Nicht ganz leicht

von Elizabeth Horn, erschienen Oktober 2017 im Montlake Romance Verlag, Paperback, 252 Seiten, ISBN 978-1-503939530

 

Nachdem ihr erstes Buch „Ziemlich schwerwiegend“ (meine Rezension dazu findet ihr hier) ein richtiger Bestseller wurde, hat sich Elizabeth Horn entschlossen, aus der Geschichte rund um Clara & Carl die „Eine schwerelose Liebe“-Reihe zu machen. Teil 2 ist nun gerade mit „Nicht ganz leicht“ erschienen und am Buchcover lässt sich sofort die Verbindung zu Band 1 erkennen: wieder sieht man einen Kuchen; dieses Mal hält das Leben bzw. die Autorin einen Zitronenkuchen bereit ;)

 

Clara hat mittlerweile ihren Konditormeister Carl geheiratet. Sie ist ganz in dessen Familie integriert und beide haben sich einen gemeinsamen Freundeskreis geschaffen, die „Hartmuts Eleven“. Und damit wir LeserInnen nicht im Alltagssumpf versinken, gibt es viele neue, große & kleine (Achtung – Spoiler!) Ereignisse wie die Geburt der kleinen Nichte Clara, liebevoll auch Meisje genannt, die Preisverleihung, bei der es ein Wiedersehen mit Exmann Sebastian gibt und der verzwickte Kampf gegen eine Heiratsschwindlerin. Wir dürfen wieder alle ins Herz geschlossenen Figuren aus dem ersten Teil begrüßen und lernen ein paar Neue kennen.

 

Dabei macht es einem der humorvolle und lockere Schreibstil von Elizabeth Horn leicht, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Anders als im ersten Teil erscheint mir dieses Buch spannender und so manche Geschichte auch unerwarteter. Ich habe mich manchmal wie in einem Labyrinth gefühlt, in dem es viele Sackgassen gibt, aber nur einen Ausgang – passend dazu das Beispiel, als sich Clara mit Annette, der Bäckereifachverkäuferin, unterhält und diese plötzlich aus ihrem Leben berichtet... eine Sackgasse, aber man geht diesen Weg gerne, um dann doch zu merken, dass er einen in der eigentlichen Geschichte nicht weiterführt.

 

Ja, es passiert viel in dem Buch und das macht Teil 2 so liebenswert. Man fiebert mit, wenn Familie und Freunde an den ersten selbständigen Schritten der kleinen Carlchen verzweifeln und man möchte dem verliebten Bäcker gerne einen Schubs geben, damit er nicht nur täglich die Post entgegen nimmt... ach, es ist wirklich schön, in die neuen Ideen der Autorin einzutauchen.

 

Man merkt, dass sie ihre Figuren liebt und ich hoffe, dass wir sie auch im 3. Teil (den es hoffentlich noch gibt, liebe Elizabeth) wiedersehen werden. Dieses Buch hat mich jedenfalls emotional deutlich mehr gepackt als der erste Roman und mit einem seufzenden Bedauern habe ich die letzten Sätze gelesen... schade, schon vorbei!

 

Hoffentlich habe ich euch nun neugierig gemacht ;) dann wünsche ich euch viel Freude mit „Nicht ganz leicht“ - einem vieldeutigen Titel, den man gut und gerne für mehr als nur einen Erzählstrang in diesem Buch einsetzen kann... und wenn ich abschließend noch etwas anmerken darf: über ein Sternberg-Rezept am Ende des Buches hätte ich mich riesig gefreut – vielleicht jeweils angepasst an das jeweilige Kuchencover?

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.