Das Weihnachtscafe in Manhattan

Roman von Katherine Garbera, erschienen Oktober 2018 im MIRA Taschenbuch Verlag (mtb), Paperback/Taschenbuch, 304 Seiten, ISBN 978-3956498381

 

 

Ob die Kinder der in England lebenden Bestseller-Autorin Katherine Garbera noch an den Weihnachtsmann glauben, wissen wir nicht. Aber ihre kleine Romanfigur Sofia hat den Glauben an Santa Claus verloren, nachdem ein Jahr zuvor an Weihnachten ihre Mutter starb. Und sie trauert zusammen mit ihrem Vater, den Hotelchef Mads Eriksson – beide können mit der vorweihnachtlichen Stimmung einfach nicht warm werden...

 

So ganz anders erleben Iona, Cici und Hayley – die Besitzerinnen des zauberhaften Candied Apple Cafes – die Weihnachtszeit. Sie schwelgen in selbstgemachten Pralinen, stimmungsvoller Dekoration und Weihnachtsmusik... und bieten ein absolutes Wohlfühlgefühl in ihrem Cafe.

 

Nicht nur in ihrem Cafe, denn durch die bildhafte Beschreibung wurde auch ich gleich von der vorweihnachtlichen Stimmung angezogen und hatte bei den ersten Minusgraden Lust, mich in das so wunderbar beschriebene Cafe zu setzen. Ich konnte förmlich den Duft selbstgemachter Schokolade riechen und die friedliche, positive Stimmung spüren.

 

So ergeht es auch der sechsjährigen Sofia, die sich nach und nach Iona öffnet und in ihre eine neue Freundin findet. Diese Konstellation ist etwas schwierig, da Mads und Iona eigentlich eine Geschäftsbeziehung anstreben und gerade der Chef einer großen Hotelkette sich weiteren Gefühlen nicht öffnen kann – oder will?

 

Nun, mich hat die Stimmung durch die wunderbare Beschreibung mitgenommen...

 

„Der Bürgersteig war mit Schnee gepudert, und jedes Mal, wenn die Tür zum Cafe aufging, drang das Lied „It`s Beginning to Look a Lot Like Christmas“ auf die Straße“... (S. 8, 2. Absatz)

 

… und auch der Ablauf der Geschichte lässt sich unterhaltsam lesen, denn es passiert doch viel im Leben der drei Hauptdarsteller. Die einzelnen Charakteren werden von liebevoll (Iona) über neugierig-quirlig (Sofia) mit nett-hölzern-zaudernd (Mads) so gekonnt in ihren Worten und Gedanken dargestellt, dass ich mich fast ihnen gegenüber sah. Man erfährt immer wieder aus beiden Sichtweisen, warum gerade etwas geschieht und das belebt meines Erachtens einen Roman ungemein.

 

Für mich ist „Das Weihnachtscafe in Manhattan“ ein wirklich unterhaltsamer, gut geschriebener Weihnachtsroman, deren Figuren ich nachvollziehen und mich ihnen verbunden fühlen konnte. Ich habe das Buch gerade noch einmal gelesen (nun haben wir auch wirklich Minusgrade draußen) und möchte den Roman gerne als Geschenktipp für Weihnachten empfehlen.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.