Wintervanille

Roman von Manuela Inusa, Band 1 der Reihe „Kalifornische Träume“, erschienen September 2019 im Blanvalet Verlag, Paperback/Taschenbuch, 480 Seiten, ISBN 978-3734107887

 

 

„Ich meine, für die meisten Leute ist Vanille wahrscheinlich ein ausschließlich süßes Gewürz, weil sie es nicht anders kennen. Man kann Vanille aber ganz vielseitig verwenden. Ich mache zum Beispiel auch ein Chutney, bei dem ich Vanille mit Chili kombiniere.“ (Auszug S. 137)

 

Willkommen in der Welt der Vanilleschote und in der Welt von CeCe, einer jungen Frau, die die Vanilleplantage ihres Vaters in Kalifornien übernommen und zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Hier bekommt man nicht nur Vanille, sondern auch die leckersten Vanilleplätzchen, Vanille-Himbeermarmelade oder ein besonderes Chutney... und ganz viel Enthusiasmus & Liebe.

 

Ja, um die Liebe dreht sich die Geschichte in Manuela Inusas neustem Roman, der den Start in die neue Reihe „Kalifornische Träume“ bildet. Nach dem wunderbaren Projekt „Valerie-Lane“ waren meine Erwartungen hoch, denn ich habe die Geschichten rund um die englische Straße der Herzen sehr gemocht.

 

Nun begleiten wir CeCe (Cecilia) und ihre Freundin Julia in ihrem Alltag auf der Vanillefarm und erfahren mehr über die Vergangenheit Julias und der Entstehungsgeschichte rund um die außergewöhnliche Farm im Weinland Napa Valley. Gleichzeitig tauchen wir ein in das Leben von Richard, den Besitzer eines Luxusressorts am Lage Tahoe, der sich in „die Vanilleflüsterin“ verguckt und alles daran setzt, CeCe für sich zu gewinnen.

 

„Zuckersüß“ - so lockt uns das Buchcover gekonnt mit einer Schneelandschaft und einer Vanilleblüte und genauso erscheint mir auch der Roman: ein leichter Unterhaltungsroman mit einer, nein eigentlich zwei Liebesgeschichten, der mich - leider ohne sonderlichen Spannungsbogen - mitnimmt. Wir bekommen informative Rückblenden, Einblicke in das Leben der Protagonisten, außergewöhnliche Nebenschauplätze mit der kürbisliebenden Grandma und stimmungsvollen Bildern, die das Touri-Herz höher schlagen lassen. Immer wieder fühlte ich mich beim Lesen an so manch amerikanischen Weihnachtsfilm erinnert mit dem Cable Car, dem Pier39 uvm.

 

Etwas irriert haben mich die vielen verschachtelten Sätze. In mir kam das Gefühl auf, dass uns die Autorin so viel mitzuteilen hat – und das in einem begeisterten Tempo, so dass wir beim Lesen zeitweise einen ganzen Berg an Informationen aufgebrummt bekamen... mmmhhh, manchmal wünschte ich mir ein „literarisches“ Durchatmen und zur Ruhe kommen; gerne noch ein paar Seiten mehr, dafür aber eine klarere Sprachstruktur. Manuela Inusas Stil wirkt auf mich manchmal wie ein überschäumendes, begeistertes Kind, welches sooo viel zu erzählen hat und irgendwann den Faden verliert. Nein, den hat sie natürlich nicht wirklich verloren, aber das Lesen empfand ich daher etwas anstrengend und kann mich nicht erinnern, dass es mir mit der „Valerie Lane“ so erging.

 

Daher bekommt der Roman von mir auch nicht die volle Punktzahl. Aber ich muss zugeben: die Geschichte(n) haben mich unterhalten und mir einen kurzweiligen Sonntag beschert. Die Idee rund um die Vanille und die leckeren Rezepte haben mich begeistert; beim Lesen habe ich viel über Anbau der schwarzen Schote dazu gelernt. Und ich bin doch neugierig, wie es in Band 2 mit den Orangenträumen von Lucinda weitergeht, die ganz kurz schon durch die kandierten Orangenscheiben im vorliegenden Band in die Reihe eingeführt wurde.

 

Kalifornische Träume

 

Band 1 (erschienen 30.09.2019)

 

 

 

 

Band 2 - Orangenträume (erscheint 21.04.2020)

 

 

 

 

Band 3 - Mandelglück (erscheint 17.08.2020)

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein - Hinweis: Bei allen Berichten handelt es sich um die subjektive Meinung der Autorin. Diese stellen keine objektive Berichterstattung dar. Daher ohne Gewähr.