Nalas Welt - Ein Mann, eine Straßenkatze und eine Freunschaft, die alles ändert

*Werbung / Rezensionsexemplar*

 

von Dean Nicholson und Garry Jenkins, übersetzt aus dem Englischen von Elisa Valerie Thieme, erschienen 30.09.2020 im Bastei Lübbe Verlag, Taschenbuch, 336 Seiten, ISBN 978-3-404-61711-1

 

 

„Keine Angst, du siehst sie wieder“, sagte ich zu Nala, als wir uns auf den Weg machten. Das tiefe, kehlige Knurren war anders als jedes Geräusch, das ich bisher von ihr gehört hatte. Ich nahm an, es sei besser, es nicht zu übersetzen. Nach einem Kompliment klang es jedenfalls nicht. (Auszug S. 105)

 

Dean Nicholson machte sich mit seinem Fahrrad auf den Weg, die Welt zu umrunden. Nachdem sich sein bester Freund von der Tour verabschiedete, begegnete er einer mickrig-kleinen Straßenkatze und mitleidig nahm er sie mit bis zum nächsten Tierarzt... Aus dieser tierlieben Geste wurde eines der interessantesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

 

Dean nimmt uns mit aufs Fahrrad – vorne im Ausguck-Körbchen sitzt Nala (wenn sie nicht gerade wieder auf ihren kuscheligen Schlafplatz um Deans Nacken geklettert ist) und wir dürfen mittels einer lockeren Unterhaltungsweise, die auf eine ausgezeichnete Übersetzerin schließt, mitfahren. Mal ernst, mal mit einer ordentlichen Portion Humor erfahren wir fast nebenbei etwas über das gerade zu durchquerende Land, die Gegend und die Menschen, die diesem ungewöhnlichen Mensch-Tier-Gespann auf ihrer Reise begegnen. Mal philosophisch, mal neugierig – mal tief ergriffen, aber niemals abwertend und vor allem mehr als einmal hilfsbereit zeigen sich die beiden Reisenden, die sich im Laufe der Zeit immer näher kennenlernen.

 

Ja, man sollte Katzen zumindest mögen, um dieses Buch zu lesen und es nicht als kitschig zu empfinden. Denn es ist nicht jedermanns Sache, wenn Tiere so vermenschlicht werden. Ich erkenne hier eher einen tierlieben, empathischen Mann, der sich auf die Hürden seiner Reise einlässt, der an den Herausforderungen wächst und sich anhand und mit Hilfe von Straßenkatze Nala weiterentwickelt. Manchmal wirkt das Geschriebene ein wenig naiv und vielleicht könnte man fast den Eindruck gewinnen – vor allem beim Blick auf die Social Media Aktivitäten – das Buch diene nur dem Zweck, Spenden bzw. Gelder für Hilfsprojekte zu generieren...

 

Das mag vielleicht so sein; daran sehe ich allerdings nichts verwerfliches, wenn die Erfahrungen dieses interessanten Teams so bunt und unterhaltsam erzählt werden. Ich habe die Fotos inmitten des Buchs gerne angeschaut, weil sie das Geschriebene ergänzt haben. Und ich fühle mich nicht genötigt, dem Hype um die beiden zu folgen.

 

Aber ich danke Dean und seinem Co-Autor Garry Jenkins für ein paar interessante, lehrreiche, humorvolle und auch sentimentale Lesestunden.

 

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© Kathrin Nievelstein

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