Nespresso Gran Lattissima (DeLonghi)

*Werbung - Die Maschine wurde uns nach Hinterlegung eines Pfandes leihweise zu Testzwecken überlassen*

Nespresso – geschicktes Marketing oder kann die neue Gran Lattissima wirklich was?

 

Zur Zeit dürfen viele TesterInnen die im September 2019 erschienen „Nespresso Gran Lattissima“ von DeLonghi testen, auch wir gehören zu dieser großen Testgruppe.

 

Die neue Kapsel-Kaffeemaschine zeichnet aus, dass sie

 

  • eine kompakte Würfelform hat (Höhe 27,6 cm)

  • einen großen abnehmbaren Wassertank hat (fasst 1,3 Liter)

  • einen abnehmbaren Milchbehälter hat (fasst 0,5 Liter)

  • 9 (Kaffee-)Spezialitäten auf Knopfdruck zubereitet – Ristretto, Espresso, Lungo, Latte Macchiato, Cafe Latte, Cappuccino, Flat White, heiße Milch und Milchschaum

  • eine optimierte Aufheizzeit hat

 

 

Die Leistung beträgt 1400 Watt, der Druck 19 bar und die Maße lauten 20,3 x 36,7 x 27,6 cm (BxHxT) – alle Herstellerangaben sind ohne Gewähr.

 

 

Im Vergleich zu unserem Vollautomaten mit Milchschaumsystem ist die Gran Lattissima wirklich klein und braucht wenig Platz auf der Arbeitsplatte. Ich kann mir daher auch gut vorstellen, dass sie im Büro neben den Schreibtisch gestellt werden kann.

 

Sie ist intuitiv zu bedienen – das Touchfeld auf der Geräteoberseite ist beleuchtet und beschriftet; die Beschriftung ist allerdings sehr klein und gerade bei der weißen Gerätevariante nicht gut zu sehen.

 

Ein Latte-Glas oder der Thermobecher von Nespresso passen ebenso gut unter den Ausguß wie eine kleine Espressotasse – dank des obligatorischen Sockels, welches ja (fast) jeder Kapselmaschine beigefügt ist.

 

Der Milchbehälter ist schlank und wird von vorne in die Maschine geklickt – dazu muss man einfach einen Schiebedeckel öffnen und den Milchbehälter anklicken, schon ist die Maschine nach einer kurzen Aufheizphase einsatzbereit.

 

Alle Kaffeevarianten lassen sich einfach zubereiten: Kapsel einlegen, auf dem Touchfeld das entsprechende Wunschgetränk auswählen und den Rest erledigt die Maschine – in einem moderaten Ton.

 

Nach dem Milchbezug zeigt die Maschine oben an, dass eine Reinigung der Milchdüse notwendig ist. Dazu muss man den Drehknopf auf dem Milchbehälter – der zum Milchbezug auf Mittelstellung steht – nach rechts drehen; schon startet die Maschine automatisch mit heißem Wasser & Dampf das Reinigen der Düse. Der Milchbehälter lässt sich auch vollständig auseinandernehmen und ist spülmaschinenfest... ich bevorzuge allerdings die Reinigung in heißem Wasser, damit die Maschine schnell wieder einsatzbereit ist. Eine Alternative wäre ein zweiter Milchbehälter im Wechsel... derzeit aber noch nicht lieferbar.

 

Der Milchschaum ist schön cremig und warm; die heiße Milch ist wirklich heiß – diese Kombi ist perfekt für den morgendlichen Kakao meiner Jüngsten. Auch für Kaffeegetränke ist es gut, heiße Milch zu haben – so wird der Kaffee / Latte / Cappu oder Milchkaffee, der ja besonders viel Milch braucht, nicht so schnell kalt.

 

Die Kaffeedüse wird ebenfalls einfach gereinigt, indem man – ohne Kapsel – einfach auf Lungo drückt und so Wasser durch die Düse spült. Schon ist die Maschine wieder einsatzbereit.

 

 

Grundsätzlich überzeugt die Technik; auch das Design spricht uns an.

 

Die Kaffeevarianten schmecken wirklich gut – egal ob Nespresso oder andere Marken, alle Kapseln werden zuverlässig von unserer Maschine verarbeitet.

 

Milch und Milchschaum begeistern die Familie und auch Freunde.

 

Ich finde die Reinigung der Milchdüse sehr gut; allerdings fehlt mir ein Austauschbehälter für die Milch im Wechsel, damit ich den Behälter regelmässig in den Geschirrspüler geben kann.

 

Leider tropft die Milchdüse auch nach, was sehr unangenehm werden kann, wenn man zuvor heißen Wasserdampf und Wasser durchgespült hat. So etwas darf bei einer fast 400 Euro Maschine nicht passieren!

 

Auch lassen sich Schrift und Symbole bei der weißen Variante nicht gut ablesen – die Schrift ist einfach zu klein. Das Touchfeld ist sehr empfindlich und uns ist es schon öfter passiert, dass wir versehentlich auf eine Taste beim Entnehmen des Milchbehälters gedrückt haben.

 

Es sammelt sich relativ viel Restwasser im Kapselbehälter bzw. darunter; man hat zwar eine entnehmbare Schale, aber diese lässt sich nur im oberen Teil entnehmen. Bei unserem Vollautomaten kann man die Schublade komplett entfernen, was viel angenehmer ist. Auch hier wünsche ich mir für diesen Produktpreis eine bessere Lösung.

 

Es gibt auch kein Signal, wenn a) der Kapselbehälter voll ist oder b) kein Wasser oder c) keine Milch mehr im Behälter sind... auch dies erwarte ich in dieser Preisklasse.

 

Fazit: Preislich unseres Erachtens überzogen – aber im Design schick und über die Kaffeeauswahl nebst Milchschaum und Milch lässt sich auch nicht meckern ;)

 

Ich halte mich übrigens bewußt zum Thema „Kapseln & Umwelt“ - „Alu oder Plastik“ zurück, da diese Grundsatzdiskussionen meines Erachtens nicht hierher zum Test der Nespresso Gran Lattissima gehören. Für mich bzw. uns als Kaffee-Vieltrinker ist der Vollautomat wirtschaftlich und umwelttechnisch gesehen die erste Wahl und wird es auch bleiben; einzig die spontane Kaffeeauswahl und verschiedenen Geschmacksrichtungen lassen mich bei diesem Test „schwach“ werden....

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.