Blaubeerjahre

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Manuela Inusa, erschienen 14. Februar 2022 im Blanvalet Verlag, Paperback/Taschenbuch, 416 Seiten, ISBN 978-3734110610

 

 

„Und dann sah sie sich selbst und ihren Schwestern dabei zu, wie sie auf der Blaubeerfarm herumtollen. Wie ihre Mom ein paar reife Blaubeeren direkt von der Pflanze aß und dann auf ihren Dad, der die Kamera in der Hand hielt, zukam und ihm ebenfalls welche in den Mund steckte. Man hörte ihn lachen, und ihre Mutter sah so glücklich aus. So glücklich, dass sie strahlte.“ (Auszug S. 74/75)

 

Erinnerungen auf Film gebannt – denn die Realität sieht für die Schwestern Alison, Jillian und Delilah ganz anders aus: Sie wachsen als Waisenkinder auf der Blaubeerfarm ihrer sie liebenden Großeltern Fran und Cliff auf. Als Erwachsene ziehen sie in andere Bundesstaaten, aber als Großma Fran um Hilfe bittet, sind alle wieder da...

 

Mit diesem „Blaubeer“-Thema beschließt die deutsche Autorin ihre romantischen Romane „unter der Sonne Kaliforniens“ in gewohnt lockerer Schreibweise und erneut mit viel Tiefgang. Sie hat interessante Protagonistinnen erschaffen, mit denen ich mitfühlen konnte. Die Rückblenden schaffen ein zusätzliches Verständnis, so dass wir LeserInnen im Wissen um das familiäre Geheimnis bald den Romanfiguren überlegen sind; was aber die Lesespannung keineswegs trübt. Und Manuela Inusa greift ernsthafte Aspekte wie Alzheimer, Selbstfindung und weitere interessante Themen auf, die aber nicht den optimistischen Tenor der Geschichte trüben. Ich mag das sehr!

 

Jede Figur bekommt ihren Raum mit Gefühlswirrwarr, in die Hände spucken und in die Zukunft blicken. Gerade in der jetzigen Zeit tun mir solche Bücher gut und daher bin ich gerne in den 6. Band der Reihe eingetaucht... am liebsten wäre ich länger auf der Blaubeerfarm geblieben ;)

 

Aber dafür bekommen wir wieder ein paar leckere Rezepte, die leicht nachzumachen sind. Aber ein Rezept vermisse ich, liebe Manuela Inusa ;): Der legendäre Blueberry-Pie ist ja schließlich ein „Schlüsselrezept“; nur zu gerne hätte ich ihn nachgebacken.

 

Alles in allem hat die Autorin nach der Reihe rund um die englische „Valerie Lane“ wieder eine unterhaltsame Romanreihe zum Wegträumen geschrieben. Sehr gerne habe ich mich von kalifornischer Vanille, Orange, Mandel, Erdbeere, Walnuss und Blaubeere unterhalten lassen! Obwohl die Romane in sich geschlossen und somit einzeln zu lesen (und verschenken ;)) sind, empfehle ich doch, die ganze Reihe. Und bin gespannt, in welche Ecke der Welt uns Manuela Inusa und der Blanvalet Verlag als nächstes entführen...

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© Kathrin Nievelstein

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