Mandelglück

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Manuela Inusa, erschienen August 2020 im Blanvalet Verlag, Paperback/Taschenbuch, 448 Seiten, ISBN 978-3734107894

 

 

„Sie sah zur Sonne und schloss die Augen, nahm die Wärme in sich auf und ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem kleinen Lächeln. Das war selten, zu lächeln hatte sie nicht viel, seit sie nach Amerika gekommen war. Seit sie ihre Heimat Mexico verlassen hatte. Seit sie ihrer lieben Mutter und den vier Geschwistern Lebewohl gesagt hatte, ohne zu wissen, ob sie sie je wiedersehen würde.“ (Auszug S. 35)

 

Herzlich willkommen auf der Mandelfarm, die im dritten Teil der Reihe „Die kalifornischen Träume“ von Manuela Inusa im Mittelpunkt steht. Sie ist Schauplatz einer Freundschaft von Kindesbeinen an, die auf eine harte Probe gestellt wird, als sowohl Lydia als auch Sophie verschiedene Lebenswege einschlagen. Sie ist außerdem Arbeitsplatz von Alba, deren Wunsch es war, einmal in Amerika zu leben und die nun auf brutale Weise lernen muss, daß Kalifornien nicht die Erfüllung ihres Traumes ist. Und sie ist Erinnungsort der ersten großen Liebe zwischen Jack und Sophie, an welchen die junge Erbin nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter mit Unbehagen zurückkehrt.

 

Die deutsche Autorin nimmt sich dieses Mal einem ungewöhnlich schweren Thema an: sie beschreibt das Leben einer mexikanischen Einwanderin, die zwangsweise mit einem älteren Amerikaner verheiratet wurde und für den sie nun den Unterhalt als Arbeiterin auf der Mandelfarm erarbeiten muss. Es geht um Gewalt, Missachtung und Ausbeutung... dagegen können die weiteren Themen einer alten Jugendliebe und einer Mädchenfreundschaft kaum ankommen. Und doch schafft es Manuela Inusa, dass ich mich in alle Erzählstränge hineinversetzen konnte. Der Wechsel zwischen den einzelnen Geschichten gelingt flüssig und vor allem schlüssig. Dies ist auch der ansprechenden Sprache geschuldet, die Bilder vor meinem inneren Auge und passende Emotionen entstehen lässt – erneut packt mich der Schreibstil von der ersten Seite an!

 

Neben den schweren Themen darf aber auch der Genuss – die Leichtigkeit des Lebens - nicht zu kurz kommen und so bekommen wir zum Abschluss des Romans wieder einige lecker klingende Rezepte zum Ausprobieren, die ich mir schon auf meine Back-Todo-Liste gesetzt habe :-)

 

Fazit: Auch wenn Sophies Geschichte mit ihren Verzweigungen ins Arbeitsleben, in die Familie und in die alten Freunschaften im Mittelpunkt steht, so hat Albas Geschichte doch am meisten Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin ehrlich: eine solche hätte ich in einem unterhaltsamen „California-“Roman nicht von Manuela Inusa erwartet und bin daher angenehm überrascht! Das Buch ist unterhaltsam und ergreifend zugleich – daher auch eine absolute Leseempfehlung für alle Fans der „Valerie Lane“-Reihe.

 

Ein Wort noch zum Cover: Es passt sich in der Gestaltung gut in die Reihe ein; gerade durch die Schriftsetzung weiß man sofort, dass man es mit der „Kalifornienserie“ zu tun hat. Die Farbgestaltung ist ansprechend und gefällt mir gut; das Coverbild hat sofort Lust aufs Lesen gemacht!

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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Achtung: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.