Vier Pfoten für ein Weihnachtwunder

Roman von Petra Schier, erschienen Oktober 2018 im MTB Verlag (MIRA Taschenbuch), Paperback/Taschenbuch, 336 Seiten, ISBN 978-3956498350

 

 

Es glitzert im Buchregal! Die Buchstaben des Titels (übrigens auch die auf dem Buchrücken) glitzern mit dem Schnee und dem kecken Westie auf dem Buchcover um die Wette und schon alleine deshalb „musste“ ich zu diesem Buch greifen: Ein Weihnachtsroman, erschienen im Herbst, gelesen in einem Rutsch, verbunden mit einem Lächeln, ein paar Tränchen und einem... Happy End (na, ist doch bald Weihnachten!).

 

Die Eifler Autorin nimmt uns dieses Mal mit in die Stube des Weihnachtsmann, der unter kritischen Argusaugen seiner Weihnachtsfrau zusammen mit dem Christkind nicht nur das „Fest der Liebe“ mit vielen Geschenken vorbereitet, sondern es sich dieses Jahr auch zur (schweren) Aufgabe gemacht hat, Weihnachtshassern das schönste Fest im Jahr näher zu bringen... mit Laura, einer jungen Frau, die bereits viel erlebt hat, haben sie hier eine wirklich schwere Aufgabe vor sich. Ohne Helfer geht da nix ;) und so stehen ihnen neben ein paar Elfen auch besonders nette Erdenmenschen und eine zauberhafte kleine, schneeweiße West-Highland-Terrierhündin namens Lizzy zur Seite. Klingt kitschig? Ja, ist es auch – auf den ersten Blick! Denn natürlich ist es Kitsch, wenn plötzlich die Hündin anfängt zu „reden“ (was mit angeschrägtem Schriftbild gut zu erkennen ist), aber es macht einfach Spaß, mitzulesen, wenn sich die Lebhaftigkeit der Hündin auch im Sprachbild niederschlägt und auch tiefgreifendere Themen zum Tragen kommen:

 

Laura, die allen Grund hat, Weihnachten zu hassen, beginnt kurz vor Weihnachten einen neuen Job und gerät plötzlich in eine Unternehmerfamilie, die sich herzlich aufnehmen, was die junge Frau sichtlich irritiert. Und natürlich darf die zarte Liebe in Form von Justus, dem Sohn des Chefs nicht fehlen... nach und nach entwickelt sich die Geschichte – mehr oder wenig ohne große Überraschungen, aber wirklich lesenswert – in Richtung „Fest der Liebe“ und obwohl man auf das Happy End wartet, möchte man doch keine Seite überblättern oder mal kurz ans Ende „spinzen“... und das ist auch gut so, denn der Spannungsbogen wird gekonnt gehalten.

 

Wie schon zuvor kurz angesprochen, spielt die Autorin mit verschiedenen Sprach“geschwindigkeiten“, was besonders dem Temperament Lizzys entgegenkommt (wobei mich die hibbelige, kurz abgehackte Hundesprache manchmal etwas genervt hat); die Geschichte lässt sich gut lesen. Mit viel Wortwitz, einer passenden bildlichen Sprache, die genug Raum für die eigene Fantasie lässt, ist das Buch wirklich kurzweilig und ich habe es gerne in einem Rutsch gelesen.

 

Ideal zum Verschenken (vielleicht im Nikolausstiefel?) oder als Wochenendauszeit in der Vorweihnachtszeit... das Buch lege ich euch gerne als entspannende Unterhaltung – nicht nur für Westie-Fans – ans Herz, wenn es man einfach nur kitschig-schön sein darf ;)

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.