Die Schweigende

*Werbung / Rezensionsexemplar*

 

Roman von Ellen Sandberg, erschienen Oktober 2020 im Penguin Verlag, Paperback, 544 Seiten, ISBN 978-3328104858

 

 

Ellen Sandberg (alias Inge Löhnig) nimmt uns in ihrem neusten Roman auf zwei Zeitebenen mit in die Familie Remy nach München. Die Gegenwart (2019) beginnt mit dem Tod des Vaters, welchen nicht nur Ehefrau Karin aus der Bahn wirft. Auch an den erwachsenen Töchtern Imke, Angelika und Anne geht das tiefgreifende Ereignis nicht spurlos vorüber und jede geht – je nach Temperament – unterschiedlich mit dem Verlust um. Besonders Imke steht im Mittelpunkt, da sie die Verbindung zwischen den Kindern und der Mutter sowie in die Vergangenheit darstellt. In der Nachkriegszeit rund um 1956 begleiten wir Karin – und ohne die Geschichte und damit verbundene Dramatik vorwegnehmen zu wollen – man braucht schon zwischendurch immer wieder einen Moment zum Durchatmen, da dieser Erzählstrang wirklich ergreifend ist. Thematisch wurde ich an den Bestseller „Libellenschwestern“ von Lisa Wingate erinnert... aber dennoch ist Ellen Sandbergs Roman eigenständig und begibt sich auf andere Ebenen, denn auch in der Gegenwart passiert einiges bei Familie Remy. Ihr merkt, ich „eiere“ ein wenig um den Inhalt rum, da ich ihn nicht erzählen möchte. Das Faszinierende der Geschichte ist nämlich der Überraschungsmoment und wie uns die Autorin zu diesem hinführt.

 

Für mich ein erneut außergewöhnlicher Roman, den ich quasi Wort für Wort gelesen habe. Der Schreibstil ist erwartet bildlich und treffend, zieht mich nach wenigen Sätzen wieder in den Bann und lässt mich durch Bilder vor dem inneren Auge dabei sein. Gekonnt werden Fakten und Fiktion unterhaltsam und doch angemessen ernsthaft miteinander verbunden. Für mich gehört Ellen Sandberg einfach zu den ganz Großen der deutschen Autorenwelt.

 

Ein Wort zum Buchcover: Es wirkt düster und unheimlich. Aber wenn man genau hinschaut, erkennt man Elemente des Romans – die Rose bzw. die Hagebutte als Frucht des Rosenstrauchs und auch Himbeerblätter sind zu sehen... was es damit auf sich hat? Ich sage nur: reinlesen :-) Ja, diesen Roman möchte ich euch wirklich sehr ans Herz legen und daher ist er mein Januartipp!

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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