Emsa Smart Garden 3 - Click and Grow

*Werbung - mehrwöchiger Erfahrungsbericht*

„Frische Kräuter & gesundes Gemüse – überall, das ganze Jahr“ - das verspricht der deutsche Anbieter „Emsa“ aus Emsdetten auf der Verpackung des Smart Garden 3 (Click and Grow). Und das alles in der Küche oder dekorativ im Essbereich – klingt klasse, oder?

 

Mich fasziniert dieses smarte Gärtnern schon eine ganze Weile und ich verfolge gespannt, wie sich immer mehr Hersteller auf den Markt drängen. „Click and Grow“ ist sicherlich das bekannteste, ein Start Up-Unternehmen aus Estland, welches sein System über die Firma Emsa hier in Deutschland anbietet. Dies ist praktisch, da wir so kurze Lieferwege und deutsche Ansprechpartner haben, die – wie bereits in der Vergangenheit mehrfach ausprobiert – schnell und freundlich reagieren können.

 

Was ist denn nun der „Smart Garden“? Es handelt sich um ein in sich geschlossenes Garten-System, welches aus einem Wasserreservoir, 3 bzw. 9 Kapselbecher mit Abdeckhaube und Beschriftungsschild sowie einer LED-Lampe besteht, welches an den Strom angeschlossen wird. Der Hersteller verspricht einfachstes Gärtnern: Patentierte „Smart Soil“ (Erdkapseln mit Samen & Nährstoffen) in die Becher setzen, Wasser einfüllen und LED-Lampe anschließen... dann heißt es warten und nach wenigen Wochen ernten.

 

Die „Smart Soil“ verteilen durch ihre Struktur das Wasser, welches sie sich aus dem Reservoir ziehen, gleichmässig in der Erdkapsel, so dass die Nährstoffe gut an die Samen und später Wurzeln der Pflanzen kommen. Die Kapseln enthalten laut Hersteller keine Pestizide, Fungizide, Hormone oder andere schädliche Substanzen.

 

Das LED-Licht schaltet automatisch nach 16 Stunden Helligkeit auf 8 Stunden Dunkelheit und simuliert so den Wechsel von Tag & Nacht, was das Wachstum fördern soll.

 

Der Garten selbst hat ein schickes Design und wirkt in weiß und mit den Abrundungen sehr modern, wie ich finde. Es passt wunderbar in die Küche oder ist ein Hingucker im Essbereich; auch bereichert es eine dunkle Ecke, zB im Wohnzimmer – nur im Schlafzimmer sollte man den Smart Garden nicht aufstellen, weil das LED-Licht wirklich sehr hell, für meinen Geschmack fast schon grell, ist.

 

 

Woche 1:

 

Genug der Worte ;) Seit gestern Abend ist der Smart Garden nun bei uns im Einsatz – bestückt mit je einer Samenkapsel „Basilikum“, „Mini-Tomate“ und „Grüner Blattsalat“. Die erste Nacht hat das schicke Teil im Wohnzimmer verbracht – nun steht es aber an seinem Bestimmungsort „Küche“ und ich muss sagen: es passt!

 

Der Aufbau war einfach, denn der Garten ist vormoniert. Die Becher waren schnell und tatsächlich ohne Krümelei befüllt – wobei man die Smart Soil-Kapseln immer im Dreierset bekommt und nun weitere Kapseln geöffnet in der Verpackung liegen... hoffentlich leidet darunter nicht die Keimqualität, wenn diese Kapseln in ein paar Wochen verwendet werden. Das Wasserreservoir, welches unter den Kapseln liegt, wurde von oben befüllt. Hier muss ich sagen, würde ich mir eher eine runde Öffnung wünschen, so dass man nicht über den Schwimmer gießen muss. Durch das Eingießen drückte sich der Schwimmer nämlich immer wieder nach unten und es war reine Glückssache, dass das Wasser nicht übergelaufen ist...

 

Dann Stecker in die Steckdose – wobei man hier keine Startzeit des LED-Lichtes wählen kann, sondern die Licht-/Dunkelzeit sich nach dem ersten Einstecken in die Steckdose bestimmt. Auch hier wünschte ich mir einen Schalter zum Anschalten (oder zwischendurch mal Abschalten).

 

Nun warten wir der Dinge, die da wachsen mögen ;) und werden demnächst berichten, sobald sich die ersten „grünen“ Spitzen zeigen werden... bis dahin: bleibt neugierig!

 

 

 

Tag 12 ist angebrochen und es hat sich einiges in dem Smart Garden von Emsa getan:

 

Von den drei Sorten hat der Salat am schnellsten gekeimt und es waren bereits am Tag nach dem Einsetzen die ersten Keimspitzen zu sehen. Basilikum schloss sich am Tag 2 an... Die Tomatensamen hielten sich noch bedeckt.

 

Die ersten Fotos habe ich an Tag 5 gemacht: Beim Salat sind schon einige Blätter sehr gut zu erkennen und auch beim Basilikum wachsen mehrere Blätter aus der Erde heraus. Die Tomate hält sich bedeckt.

 

Man kann dem Salat wie auch dem Basilikum quasi beim Wachsen zuschauen und es ist morgens spannend, wenn automatisch das Licht angeht, wie groß die Pflanzen schon sind. Tag 10 zeigt wieder eine deutliche Vergrößerung im Vergleich zum fotografierten Tag 5, oder? Ok, bis auf die Tomaten ;)

 

Dafür habe ich aber bei allen dreien die Kappen für den „Treibhauseffekt“ abgenommen und auch die Deckel... hierbei habe ich weitere Samen unter den Deckeln entdeckt und bin gespannt, ob diese noch angehen (oder ob es sich bei den Kugeln vielleicht doch um Dünger handelt?).

 

Mal vorneweg: die Tomatenkeimlinge bleiben auch beim „großen Vergleichstag“ heute am Tag 12 weiterhin versteckt... sehr schade, aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf! Dafür zeigt sich insbesondere der Salat wirklich klasse! Aus den ersten runden Keimblättern sind schon Salatblättchen geworden, die als solche erkennbar sind. Die Basilikumblätter sind „fleischiger“ geworden... bin gespannt, wie die sich weiter entwickeln.

 

Wasser habe ich übrigens bislang 1x nachgegossen und beim Fühlen der Smart Soil-Töpfchen gemerkt, dass diese in dem Emsa Smart Garden immer gleichmässig feucht sind. Die LED-Beleuchtung geht zuverlässig an und wieder aus... mittlerweile habe ich mich an das grelle Licht gewöhnt und bin nicht mehr bei strahlendem Sonnenschein versucht, den Smart Garden abzuschalten.

 

Vergleichspflanzen:

 

Ich habe übrigens 3 Tage nach Testbeginn drei Vergleichspflanzen – je 1x Salat, 1x Basilikum, 1x Tomate – in meinen Minigarten eingepflanzt. Die Smart Soil-Kapseln passen sehr gut in die normalen Minigarten-Töpfe. Diese stehen nun zum Vergleich auf der Heizung, die derzeit noch angeschaltet ist. Die Pflanzen bekommen Tageslicht – keine direkte Sonne und werden regelmässig von mir besprüht, so dass die Erdkapseln feucht sind.

 

Auch hier zeigte sich, dass Salat und Basilikum am schnellten gekeimt sind; die Tomaten zeigen sich nicht. Aber es gibt deutliche Unterschiede im Wachstum!

 

Die Salatkeimlinge schießen beim Tageslichtvergleich vor allem in die Höhe und bilden dünne Pflanzen, während unter dem LED-Licht des Smart Garden die Salatblätter schön in die Breite gehen. Ähnliches, aber nicht zu ausgeprägt, lässt sich beim Basilikum erkennen... ob es daran liegt, dass diese Vergleichspflanzen die Wärme von unten bekommen und daher schneller in die Höhe treiben? Auch bekommen sie ja nicht so viel Licht, so dass die Vergleichspflanzen nicht so intensiv grün sind – dies ist vor allem bei dem Salat zu erkennen... ich bin gespannt, wie sich dieser Vergleich in den nächsten Tagen noch zeigt...

 

... und werde natürlich berichten. Also: Bleibt neugierig ;)

 

4 Wochen

 

Mittlerweile hat sich einiges getan: wir konnten die ersten Blätter von der Salatpflanze, welche im Emsa Smart Garden steht, ernten. Nach rund 3 Wochen gab es vereinzelte Blätter fürs Brötchen ;) Und nun gibt es einen guten Beitrag zum ersten Frühlingssalat; wobei wir nur einige äußere Blätter geerntet haben, damit wir noch etwas davon haben und das Wachstum weiter beobachten können. Laut Empfehlung auf der Verpackung ist die Pflanze nach 1 Monat ausgewachsen und man sollte 1 – 2 Monate davon ernten können... das wage ich zu bezweifeln ;) außer, man nimmt täglich immer nur wenige Blätter von der Pflanze weg.

 

Die Vergleichspflanzen sind mittlerweile draußen im Hochbeet und sehen immer noch sehr dünn und wenig nach erntebaren Salat aus – Fazit: hier leistet das Emsa Smart Garden-System ganze Arbeit, denn man bekommt mit LED-Lampe und Wasserversorgung deutlich schneller ein Ernteergebnis als draußen im Frühjahrs-Hochbeet bzw. bei Tageslicht.

 

Etwas zögerlich entwickelt sich weiterhin der Basilikum, trotz Umsetzen innerhalb des Emsa Smart Gardens und somit deutlich mehr Licht wächst die Pflanze nur sehr langsam... Nach vier Wochen konnten wir nur die ersten 2 Blätterpaare ernten. Ok, die Tageslicht-Vergleichsprobanten sind noch weiter hinterher in der Entwicklung – also auch hier ein Vorteil für den Emsa Smart Garden... allerdings für Geduldige.

 

Die vom Tageslicht gekeimte Tomatenpflanze sitzt ja nun auch im Emsa Smart Garden und macht sich gut. Sie wächst – langsam, aber deutlich erkennbar. Hier sollte die Pflanze laut Verpackung nach 1 – 2 Monaten ausgewachsen sein... nun, wir warten mal den zweiten Testmonat ab ;) Bislang sind wir von Tomaten noch weit entfernt und nach dem Keim-Misserfolg bin ich ehrlich gesagt am meisten enttäuscht von der Tomate.

 

Fazit nach 4 Wochen:

 

Weiterhin fehlt mir ein Ausschalt-Knopf, denn bei strahlendem Sonnenschein mit mehr als 20 Grad draußen widerstrebt es mir, drinnen ein hell strahlendes Licht anzuhaben.

 

Ich wünsche mir eine extra Einfüllöffnung zum Wassernachfüllen, denn gerade bei größeren Pflanzen muss doch mehrmals die Woche nachgegossen werden – natürlich nicht die Pflanze direkt, sondern durch die längliche Öffnung mit dem Schwimmer, was aber das Einfüllen erschwert, da der Schwimmer immer nach unten gedrückt wird und man so schwer erkennen kann, wann das Wasserreservoir gefüllt ist.

 

Die LED-Lichtleiste ist kürzer als der Kasten mit Pflanzen und Wasserreservoir, so dass die äußerste Pflanze am wenigsten Licht bekommt. Dies macht sich im Wachstum bemerkbar. Mein Wunsch: eine etwas längere Lichtleiste, am besten noch nach vorne abdeckbar, damit sie nicht blendet.

 

Der Pflanzkasten könnte breiter sein. Da gerade in die Breite bzw. schnell wachsende Pflanzen wie der Salat die anderen Pflanzen überdecken, so dass diese im (Teil-) Schatten leben, wäre es vermutlich sinnvoller, die Pflanzen versetzt einzusetzen... machbar wäre dies mit einem breiten Pflanzkasten und die Pflanzen würden sich dann nicht mehr im Wachstum behindern.

 

Aber dennoch finde ich den Emsa Smart Garden gelungen, denn gerade für die Herbst-/Winterzeit bzw. für dunkle Wohnungen ohne Balkon oder Garten ist dieser smarte Garten eine gute Möglichkeit, etwas Frische oder sogar Blumen (es gibt auch blühende Pflanzen-Smart Soils) in die Wohnung zu bekommen.

 

Die Handhabung ist einfach; auch das Einsetzen der Erweiterungen ist schnell und ohne Anleitung gemacht. Der Garten braucht nur wenig Pflege und Beachtung, was auch „Nicht-Gärtnern“ entgegenkommt. Preis-Leistung Verhältnis finde ich etwas unausgewogen... aber jede Menge Spaß hat man mit dem Emsa Smart Garden sicherlich und ein Hingucker ist er auf jeden Fall.

 

 

Neues nach 6 Wochen

 

Nun ist der Emsa Smart Garden schon seit 6 Wochen im Einsatz. Er macht uns viel Freude - aber es gibt auch einige Punkte, die man sicherlich verbessern kann ;)

 

Ich liebe das schnelle Pflücken von Basilikum oder mal ein Blättchen Salat für das Sandwich bzw. den Smoothie und frisch gepressten Gemüsesaft. Man merkt allerdings, dass der Blattsalat nach 6 Wochen nicht mehr so schnell und vieltriebig nachwächst... scheinbar geht ihm langsam die Kraft aus. Das Basilikum treibt weiterhin große Blätter aus, geht aber nicht in die Höhe, wie man es bei so manchem Werbebild sieht ;) Macht nix, Hauptsache er schmeckt - und das tut er.

 

Die Tomatenpflanze treibt nun endlich auch Blütenansätze aus. Sie ist zwar nicht sonderlich groß geworden - ich hatte mir ehrlich gesagt eine größere Pflanze erhofft, aber wir harren der Dinge... denn leider hat sich auf der Smart Soil Kapsel ein leichter Flaum gebildet - Schimmel? Wenn ja, woher kommt er?

 

Ich habe ja schon bei einigen System dieser Art von Schimmel gelesen und hatte gehofft, wir bleiben davon verschont. Mal sehen, ob dieser Flaum der Pflanze etwas anhaben kann oder ob sich weiterhin Blüten bzw später Früchte ausbilden werden... wir halten euch auf dem Laufenden und würden uns im übrigen über Tipps freuen, wie man den Schimmel bekämpfen, die Pflanze aber erhalten kann - schickt mir dazu gerne eine Email, vielen lieben Dank!

Wachstumsstand nach 6 Wochen: Salat und Basilikum wurden einige Male abgeerntet; die Tomate treibt gerade ihre ersten Blüten aus.

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.