Mit dem Pupertier auf Tour

Pickel, Pannen, Probleme - wenn Eltern peinlich werden und Kinder plötzlich nicht wieder zu erkennen sind... herzlichen Glückwunsch! Dann haben Sie "Pupertiere" im Haus! Im Rahmen einer Bloggertour stellen 8 BloggerInnen ihre Erlebnisse rund um die eigene Pupertät bzw. Pupertiere in unterhaltsamen Berichten vor... Viel Spaß!

 

 

Wollt ihr alles über Pupertiere wissen? Weibliche und männliche? Dann schaut doch mal in unsere Bloggertour... und wenn ihr dann noch nicht genug davon habt, dann freut euch auf das tolle Buch (das gibt es sogar auf der Tour zu gewinnen!) oder den aktuellen Kinofilm, welcher zur Zeit im Kino läuft – viel Spaß!

 

Diese 8 Blogs begleiten zur Zeit das „Pupertier“:

 

25.07. Popcorn & Coke mit Sonja

26.07. Hormon Talk mit Svenja

27.07. Pubertiers Mix-Tape von Sharon

28.07. „Schummeln heute“ mit Anna-Maria

29.07. Das weibliche Pubertier bei Wencke

30.07. Mein Poisiealbum hat Sandy

31.07. Jungshumor & Mädchengekicher bei Kathrin

01.08. Guru im Labor bei Tamara

 

 

Jungshumor und Mädchengekicher

 

Es war einmal... eine Familienfeier zu Ehren des 85 jährigen Großvaters. Die gesamte Familie saß gemütlich am großen Tisch und unterhielt sich angeregt bei Kaffee & Kuchen. Ok, es unterhielten sich vor allem die Erwachsenen und die Kleinsten – alle mit ihren verbalen Möglichkeiten... die Teenager saßen stumm bis gelangweilt dazwischen und widmeten sich mit bewundernder Intensität ihrem Apfelkuchenteller. In einem Moment der Ruhe hörte man plötzlich eine leise, leicht gebrochene Stimme: „An einem Baum hängen zwölf Äpfel. Fritzchen holt sich einen runter... wie viele Äpfel hängen jetzt nun noch am Baum?“ - ein erwartungsvoller Blick kreist in der Runde - „Na, 12!“ Und alle männlichen Teenager am Tisch fangen lauthals an zu lachen, während die Mädchen mitkichern und die Ältesten nochmals beim Sitznachbarn nachfragen, was denn der 15-jährige Enkelsohn gerade gesagt habe.

 

Bei der Vorbereitung zu diesem Artikel saßen meine Schwester und ich – sie Mutter von Jungs, ich Mutter von Mädels – schmunzelnd zusammen und unterhielten uns über die Unterschiede von Jungs- & Mädels-Humor, als uns diese Situation einfiel... für uns ist sie ein typisches Beispiel, wie unterschiedlich der Humor von männlichen und weiblichen Pupertieren ist.

 

„Steht ein Pilz im Wald, kommt ein Hase, sagt: „Prost“ und trinkt es aus.“ - Ja, die Jungs meiner Schwester, beide im besten Pupertier-Alter, unterhalten ihre Familie fast täglich mit diesen Gassenhauern. Zuhause selbstbewußt und laut... auf fremden Terrain eher schüchtern und zaghaft – aber mit deftiger Pointe! Und meine Schwester gibt mir gleich noch ihren Lieblingswitz zum Besten, mit dem ihr Sohn immer ein Lachen auf die Lippen seiner Mutter zaubert: „Was macht eine Bombe im Bordell? Puff!“

 

Wenn ich nun über die typische Pupertier-Zeit meiner großen Tochter nachdenke – bei der Kleinen habe ich es noch vor mir ;) - dann fällt mir wirklich kein typischer Mädchenwitz ein. Und auch auf Nachfrage bei meiner Großen und ihrer besten Freundin seit Kinderzeiten kommt nur die Antwort „Mama, dazu fällt uns nix ein!“... haben sich die Mädels früher also keine Witze erzählt? Vermutlich schon, aber gekichert haben sie eher über die Witze oder das lustige Verhalten anderer... denn wer kennt nicht die rudelartigen Bewegungen Richtung Disco-/Party-WC, um sich dann vor dem Spiegel noch mal schnell aufzuhübschen und kichernd die aktuellsten News in Sachen Jungs oder Gerüchteküche auszutauschen?

 

Tja, es scheint also definitiv Unterschiede im Jungs- und Mädelshumor zu geben: während Jungs sich eher deftig und mit Sprüchen auch mal selbst auf die Schippe nehmen, stehen Mädels im Rudel kichernd beieinander und lassen sich über das reale Leben aus.

 

 

Ihr werdet euch nun fragen, wie ich überhaupt auf dieses Thema gekommen bin? Nun, im Rahmen der Bloggertour habe ich das Buch zum Film „Das Pupertier“ von Jan Weiler (erschienen Juli 2017) gelesen und musste so oft an meine eigene Pupertät denken bzw. fand mich in so mancher Situation als Elternteil eines Pupertiers in dem Buch wieder.

 

Denn Jan Weiler nimmt sich selbst mit einem ordentlichen Schuss Ironie und Selbstkritik in einer treffenden Schreibweise auf die Schippe. Er reflektiert nicht nur das Verhalten seiner Tochter und im weiteren Verlauf auch seines Sohnes, der wenige Jahre nach der Tochter ebenfalls zum Pupertier mutiert. Der Autor geht „im Pupertierlabor“ auch ganz intensiv diversen Verhaltensweisen auf den Grund und hat mich beim Lesen mehr als nur einmal lauthals zum Lachen gebracht.

 

Bei Tochter Carla schmunzelte ich noch über Shoppingerlebnisse, Diskussionen über Alcopops und Elternverein... bei Sohn Nick holten mich die Erinnerungen ein beim Thema „Happy Meal ist etwas für Kinder! Ich bin jetzt erwachsen!“ Ich frage mich: hat der Autor immer sein Notizbuch dabei und notiert sich schnell all die Alltagssituationen für sein nächstes Buch?

 

Ich bin jedenfalls froh, „Das Pupertier – Das Buch“ gelesen zu haben und fühlte mich zeitweise wie beim Lesen meines Tagebuchs. Wer lauthals lachen oder verschämt mitkichern möchte, der darf gerne auch in dieses zauberhaft gestaltete „Buch zum Film“ reinschauen... und mir dann die Frage beantworten, ob die rosa Tupfen auf den Festeinband eher ein mädchenhaftes Muster oder Pupertätspickel sein sollen... na, wer traut sich?

 

 

"Das Pupertier" - Das Buch (Band 1 und 2 zum Film), von Jan Weiler, erschienen Juli 2017 im Kindler Verlag, 304 Seiten, Festeinband und Pappschuber, ISBN  978-3-463-406985

 

Das Gewinnspiel

 

Wollt ihr nun selbst in das Buch reinschauen? Dann macht doch mit bei dem Gewinnspiel auf den anderen Blogs – die Liste findet ihr oben ;) Ich wünsche euch viel Glück und drücke jedem meiner LeserInnen die Daumen. Denn es gibt 2x1 Print-Exemplar „Das Pupertier“ Buch zum Film zu gewinnen.

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.