Café mit Meerblick

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Caroline Roberts, erschienen Juni 2020 im HarperCollins Verlag, Paperback/Taschenbuch, 384 Seiten, ISBN 978-3959674201

 

 

„Kuchen, gebackene Desserts, Aufläufe, eine funktionierende Landwirtschaft... Was machte ihre Hof aus? Dass sich Gäste bei ihnen wohlfühlten....“ (Auszug S. 131)

 

Die alleinerziehende Rachel hat nach dem Tod ihres Vaters den landwirtschaftlichen Hof in Northumberland übernommen. Ihre Mutter Jill unterstützt sie im Haushalt und hilft bei der Betreuung der kleinen Maisy. Doch obwohl die Tage voller Arbeit sind, kommt das Trio finanziell nicht über die Runden und so muss eine neue Geschäftsidee her: eine alte Scheune wird zu einem Bauerncafé umgebaut und Jill kann sich in der Küche bei ihrer Lieblingsbeschäftigung austoben: sie liebt es, traditionelle Gerichte zu backen und Menschen zu verwöhnen...

 

Die Rahmengeschichte ist schnell erzählt und doch füllt die englische Autorin ihre Idee rund um das Café auf der Primrose Farm ordentlich mit Leben. Wir werden zu anfangs Zeuge einer Zeit, in der die Lämmer zur Welt kommen... und während danach das Leben in der Landwirtschaft mehr und mehr in den Hintergrund tritt, erleben wir das Aufblühen von Jill am Backofen und die Träume der kleinen Maisy, die auch schon mal wie Seifenblasen zerplatzen können. Wir dürfen dabei sein, wie Nachbar Tom, mit dem Rachel aufgewachsen ist, immer wieder seiner Nachbarin unterstützend unter die Arme greift und auch die creative Freundin Eve ihren Teil zum Gelingen des Traums rund um ein eigenes Café beiträgt.

 

Ich mag die Geschichte und wünschte mir, sie im Original (Rachel`s Pudding-Pantry) lesen zu können, denn der sprachliche Funke will einfach nicht so überspringen. Es fehlt mir ein wenig das „Herz“,obwohl inhaltlich alles gut und nachvollziehbar zu lesen ist... ob das an der Übersetzung liegt? Auf jeden Fall aber hätte ich mir einen anderen Titel gewünscht, denn das Meer spielt keine Rolle in dem Roman – wohl aber weite Wiesen und eine kleine „Feenbucht“ am Fluss. Und natürlich die leckeren englischen Rezepte, die uns auch am Ende des Buchs spendiert werden: Rachels Käsekuchen mit Himbeeren und weißer Schokolade sowie Jills Sticky-Toffee-Pudding, den ich so ähnlich tatsächlich aus Großbritannien kenne ;)

 

Das Cover ist ein Eyecatcher und zeigt ein herrlich romantisch gelegenes Bauerncafé. Man merkt sowohl am Cover als auch Titel, dass der landwirtschafte Betrieb in den Hintergrund tritt, fast als ob Rachel diesen aufgeben würde... schade eigentlich, denn die Kombination aus beidem hätte viel Potential und wäre sicherlich noch interessanter gewesen.

 

Nichtsdestotrotz ist „Café mit Meerblick“ ein flüssig zu lesender, unterhaltsamer Roman, der gute Laune bringt und kurzweilig ist. Wer eine leichte Unterhaltung sucht, sich thematisch gerne nach England entführen lassen möchte und eine kleine Urlaubslektüre sucht, dem kann ich empfehlen: reinschauen und mitnehmen.

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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