Welsh Cakes - eine persönliche Geschichte mit Rezept

Mein Lieblingsblick im Castell: vom Woodland in die walisischen Hügel von Ffostrasol

Es gibt ein walisisches Gebäck, mit dem verbinde ich ganz viel Glück und „Heimkommen“ - die Welsh Cakes. Bis vor ein paar Jahren haben meine Eltern in einem alten Farmhaus in Ffostrasol gelebt und Welsh Cobs gezüchtet. Unsere Besuche waren damals Urlaub pur, denn schon die Fahrt von Dover (wo es die ersten Fish&Chips gab) bis zum Castell war wunderschön und fühlte sich wie ein Heimkommen an. Und ich wusste: auf uns warten nicht nur meine lieben Eltern, sondern auch eine herrliche Tasse Tee und wunderbare, noch lauwarme Welsh Cakes! Meine Mutter hatte das Rezept von einer walisischen Bekannten bekommen, wobei gefühlt jede walisische Familie ihr eigenes Welsh Cakes-Rezept hat.

 

Lange war es „gedanklich“ verschollen, mein walisisches Lieblingsrezept - erst durch den Besuch des Blogs „Tea and Scones“ habe ich mich wieder an diese herrliche Leckerei erinnert und mir das Rezept von meiner Mutter geben lassen.

 

Könnt ihr euch vorstellen, wie herrlich der erste Biss in den lauwarmen Welsh Cake nach fast 15 Jahren war?.... unbeschreiblich! Gerne möchte ich diese Erfahrung mit euch teilen, daher – bitte schön:

 

Welsh Cakes

 

Zutaten:

 

  • 120 g weiche Butter (zimmerwarm)
  • 140 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker oder selbstgemachter Vanillezucker bzw. das Mark von echter Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 1 zimmerwarmes Ei
  • 60 ml zimmerwarme Milch
  • 350 g Weizen- oder Dinkelmehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Msp Muskat
  • (alternativ anstelle von Muskat – insbesondere wenn man Zimt mag: ¼ TL Lebkuchengewürz)
  • 60 g Rosinen
  • zusätzliches Fett für die Pfanne
  • zusätzlicher Zucker zum Bestreuen 

 

Anmerkung: Ich habe bei Butter, Ei und Milch zimmerwarm dazugeschrieben, da sich die Zutaten dann besser verrühren bzw. verkneten lassen und das Gewürz besser durchzieht. Ich habe auch das Gefühl, dass die Welsh Cakes dann besser in der Pfanne aufgehen.

 

Zubereitung:

 

Für die Teigzubereitung den Knethaken in die Küchenmaschine einsetzen. Es geht aber auch mit der Hand...

 

Butter, Zucker und Vanillezucker zusammen mit dem Ei und der Milch verrühren. Die restlichen Zutaten (bis auf die Rosinen) erst einmal in einer extra Schüssel vermischen und dann nach und nach unter die Buttermischung unterrühren. Zum Schluss kommen die Rosen in den Teig. Gründlich verkneten und die Schüssel dann ca. 15 – 130 Minuten in den Kühlschrank stellen. So wird der Teig wieder hart und gleichzeitig können die Gewürze etwas durchziehen.

 

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte nochmals kurz durchkneten, dann mit einer Teigrolle ca. 1 cm dick ausrollen. Für kleine „Happen“ nutze ich einen Plätzchenausstecher, für große Kekse ein Wasserglas mit dickem Rand.

 

Am besten alle Keksteiglinge schon vor dem Backen ausstechen und auf einem bemehlten Blech bereitlegen. So kann man danach dann direkt bei der Pfanne stehen bleiben (das Ausbacken geht gerade bei den kleinen Cakes sehr schnell).

 

Eine große beschichtete Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, mit etwas Öl/Bratfett ausreiben – ich nutze dafür ein Kuchenkrepp, welches ich für jeden Backvorgang wiederverwende. So bleibt nur ein Hauch von Fett in der Pfanne.

 

Die Welsh Cakes von beiden Seiten goldbraun backen. Die erste Seite dauert ca. 3 Minuten, die zweite Seite geht deutlich schneller. Wenden, wenn sich auf der ersten Seite eine leichtbraune Kruste gebildet hat. Zum Wenden hat sich bei mir ein Pfannenwender und eine Gabel als Team bewährt.

 

Sind die Welsh Cakes fertig, dann zum Auskühlen auf ein Kuchengitter legen und gleich mit Zucker bestreuen.

 

 

 

Am besten noch lauwarm servieren – mit Marmelade, Kompott oder Schlagsahne und einfach pur mögen wir sie am liebsten. Wollt ihr die restlichen Welsh Cakes noch am nächsten Tag genießen, dann in eine luftdichte Schüssel mit Deckel legen (ich nutze dafür die Glasschalen mit Clipverschluss von Emsa).

 

Ich liebe den Welsh Cake zu einer schönen Tasse aromatischen schwarzen Tee mit Milch & Zucker... genießt sie - guten Appetit!

 

 

PS: Vanillezucker könnt ihr übrigens ganz einfach selbst machen. Dazu benötigt ihr eine ausgekratzte Vanilleschote und feinen Haushaltszucker. Die Vanilleschote in ein luftdicht verschließbares Gefäß legen und mit dem Zucker auffüllen. Ab und an mal mit einem Löffel umrühren. So aromatisiert sich der Zucker nach und nach mit der natürlichen Vanille und schmeckt deutlich besser als ein gekauftes Päckchen Vanillezucker.

 

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.