Sommer in St. Ives - von Anne Sanders

 

erschienen Frühjahr 2016 im Blanvalet Verlag, 416 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-7645-0546-2

 

Die Autorin Anne Sanders lebt und arbeitet als Schriftstellerin und Journalistin in München. Ihre Leidenschaft ist das Lesen und das Reisen – besonders gerne auf die britische Insel zu den Wurzeln von Rosamunde Pilcher und der Küste Cornwalls.

 

Und genau hier finden wir uns im neusten Roman „Sommer in St. Ives“ wieder. Eine Familiengeschichte über 3 Generationen, viel Liebe, Chaos, Tragik und mit Humor – eine wunderbare Mischung, die ich gerne gelesen habe.

 

Warum sitzen 5 Menschen aus München in einem Flieger gen England? Weil die Großmutter zu einem 6-wöchigen Cornwall-Urlaub eingeladen hat. Man rätselt, ob es etwas mit dem Todes-Jahrestag des Großvaters zu tun hat oder einfach nur, weil die Großmutter einsam ist... den wirklichen Grund erfährt die Familie aber tatsächlich erst in einem typischen englischen Pub bei Livemusik (nein, liebe Leser – ihr erfahrt den Grund erst, wenn ihr eure Nase in das Buch steckt gg).

 

Und wenn man meint, in England ist das Wetter häufig schlecht bzw. schlägt riesige Kapriolen, dann lest mal weiter, denn der Wirbel, der nun in der Familie losgeht, steht dem berüchtigten englischen Wetter in nichts nach! Eine zickige ältere Schwester, die ihren Job zuhause in München nicht loslassen kann – eine überdrehte Mutter, die ebenfalls ein Geheimnis mit sich trägt und ihre Familie erst kurz vor Schluss einweiht – ein Vater, der eine wichtige Entscheidung vor Abflug getroffen hat und diese erst in Cornwall beim Bier seiner Tochter Lola erzählt – ein sensibler, künstlerisch begabter Bruder, der eigentlich noch der coolste der ganzen Familie ist und eben Lola, eine junge Frau mit Herz und vielen Selbstzweifeln, die sich nicht nur langsam in die wunderschöne Gegend Cornwalls verliebt, sondern auch in Chase – ein junger Mann „aus dem Ort“. Dazu ein geheimnisvolles Foto – eine geheimnisvolle Großmutter – eine geheimnisvolle Bildergalerie... der Roman ist gespickt mit liebevollen, spannenden und humorvollen Details, die nicht nur Pilcher-Fans so lieben, sondern auch ich, die ihr Herz schon in Kindertagen an die britische Insel verloren hat.

 

Locker leicht getragen wird die Geschichte durch den Erzählstil in der Ich-Form, mit dem uns Lola durch die Geschichte führt. Und damit der Roman nicht im Chaos versinkt, gibt es immer wieder Rückblicke, die im Schreibstil der Großmutter angepasst sind und zum Ende hin dem Trubel eine runde Vollendung geben.

 

Ja, ich mag den Roman „Sommer in St. Ives“: schon das Cover spricht mich an, obwohl es auch für einen Nordsee-Roman stehen könnte, aber einfach so herrlich romantisch ist. Das Buch gibt einem ordentlich Lesestoff und doch war ich traurig, als ich es zu Ende gelesen hatte. Ja, die Geschichte war abgeschlossen – aber in meiner Fantasie spielt die Geschichte weiter... Tagträumerin? Vielleicht ;) das behauptet ja auch die Autorin von sich... liebe Anne Sanders, ich freue mich auf Ihren nächsten Roman (wie sie verraten hat, spielt dieser dieses Mal in Schottland)!

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.