Eines Tages für immer

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Clare Empson, Übersetzung Karin Diemerling, erschienen 29. März 2021 im Blanvalet Verlag, Paperback/Taschenbuch, 480 Seiten, ISBN 978-3734108037

 

 

„Die seelischen Verletzungen eines Adoptivkinds haben ihren Ursprung bereit in den frühen Jahren der Kinderheit. Es wird beherrscht von dem Gefühl, dass „etwas in mir nicht stimmt, ich eine Enttäuschung bin, es nicht wert bin, behalten zu werden“. Mit der Zeit kann diese latente Unsicherheit eine gefährliche Macht entwickeln.“ (Auszug S. 41)

 

Ein Jahr nach ihrem großartigen Debütroman „Zweimal im Leben“ bekommen wir von Clare Empson erneut einen psychologischen Liebesroman zu lesen. Dieses Mal geht es um Luke, der bisher seine Adoption nicht aufarbeiten konnte und erst, als er Vater wird, seine leibliche Mutter findet. Parallel dazu erfahren wir in einer weiteren Zeitebene – den Siebzigern – was seine leibliche Mutter vor seiner Geburt erlebt hat und warum es letztendlich zur Adoption kam.

 

Aber es geht meines Erachtens nicht um die Adoption an sich – hierzu werden Informationen nur angerissen – sondern um die Gefühlswelt der beiden Hauptpersonen Luke und Alice. Geschickt baut die englische Autorin die emotionale Spannung auf, lässt beide Personen mal stark miteinander agieren, mal scheint man zwei Geschichten zu lesen. Unterstützt werden die beiden von wichtigen Begleitpersonen und einem zentralen Mittelpunkt... Mehr mag ich gar nicht erzählen, da – wie auch schon im ersten Band – die Dramaturgie auf Verlauf und Inhalt des Romans aufbaut.

 

Ich habe mich sehr auf den neuen Roman gefreut, der auch äußerlich einen hohen „Empson-Wiedererkennungswert“ hat, da sich Cover von Roman 1 und 2 bis auf die Grundfarbe ähneln. Die Übersetzung ist erneut gelungen und stimmig (auch wenn es sich nicht um die gleiche Übersetzerin wie beim ersten Roman handelt). Der Titel lässt sich zweideutig interpretieren und passt wirklich gut.

 

Alles in allem ein wunderbarer Roman, der ebenso wie der Debütroman lange nachhallt und den ich gerne noch mal in die Hand nehmen werde. Ich hoffe sehr, bald mehr von Clare Empson zu lesen, denn ich mag ihren pointierten Schreibstil, der tiefgründig ist und ihren klugen, mit großem Spannungsbogen ausgezeichneten Aufbau sehr.

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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