Pubertät ist voll nice - Nur blöd, dass wir jetzt die Eltern sind

*Werbung / Rezensionsexemplar*

von Silke Neumayer, erschienen 13. April 2021 im Heyne Verlag, Paperback/Taschenbuch, 224 Seiten, ISBN 978-3-453-20727-1

 

 

„Also echt jetzt. Früher war das alles anders. Als ich noch klein war, da gab es so was nicht. Ich sag`s dir. Echt nicht. Wir hatten noch Respekt vor den Älteren. Du glaubst gar nicht, was heute passiert ist. Kommt doch irgend so ein Dreikäsehoch und meint einfach zu mir: „Platz da.“ Ich sollte mich wegsetzen. Verpissen. Hab ich natürlich nicht gemacht, aber so was hätte ich mich früher einem Älteren gegenüber nie getraut.“ (Auszug S. 81)

 

Na, was meint ihr: Wer hat das gesagt? Habt ihr das auch schon mal gehört oder gesagt?

 

Nun, es wird euch überraschen: so geäußert hat sich.... Nein, ich verrate es euch nicht! Das müsst ihr wirklich nachlesen in dem neusten Buch von Silke Neumayer „Pupertät ist voll nice“, welches frisch aus der Druckerpresse des Heyne Verlags gehüpft ist :-)

 

Der Titel hat mich magisch angezogen und das Cover mit den Gummifiguren zum Schmunzeln gebracht – das erste von ganz vielen Schmunzlern, Grinsern (gibt`s die beiden Wörter überhaupt?) und noch mehr lautem Lachen.

 

Gekonnt verarbeitet die Autorin ganz normale Alltagsgeschichten im Zusammenleben mit Teenagern zwischen „Pubertärer Klassenfahrt“, „Helikopter-Teenies“, „Häufchenspiel“ und „Sneakter-Paradox“ mit viel Humor, Sarkasmus und auch (Selbst-) Kritik. Eine Gradwanderung, die meines Erachtens meistens hervorragend gelingt, aber auch schnell mal einen Schritt daneben gehen kann: „Ach, Erziehung war ja noch nie einfach, aber seit der Abschaffung der Prügelstrafe ist es für uns Eltern nicht gerade leichter geworden, da wollen wir doch mal ehrlich sein.“ (Auszug S. 57) … gut, wenn man dann noch am (hoffentlich!) sarkastischen Sicherheitsseil hängt, liebe Silke Neumayer.

 

Die Kapitel sind kurz gehalten – der Schreibstil pointiert. So kann man das Buch einfach mal zwischendurch weglegen, eine Lachpause machen und wieder rauskramen, wenn einem nach einer weiteren ordentlichen Portion Humor ist. Und davon braucht es aus Elternsicht eine Menge, wenn man die nicht ganz ernst gemeinten Geschichten liest, die sich vor allem um das Familienleben mit einer pubertierenden Tochter drehen... Söhne werden oft nur am Rande erwähnt, beinahe seltener als die wechselnden Jungs, die bald im Haus ein und aus gehen.

 

Nicht alle Kapitel haben mich gepackt und sicherlich konnte ich mich als ehemalige (und zukünftige) Teenager-Tochter-Mama nicht in allem wiedererkennen. Aber dennoch fühlte ich in so manch geschilderten Situation ein Zusammengehörigkeitsgefühl – ach, ist das ein Anfall von Häufchenbildung?

 

Fazit, bevor es peinlich wird: Ein gelungenes Stück Unterhaltung für alle, welche die Pupertät auf zwei (vor allem weiblichen) Beinen bereits hinter sich haben und gerne in „ach ja, wie kommt mir das bekannt vor“-Zeiten schwelgen möchten. Oder sich mit einer ordentlichen Portion Witz auf die kommenden unruhigen Zeiten vorbereiten wollen.

 

Ein Tipp an alle Teenager: Auch wenn der Inhalt peinlich ist ;) Das Buch eignet sich sehr gut als Geschenk zu Muttertag... ihr wisst schon: dem Tag, an dem Mama Frühstück ans Bett erwartet, Blumen auf dem Tisch und eine Schachtel Pralinen mit einem selbstgebastelten Schlüsselanhänger!

 

 

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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