Wo die ungesagten Worte bleiben

Roman von Marie Jansen, Januar 2017 im Blanvalet Verlag erschienen, Taschenbuch, 416 Seiten, ISBN 978-3-7341-0324-7

 

 

Frühjahr 2016: die ergeizige Architektin Sabine bekommt von ihrem Chef einen Auftrag in Frankfreich. Sie soll ein altes Schloss in ein modernes Hotel umbauen. Was idyllisch klingt und wie eine wunderbare berufliche Herausforderung klingt, entpuppt sich als Chateau, welches tief in einem sagenumwobenen Wald, direkt an einem See liegt. Idyllisch oder angsteinflößend?

 

Auf jeden Fall bekommt Sabine nach und nach 3 Männer an ihre Seite: Jac, den fleißigen Handwerker, auf den sie sich immer verlassen kann. Sebastien, den studierten Historiker, welcher als Fremdenführer in der Gegend arbeitet und Nicolas, den Auftraggeber der Modernisierungsmaßnahmen. Mit zwei von ihnen erlebt sie bald eine Art Rückschau in Form von alten Filmen, die das Leben um 1940 auf dem Chateau zeigen mit all seinen Menschen und Geheimnissen...

 

Die Autorin hat einen wirklich spannenden Roman geschaffen, der durch kleine und große Überraschungsmomente lebt, so dass ich gar nicht weiter vom Inhalt erzählen möchte. Mich hat sowohl die moderne Sprache als auch die Thematik von Anfang an mitgenommen bzw. fasziniert. Marie Jansen schafft es, in meinem Kopf Bilder entstehen zu lassen – auch durch die raffinierte Abwechslung von Vergangenheit & Gegenwart.

 

Diese Abwechslung zeigt sich auch in der Thematik an sich: geht es in der Vergangenheit um das Thema Liebe, so taucht diese in der Gegenwart eigentlich gar nicht auf, was ich als sehr wohltuend empfinde. Es ist für mich viel spannender zu lesen, wenn es keine „gefühlsdusseligen Abschweifungen“ gibt, sondern der Leser bzw. die Leserin von neuen Geschehnissen rund um das französische Schloss überrascht wird.

 

Auf jeden Fall kann ich euch diesen Roman wirklich ans Herz legen. Dieses Buch ist eines, welches ich bestimmt noch mal lesen werde und mir auch eine Verfilmung gut vorstellen könnte... also viel Spaß damit!

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.