldmeister & Co). Außerdem wünsche ich mir mehr Limos mit Zuckerersatzstoffen... das wäre meines Erachtens auch wirklich was Neues und „up to date“.

 

Daher ist mein Fazit zwiegespalten: die Aufmachung finde ich klasse, als Ideengeber mag ich auch wieder in das Buch reinschauen und für Anfänger, die sich das erste Mal an die eigene Limonade wagen, ist dieses Buch sicherlich ein tolles Starterbuch. Aber aufgrund der fehlenden „zuckerfreien“ Limorezepte und der großen Herstellungsmengen haut mich das Buch nicht ganz vom Hocker... daher mein Tipp: mal reinschauen und überlegen, ob es zu einem passt... und dann Prost!

  

 

 

 

 

 

Wer dem Bartender Gerhard Praun mal beim Limonadenherstellen über die Schulter schauen möchte, kann HIER klicken ;) und gelangt ins SWR Buffet mit einem Interview aus 2016.

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.