DeLonghi Design-Filterkaffeemaschine „Clessidra“

*Werbung / Erfahrungsbericht mit Leihgerät*

„Kind, mir ist dein Kaffee zu stark. Kannst du mir nicht einen Filterkaffee machen?“ Dies höre ich regelmässig sowohl von meiner Mutter als auch meiner Schwiegermutter – beide mögen Kaffee gerne, bevorzugen allerdings den milden gefilterten Kaffee. Bislang habe ich dann meinen Porzellanfilter aus den Schranktiefen hervorgezaubert und den Kaffee für die beiden per Hand aufgebrüht... was bekanntlich einige Zeit in Anspruch nimmt. Warum ich bislang keine Filterkaffeemaschine für solche Zwecke habe? Weil mir a) das Design der meisten Kaffeemaschinen nicht gefällt und b) ich selten einen wirklich guten Filterkaffee – verglichen mit der Hand-Brüh-Methode – getrunken habe.

 

Nun wurde mir als Leihgerät die DeLonghi „Clessidra“, eine Filterkaffeemaschine mit einer „Reddot Design Award“-Winnerauszeichnung 2018, zu Testzwecken zur Verfügung gestellt und diese möchte ich auch euch ein wenig genauer vorstellen:

 

Erst einmal die wichtigsten Daten auf einen Blick (gem. Herstellerangaben):

 

  • Leistung: 1800 Watt

  • äußere Abmessungen, ca: 190 x 280 x 330 mm

  • Kapazität: rund 1,25 Liter

  • Tassen: 10 Tassen

  • Kanne: Glaskanne (spülmaschinenfest)

  • Filter: Papierfilter

  • Brühtemperatur: zwischen 92° - 96°C

  • Antitropfsystem

  • Warmhalteplatte (ca. 40 Minuten) mit automatischer Abschaltung

  • Entkalkungshinweis

 

Weitere Anmerkungen von mir:

 

  • Schalter: kein eigener An/Ausschalter; wird über die beiden Brühmethodenschalter bedient

  • Filter: es passen Melitta Papierfilter Gr. 102

  • Düsen: 5 Wasserdüsen oberhalb des Filters

  • Filter: einsetzbar, nicht schwenkbar

  • Deckel Glaskanne: nicht abnehmbar

  • diverse Signaltöne (Anschalten und Brühende)

 

Als erstes fällt nach dem Auspacken natürlich das wirklich schicke Design auf. Die Maschine hat eine trichterförmige, sehr große Glaskanne, die bei 10 Tassen Kaffee nicht ganz gefüllt ist und so sehr modern wirkt. Die moderne Optik wird durch abgesetzte Mattierungen und glänzende Teile wunderbar herausgearbeitet.

 

Der Wasserboiler sitzt oben on Top auf der Glaskanne und bietet einen Rundumblick auf die Heizplatte. Wenn man die Maschine anschaltet, tanzen nach wenigen Sekunden die Wasserblässchen auf dieser Platte, was nicht nur für die Kids ein kleines Spektakel war ;)

 

Der Kunststofffilter – leider kein Permanentfilter – findet zum Befüllen Platz in der mitgelieferten Kunststoffhalterung. Es passen die Papierfilter von Melitta, Gr. 102, hinein. Dann wird der Filter direkt in die Glaskanne eingesetzt und der Kannendeckel geschlossen.

 

Nun muss man die Kanne genau in die Maschine einsetzen: der Kannengriff muss gerade nach vorne zeigen, damit der Druckknopf im hinteren Teil der Maschine aktiviert wird. Nur dann funktioniert die Maschine; setzt man die Kanne schräg ein, passiert nix ;)

 

Nun hat man die Wahl zwischen zwei Knöpfen – den einzigen an der Maschine: einmal die „Pour Over“-Methode, angezeigt durch 3 Wassertropfen auf dem Knopf – und die „normale“ Zubereitung, welche vom Hersteller „zertifizierte ECBC Brühtechnologie“ genannt wird. Es heißt aber nix anderes als eine Zubereitung wie bei anderen Filtermaschinen auch: das Wasser läuft beständig in die Kanne.

 

Bei der „Pour-Over“-Methode wird das Wasser schwallartig in den Filter gegeben und dann auch weiter in die Kanne geleitet, was meines Erachtens einen minimal intensiveren Geschmack ergibt. Aber mal ganz ehrlich: meine Filterkaffee-Testerinnen und „Nur“-Filterkaffeetrinkerinnen haben den Unterschied nicht bemerkt ;)

 

Macht die Maschine Geräusche? Ja, wenn auch meiner Meinung nach wirklich minimal: sie piepst einmal beim Anschalten – dies funktioniert übrigens direkt über die jeweilige Brühwahltaste – und nach Beendigung des Kaffeebezugs 3 mal. Außerdem „klackert“ sie, wenn sich das Tropfventil am Filter öffnet. Das war`s aber auch schon...

 

 

 

Möchte man den Kaffee nun aus der Kanne gießen, muss man erst den Filter entfernen. Praktischerweise stellt man ihn zum Abkühlen in die mitgelieferte Halterung. Hier tropft nix, da der Filter das bereits erwähnte Tropfventil mit einer Silikonplatte hat. Diese sollte man übrigens regelmässig sauber machen, sonst klebt sie und „klackert“ dann noch mehr. Das Reinigen ist allerdings etwas umständlich, da sich das Ventil nicht richtig öffnen oder gar abnehmen lässt.

 

Also: Filter entnehmen, Deckel schließen (Achtung, er hat keine Sperre, so dass man ihn ohne Probleme aus Versehen in die Kanne drücken könnte) und dann kann man den Kaffee ausschenken. Die Kanne ist schön griffig und ist auch alleine ein Hingucker – z.B. auf einem Stövchen auf der Kaffeetafel. Man kann den restlichen Kaffee aber auch in der Maschine warmhalten; dazu einfach diese nicht ausschalten – sie geht automatisch nach rund 40 Minuten aus.

 

Noch ein Wort zur Reinigung: Der Wasserbehälter ist nicht abnehmbar und muss ausgewischt werden. Das ist recht umständlich, denn es bleibt doch recht viel Wasser im Glasbehälter zurück. Wischt man ihn nicht aus, entstehen unschöne Wasserflecken; insbesondere, wenn man den gut passenden (abdichtenden) Deckel auflegt.

 

Die Glaskanne ist laut Hersteller spülmaschinenfest; allerdings konnte ich den Deckel der Kanne nicht abnehmen und so passte die Kanne nicht in die Spülmaschine... ich spüle sie mit der Hand aus, was auch ein wenig umständlich ist und man aufpassen muss, dass der Klappdeckel nicht abbricht.

 

Die 5 Düsen wische ich regelmässig ab; auch der Silikonstopfen am Filterventil muss gereinigt werden (s.o.). Alles in allem recht viel Reinigungsaufwand, der sich aber nicht nur aus optischen Gründen lohnt.

 

Der Kaffee hat meinen Filterkaffeetesterinnen gut geschmeckt; er war schön heiß und war auch mit Milch noch warm genug. Einen Unterschied zwischen den Brühmethoden wurde nicht bemerkt.

 

Ein Wort noch zum Tropfschutz: beim Entnehmen der Glaskanne sind schon einige Male Wassertropfen aus einer der 5 Düsen auf die Warmhalteplatte der Glaskanne getropft. Aber den Kaffee konnte ich tropffrei ausgießen und auch der Filter hat bei der Entnahme nicht gekleckert.

 

Fazit: Eine optisch schöne Maschine, die durch das viele Glas ein Hingucker ist. Sie braucht weniger Platz, weil sie „in die Höhe gebaut“ ist als herkömmliche Filterkaffeemaschinen, die den Wassertank hinten dran gesetzt haben. Die beiden Auswahlknöpfe bräuchte ich nicht ;) und auch die Reinigung ist etwas umständlich. Aber alles in allem hat mich die Clessidra überzeugt.

 

Nachtrag: Leider zeigen sich nach 3 Wochen Einsatz unschöne Abplatzer am äußeren Rand der Warmhalteplatte. Dies darf eigentlich bei einer so hochpreisigen Filterkaffeemaschine nicht sein! Die Funktion wird dadurch nicht beeinträchtigt.

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.