Verliebt in Bloomsbury

Roman von Annie Darling, erschienen Juni 2019 im Penguin Verlag, Paperback/Taschenbuch, 416 Seiten, ISBN 978-3328101123

 

 

Erinnert ihr euch noch an Posy, die den zauberhaften Buchladen „Booksend“ geerbt und in die gemütliche Buchhandlung „Happy Ends“ - dort gibt es nur Bücher über die Liebe – mit Café verwandelt hat? Na, dann könnt ihr euch bestimmt auch an die junge, wilde Nina erinnern, immer schwarz gekleidet und auf der Suche nach Begleitung für ihre Pubbesuche, egal ob männlich oder weiblich ;) (... und wenn ihr euch nicht erinnert, dann schaut mal hier in meine Rezension)

 

Nina ist nun Protagonistin in Annie Darlings neusten Roman „Verliebt in Bloomsbury“ - welches man übrigens auch prima lesen kann, wenn man die vorherigen Romane nicht kennt ;)

 

Nina kommt zu spät – immer! Und Nina feiert gerne – immer noch! Aber dann erscheint Noah in der Buchhandlung, um den Laden zu beobachten und Verbesserungsvorschläge anzubringen und Nina wird das Gefühl nicht los, dass sie den nervigen Computernerd schon mal kennen gelernt hat... dabei steht sie doch auf gutaussehende Musiker bzw. „Bad Boys“!

 

Aber sie hat auch noch eine weitere Leidenschaft: die Schriftstellerin Emily Bronte und ihr Klassiker „Sturmhöhe“. Und diese Leidenschaft wird ein Schlüsselmoment im Roman werden... welcher? Na, das verrate ich euch nicht :-)

 

„'Ich will Liebe. Natürlich will ich Liebe – will das nicht jeder?', fragte Nina seufzend. 'Aber ich will auch nicht in zwei, fünf oder zehn Jahren in einer Beziehung stecken, und es wird doch nur alles öde, sichere Routine.'“ (Auszug S. 224, Mitte)

 

Unterhaltsam ist die Geschichte und sie lässt sich flüssig lesen – ein Indiz für eine gute Übersetzung (dieses Mal von Ivana Marinovic).

 

Es macht Spaß, Nina und ihre Freundinnen (die gleichzeitig ihre Kolleginnen sind) zu begleiten – sei es in den Pub nebenan, sei es zur Familie oder zum tatowieren. Zwar gibt es für mein Empfinden auch dieses Mal wieder „Leerlaufzeiten“ in dem Roman, in dem ich dann auch mal gut eine Lesepause einlegen kann; so wirklich gefesselt hat mich die Geschichte nicht, also waren keine nächtlichen Durchleseaktionen notwendig; aber sie ist wirklich unterhaltsam, denn sie bringt doch auch lustige Momente und liebevolle Details ans Tageslicht. Somut ist „Verliebt in Bloomsbury ein idealer Urlaubsroman oder einfach so zum Träumen.

 

Erneut habe ich das Gefühl „Ach, wie gerne hätte ich eine Buchhandlung wie das Happy Ends in meiner Umgebung!“ und gerne hätte ich Nina mal zugeschaut, wie sie Bertha einen Klaps gegeben hätte... Bertha ist die altertümliche Registrierkasse, die ab und an klemmt ;)

 

Alles in allem eine Empfehlung für alle, die sich gerne durch etwas chaotische, aber liebevolle Protagonisten unterhalten lassen und in die wunderbare Welt der Bücher versinken möchten.

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.