Das Fünf-Elemente Frühstücksbuch

*Werbung / Rezensionsexemplar*

 

von Isabella M. Obrist und Nora Frisch, Fotos von Jürgen Bubeck, erschienen Mai 2020 im Drachenhaus Verlag, Festeinband, 70 Seiten, ISBN 978-3943314465

 

Schnelle Rezepte für volle Power“ - So beginnt das wunderschön gestaltete Frühstücksbuch mit 25 Rezeptideen, einer ausführlichen Einleitung zu den Grundlagen der chinesischen Ernährungslehre und einer abschließenden Zuordnung von Lebensmitteln zu ihren Elementen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

 

Die großen Fotos sind harmonisch, ohne künstlich gestellt zu wirken. Sie machen Lust auf die Frühstücksideen, deren Rezepte jeweils auf der linken Seite übersichtlich mit Zutaten und Zubereitung angezeigt werden. Dazu gibt es Tipps, Mengenangaben, Zusatzinfos über Wirkungsweisen (z.B. stärkt das Immunsystem oder für „Early Birds“, „Genießer“, „Morgenmuffel“ und „Sportskanonen“ geeignet).

 

Sehr interessant fand ich das einleitende Kapitel mit den „Arbeitszeiten unserer Organe“ (Seite 15): „Diese innere 'Organuhr' orientiert sich an der Zeitzone des Längengrades, an dem wir leben. Jedes Organ übernimmt eine bestimmte Aufgabe in unserem Körper. Diese kann es am besten während seiner aktiven Zeit erfüllen. (Auszug S. 15) – Erklärend bekommen wir eine anschauliche Skizze einer „Organuhr“ gezeigt. Diese Darstellungen macht Lust, sich mit dem Thema und damit auch den Rezepten der zumeist warmen und frisch zubereiteten Frühstücksideen zu beschäftigen.

 

Aber hier liegt auch die Krux: Die meisten von uns haben morgens nicht viel Zeit für die Zubereitung eines warmen Frühstücks. Ich habe testweise mal den schwarzen Milchreis nachgekocht. Hierfür werden 40 Minuten Zubereitungszeit im Rezept angegeben; verbunden mit dem Tipp, dass man das Einweichen über Nacht und Kochen am Vortag erledigen kann. Praktisch sieht das ganze aber anders aus: Schwarzer Reis ist grundsätzlich härter als der übliche „Milchreis“, daher habe ich ihn über Nacht einweichen lassen. Morgens habe ich mich dann ans Kochen begeben und hierfür mehr als die angegebenen 40 Minuten gebraucht. Mal davon abgesehen, dass ich beim Kochen am Herd stehen muss, damit der Milchreis weder anbrennt, noch überkocht – diese Zeit habe ich normalerweise nicht.

 

Aber der Duft war unglaublich! So lecker, dass sogar meine Tochter plötzlich schnuppernd in der Küche stand und wissen wollte, was ich denn da am frühen Morgen so leckeres mache ;)

 

Mal abgesehen von dem Faktor Zeit, gibt es noch weitere Ungereimtheiten in den Rezepten: die Zutaten. Bleiben wir beim Beispiel „Schwarzer Milchreis“: Maulbeeren habe ich nie im Haus und sie sind auch nicht so einfach im Supermarkt nebenan zu bekommen. Nun gibt es im Einleitungskapitel den Tipp (S. 17), dass man die einzelnen Zutaten mithilfe der Tabelle am Ende des Buchs ergänzen oder ersetzen kann... was aber, wenn die Maulbeeren gar nicht in der Tabelle nicht zu finden sind? Gut, dass ich kein 1:1-Umsetzungsfan von Rezepten bin ;) und so habe ich Maulbeeren einfach durch heimische Äpfel ersetzt. Ob ich nun das richtige Element getroffen habe, weiß ich allerdings nicht...

 

Fazit: Mein erster – begeisterter – Eindruck konnte sich nach der testweisen Zubereitung eines Rezepts nicht ganz halten. Meiner Meinung nach bedarf es einer Überarbeitung der Rezepte und Tabelle. Aber mich persönlich hat die Einleitung beeindruckt und neben den wunderschönen Fotos ist diese es wert, sich das Buch einmal als Empfehlung anzuschauen.

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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