Der Platz im Leben

Roman von Anna Quindlen, erschienen Oktober 2019 im Penguin Verlag, Festeinband/Gebundene Ausgabe (gibt es zudem noch als Kindle eBook), 368 Seiten, ISBN 978-3328600701

 

 

„'Sieh es dir an', sagte Charlie Nolan und breitete den Arm aus wie ein Oberkellner, der seinen Gästen einen besonders guten Tisch zuweist.

 

'Ach, jetzt hör schon auf.' Nora Nolan blickte durch die schmale Öffnung auf den Parkplatz, an dessen Ende sie mit Mühe die vordere Stoßstange ihres Wagens erkennen konnte.“ (Auszug S. 7)

 

 

Ein Parkplatz! Ja, der Roman der Bestsellerautorin beginnt mit dem Dialog rund um einen Parkplatz, den Charlie Nolan endlich in New York ergattern konnte. Und nein, das ist nicht nur eine vorübergehende Erscheinung - das Thema „Parkplatz“ nimmt sehr viel Raum in dem neusten Werk der Autorin, die ich eigentlich gerne lese. Ich mag sie, weil sie Dinge auf den Punkt bringt und dennoch fast unspektakulär schreibt. Aber ehrlicherweise weiß ich nicht, was ich über ihren neusten Roman schreiben soll, da es das erste Buch seit langem ist, welches ich nicht zu Ende gelesen bzw. ab dem 2. Drittel nur noch überflogen habe.

 

Gut, es geht um eine Alltagsfamilie: eine eingespielte Beziehung, prestigeträchtige Jobs und ein Eigenheim mitten in dem pulsierenden New York, in der die Straße zusammenhält und jeder etwas von dem anderen weiß.

 

Die Geschichte plätschert für mich viel zu lange hin, bis Nora Nolan aus der scheinbaren Idylle ausbricht und einen neuen Weg geht. Mein Versuch, zwischendurch immer wieder in der Geschichte Fuß zu fassen, misslingt genauso wie das durchgängige Lesen des Romans.

 

Daher ausnahmsweise eine Bitte: Wer Anna Quindlen mag, sollte ihrem neusten Roman eine Chance geben und sich am besten in der Buchhandlung mal reinlesen. Ich habe aufgrund des Autorennamens und auch den ansprechend gestalteten Covers mit der schönen Fotografie zu dem Buch gegriffen... der Inhalt konnte mich leider nicht überzeugen, fesseln bzw. interessante Bilder vor meinem inneren Auge entstehen lassen, was ich aber für ein gutes Buch als äußerst wichtig erachte. Schade...

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.