Das Goldblütenhaus - Der Ruf einer neuen Zeit

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Gabriela Gross, erschienen 25.03.2022 im Lübbe Verlag, Paperback / Taschenbuch, 400 Seiten, ISBN 978-3404184934

 

 

„Denken Sie daran, dass die schwierigen Momente Sie zu dem machen, der Sie sind, nicht nur im Hinblick auf Sie selbst, sondern auch im Hinblick auf andere. Für sich selbst einstehen und für andere. Darauf kommt es an.“ (Auszug S. 177)

 

Die Trilogie „Das Goldblütenhaus“ handelt von Familie Glanz, welche durch ihre einzigartige Goldblütencreme berühmt und erfolgreich wurde. Auch wenn der Gründer ein Mann war, die Frauen der Familie standen schon immer im Mittelpunkt der Geschichte. Und so lernen wir im ersten Band – der bis auf einen spannenden Cliffhänger abgeschlossen und somit gut für sich zu lesen ist – 3 Generationen von starken Frauen kennen.

 

Hedi, Ehefrau von Gründer Alfed, ist mittlerweile Großmutter und aus dem Unternehmen ausgestiegen. Ihre Enkelin Leonie übernimmt nach dem Freitod ihres Bruders zusammen mit ihrer Schwester Ella die Geschäftsführung, während deren Mutter Annalena ziemlich mit dem Verlust ihres Sohnes zu kämpfen hat. Die Schwestern beschließen, eine Firmenchronik herauszugeben – „eine Geschichte des Aufbaus, der Kraft und des Mutes; eine Geschichte ungewöhnlicher Wege“ (Zitat S. 192).

 

Während die mit der Chronik beauftragte Journalistin Nicole sensibel an die Familiengeschichte herangeht, baut Gabriela Gross jede Menge zusätzliche, äußerst turbulente Nebenschauplätze in ihren Roman ein. Dabei wirken diese nicht verwirrend, sondern lassen sich als Ganzes so gut lesen, dass ich im Buch schier versunken bin und es kaum weglegen konnte. Manchmal ist der Ablauf vorhersehbar – wie ein kleines Goodie, welches die Leserschaft sanft einlullen soll... und dann tauchen wieder Wendungen auf, die eine großartige Spannung erzeugen – ich liebe das!

 

Man findet auch Momente des Durchatmens: wenn es einen Sprung in die Vergangenheit gibt, bietet der Roman optisch einen Bruch – eine leere Seite und dann eine Überschrift mit Motto wie „Das Treffen – Verletzlichkeit ist nur einen kleinen Schritt von wahrer Menschlichkeit entfernt.“ (S. 231).

 

Vom Inhalt selbst mag ich gar nicht mehr verraten; nur so viel: in die Personen konnte ich mich gut hineinversetzen, sie wirken authentisch und die Geschichte fast real. Der Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an mitgenommen – treffend und ungekünstelt. Die Ringelblumen erinnern mich an die Beete meiner Mutter, die damals auch auf selbstgemachte Ringelblumensalbe schwor ;) Und die Spannung bleibt: was hat es mit dem Geheimnis der Briefe auf sich?

 

Wir werden es erfahren – im zweiten Band, der im August 2022 erscheint. Ich freue mich schon drauf und kann „Das Goldblütenhaus“ jedem empfehlen, der moderne Familiengeschichten mag.

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© Kathrin Nievelstein

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