Drei Helden für Mathilda

Kinderbuch von Oliver Scherz, Illustrationen von Daniel Napp, erschienen Februar 2019 im Thienemann-Esslinger Verlag, Festeinband, 112 Seiten, ISBN 978-3522184588 – empfohlen ab 6 Jahre; registriert auf Antolin.de

 

 

„Oh, wie süß“ - Meine sechsjährige Tochter riss mir das Buch nach dem Auspacken förmlich aus den Händen und musste sofort die Überschrift lesen... „Mama, das MÜSSEN wir sofort lesen!“

 

Na, das fängt ja gut an ;) Das Titelbild kommt schon mal prima an und der Titel macht neugierig... also haben wir es uns gemütlich gemacht und das erste von 9 Kapitel gelesen. Begleitet von wunderschönen Zeichnungen, die meine Tochter nicht nur zum Lachen gebracht, sondern auch zum Malen während des Vorlesens animiert haben, lernen wir „Fitze Fusselkopp“ mit den langen Affenarmen, „Bummel-Bom“, den dicken Bären und „Wim“ mit der platt gelegenen Löwenmähne kennen. Die drei sind auf der Suche nach ihrer Freundin Mathilda, die morgens einfach aus dem Bett verschwunden ist. Die Freunde machen sich auf die Reise durch die große Stadt und lernen allerlei Typen kennen wie zum Beispiel den schlappen Schlappohrhund oder den Jungen mit dem Mond-T-Shirt.

 

Viel zu Lachen gibt es, denn so manche Wortkreation ist auch einfach nur zum Wegkugeln:

 

„Bom plumpst auf seinen Pummel-Po. Gefangen und entführt! Mathilda, die er mehr liebt als alle Marmeladenträume und die ihn, Fitze und Wim nie einfach so im Stich lassen würde!“ (S. 13)

 

Zum Vorlesen ist die Ausdrucksweise zwar manchmal etwas holprig, aber zum Ende des Buches wollte meine Erstklässlerin einige Seiten alleine lesen bzw. mir vorlesen und sie kam erstaunlich gut mit dem Sprachfluss zurecht.

 

Die Geschichte ist abwechslungsreich und kindgerecht. Teile der Geschichte sind aus dem Leben gegriffen wie zum Beispiel die Mülltonne und das Abkippen auf der Mülldeponie. Ich finde es ja interessant, wie der Autor einer Kindergeschichte solche alltäglichen Dinge thematisiert – meine Tochter findet die Geschichte einfach nur spannend ;)

 

Ja, Oliver Scherz hat bei ihr und ihrer Klassenlehrerin bereits durch „Ein Freund wie kein anderer“, welches gerade in den Frühstückspausen vorgelesen wird, ein Stein im Brett. Und das i-Tüpfelchen ist die Registrierung bei „Antolin.de“, so dass meine Leseratte dort auch schon die entsprechenden Fragen dazu beantworten konnte. Das motiviert nochmals doppelt ;)

 

Fazit: ein tolles Buch – nicht nur für Kids, sondern auch ich als erwachsene Leserin hatte viel Spaß mit der Geschichte und den Zeichnungen. Wir haben zusammen gelacht, spannend darüber nachgedacht, was den drei Freunden als nächstes passiert und uns am Ende über das Schaumbad gefreut. Ein wirklich empfehlenswertes Buch – zum Vorlesen & Selbstlesen.

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.