Beurer Schnarchstopper SL70

- mit Tagebuch - 

*Werbung* mit persönlichem Erfahrungsbericht

Wer gibt schon gerne zu, dass er schnarcht? Nun, ich nicht... aber für diesen Test oute ich mich: ich bin eine Schnarcherin!

 

Und daher kommt diese Testreihe wie gerufen für mich – und meine Familie: über einen längeren Zeitraum darf ich von der Firma Beurer den neuen „Schnarchstopper SL70“ aus der Reihe SleepLine ausprobieren. Diese „sanfte Schnarchtherapie“ sieht aus wie ein altmodisches Hörgerät und dient zur Reduktion von Scharchen. Es ist seit April 2017 auf dem Markt und wurde heuer schon mit dem RedDot-Award 2017 ausgezeichnet aufgrund seines Bedienkomforts, Funktionalität und hohen Qualität. Ich bin also neugierig!

 

Was sagt der Hersteller:

 

  • innovative Echtzeit-Erkennung von Schnarchen mittels Erfassung von Geräuschen und Körperschall

  • zur Reduktion von Schnacrchen durch Ton- und Vibratonsimpuls am Ohr

  • Zur Festigung der Atemmuskulatur und Veränderung der Liegeposition

  • Akku-Betrieb

  • Einstellung uns Auswertung in der „beurer SleepQuiet“-App (nur mit dieser App in vollem Umfang verwendbar)

  • Präzise Schnarchanalyse

  • Ermittlung der Schnarchlautstärke

  • Schnarchtagebuch

  • Impulsintensität einstellbar

  • inkl- 3 verschiedene Ohrstöpselgrößen

  • inklusive Ladekabel (USB und Steckernetzteil

  • 3 Jahre Garantie

  • kompatibel ab IOS 8.0 und Android 4.4

  • Produktmaße 50 x 10 x 60 mm; ca. 13 Gramm Gewicht

  • Akkulaufzeit 4 – 5 Tage; Ladezeit bis zu 3 Stunden

 

 

Wie funktioniert der Schnarchstopper (Herstellerangaben):

 

Der SL 70 wird am Ohr befestigt (entweder links oder rechts). Während der Nutzung prüft der Schnarchstopper, ob es Schnarchgeräusche gibt. Zusätzlich werden durch das Schnarchen Schwingungen im Kopf ausgelöst, die von dem SL70 erkannt werden. Sobald der SL70 Geräusch und Schwingungen erkennt, beginnt er Impulse an das Ohr zu senden. Diese bestehen aus einem Ton oder einem Ton & Vibration. Die Intensität steigert sich von einem niedrigen Niveau bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. Als Reaktion festigt sich die Halsmuskulatur (als Gegenreaktion zum erschlafften Gaumensegel) und die Atemwege öffnen sich. Die Atmung beruhigt sich – der Stresspegel sinkt – und die Schnarchlaute nehmen ab. Zusätzlich kann es zu einer unbewußten Veränderung der Liegeposition kommen. Langfristig wird so die Rachenmuskulatur trainiert und gestärkt.

 

Die App „beurer SleepQuiet“ hat folgende Funktionen (Herstellerangaben):

 

  • eine detaillierte Schnarch-Analyse inkl. Schnarchern pro Stunde, Aufzeichnungsdauer und Ermittlung der Schnarchlautstärke

  • Kalender mit Schnarchtagebuch

  • Auswertungsansicht (Tage/Wochen/Jahr)

  • Einstellbare Impulsintensität und Empfindlichkeit

 

Mein erster Eindruck:

 

Auch wenn die Verpackung an sich unwichtig ist, so finde ich es angenehm, dass der Schnarchstopper gut geschützt in einer Lage weichem Schaumstoff liegt. Hierdurch bekommt er zwar Fussel, die an den gummierten, weichen Geräteteilen hängen bleiben, er kann aber auch gut gelagert werden. Ladekabel und weitre Ohrstöpsel sind separat verpackt. Eine gut verständliche und vor allem fehlerfreie Bedienungsanleitung liegt für mehrere Sprachen bei.

 

Der Schnarchstopper selbst sieht aus wie ein altmodisches Hörgerät, hat am Kunststoffende einen Einschaltknopf und zwei Leuchten (eine für Bluetooth und eine Betriebsanzeige). An dem weichen Teil befindet sich der abnehmbare Silikon-Ohrstöpsel, der ein kleines Loch für den Ton hat.

 

Das Gerät lässt sich einfach um die Ohrmuschel legen und dreht sich fast wie von selbst in das Ohr hinein. Ich hatte beim ersten Anlegen keinerlei Probleme und das Gerät passte sofort. Allerdings muss ich dazu meine Brille ausziehen, da der breite Brillenbügel stört und zusätzlich drückt.

 

Anfänglich habe ich das Gerät kaum gemerkt und beim Tragen in der Wohnung fast vergessen – nur das „wenig Hören“ auf dem Ohr hat mich daran erinnert, dass ich das SL70 trage. Im Laufe der Nacht merkte ich allerdings immer mehr einen recht unangenehmen Druck hinter der Ohrmuschel – naturgemäß besonders dann, wenn ich – trotz gut gepolstertem Kissen – auf der Seite lag, an welcher ich das SL70 befestigt hatte. So stand ich morgens mit einem geröteten Ohr auf (Empfinden am ersten Tag, der Hersteller empfielt eine Eingewöhnungsphase von bis zu 7 Tagen)... wie es sich in den kommenden Tagen zeigt, erfahrt ihr in meinem „Schnarchtagebuch“ (siehe Link), um die Wirksamkeit des Gerätes zu demonstrieren.

 

Vor dem ersten Einsatz habe ich das Gerät geladen und in dieser Zeit die App runtergeladen, welche einfach über den Google-Store kostenlos zu bekommen ist. Das Installieren funktionierte einwandfrei – die Verbindung zwischen Smartphone und Schnarchstopper kam sofort nach Aktivieren der Bluetooth-Funktion zustande und blieb während der Anwendung – Einstellungen ausprobieren bzw. nach der ersten Nacht Datentransport von SL70 zur App – erfreulich stabil.

 

Allerdings fiel mir auf, dass bereits nach der ersten Nacht der Akkustand des SL70 von 100% auf 64% gefallen war... da frage ich mich nun, wie das Gerät laut Herstellerangaben zwischen 4 – 5 Tagen funktionsfähig sein soll?

 

Hier geht es zum Schnarchstopper TAGEBUCH

 

 

Wie war denn nun die erste Nacht? Ich wurde immer wieder von einem etwas höheren, aber nicht unangenehmen Ton und leichtem Vibrieren geweckt, wobei ich nur das erste Mal wirklich erschrocken bin und richtig wach lag. Da ich aber so müde war, schlief ich recht schnell wieder ein... und erlebte Ton/Vibration noch häufiger – irgendwann eher im Unterbewußtsein, als ob ich mich daran gewöhnt hätte... ich wechselte dann auch die Schlafposition (das habe ich dadurch gemerkt, dass ich durch den unangenehmen Druck, welches das Gerät hinter meinem Ohr durch das Draufliegen erzeugte, wach wurde), schlief dann aber wieder gut ein und die Auswertung durch die App zeigt, dass ich dann auch ruhig geschlafen habe. Ich fühlte mich morgens nach 7.30 Stunden Schlaf richtig erholt und wach.

 

Die Auswertung zeigte, dass ich eine Anteil von 77 % schnarchfreie Zeit habe, allerdings war der lauteste Schnarcher 81 db laut (so laut wie Straßenverkehr)! Die App zeigt mir die Schnarchzeiten an und mir fiel auf, dass ich zu der Uhrzeit, an welcher ich oft „automatisch“ aufwache, auch am lautesten geschnarcht habe, also mein Körper den höchsten Stresspegel hatte und so vermutlich automatisch oft um diese Zeit aufwacht... ich bin gespannt, ob sich meine Vermutung die nächsten Tage bestätigt. Auf jeden Fall ist diese Analyse (wenn auch laienhaft) sehr interessant.

 

Fazit nach dem ersten Einsatz:

 

Positiv: wertiger erster Eindruck, einfache Bedienbarkeit, leichtes Anziehen des Geräts, leichte App-Bedienung

 

Negativ: Fussel an weichem Geräteteil, unangenehmer Druck nach erster Nacht und gerötetes Ohr, Funktion „Atemaussetzer“ fehlt in App.

 

Nach einigen Tagen Einsatz muss ich sagen, hat mich der Schnarchstopper bislang nicht überzeugen können:

 

Insbesondere der enorme Druck auf die Ohrmuschel und die damit verbundenen starken Druckschmerzen am Morgen (pelziges Gefühl, starke Rötung, angeschwollen und heiß) machen das Tragen für mich nicht besonders angenehm. Wobei es wirklich daran zu liegen scheint, dass das Gerät an sich recht dick und wenig "weich" ist - denn der innere Teil ist angenehm und drückt auch nicht.

 

Ist das Gerät für Männerohren gemacht?

 

Mal davon abgesehen fehlt mir ein Signalton, dass das Gerät in Funktion steht (angeschaltet ist) - siehe Tagebucheintrag (Tag 2). 

 

Fazit nach knapp 3 Wochen:

 

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich in den knapp 3 Wochen nicht jede Nacht den Schnarchstopper getragen habe. Warum? Weil mir das Ohr weh tat - spätestens nach 2-3 Nächten musste ich eine Tragepause machen. Auch das Wechseln des Silikonpfropfen (auf die kleine Ausführung) hat nicht geholfen. Ich wurde manchmal durch die Ohrschmerzen wach, was ja nicht Sinn des Geräts ist, oder?

 

Nach der Testphase kann ich keine Verbesserung meine Schnarchverhaltens feststellen. Allerdings habe ich auch mit verstopfter Nase zu kämpfen (jedenfalls minimal bis mittelmässig) und werde daher den Test nochmals zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen. Wobei die Druckschmerzen am Ohr nicht wegzureden sind...

 

Auch ist mir aufgefallen, dass der Akku des Gerätes nicht die 4 - 5 Nächte hält, die der Hersteller versprochen hat. In meinem Test ist das Gerät in der 3. Nacht mittendrin einfach ausgegangen, weil die Akkuleistung zu niedrig war.

 

Und ebenso ist mir in der App aufgefallen, dass sie Schnarcher anzeigt, obwohl das Gerät gar nicht getragen wurde - aber an war. So habe ich mal testweise das Gerät nachmittags ein paar Stunden angelassen, auch mal von links nach rechts gelegt ;) aber nicht am Ohr getragen. Und die App zeigt mir sowohl Schnarcher an als auch einen Anteil von 42% schnarchfreie Zeit?! Wie kann das sein?

 

Somit ist mein momentanes Urteil: die Idee ist klasse, aber am Tragekomfort, Akkuleistung und App sollte noch gearbeitet werden.

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.