Der kleine Strickladen in den Highlands

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Susanne Oswald, erschienen November 2019 im mtb/MIRA Taschenbuch, 304 Seiten, ISBN 978-3745700442

 

 

 

„Stopp!“, schrie Maighread und trat auf die Bremse. Ihr Herz wummerte schmerzhaft, sie sah das Grün und Violett des mit Heide überzogenen Hügels auf sich zukommen. Es holperte. Ein Baum schob sich in ihr Blickfeld. Es rumpelte und schüttelte heftig.“ (Auszug S. 32)

 

 

Susanne Oswald nimmt uns mit nach Schottland – eisige Winde fegen über den Loch Lomond und zeigen die rauhen Seiten des Herbstes... eine Zeit, in der sich schon meine Mutter gerne mit Strickzeug an den Kamin zurückgezogen hat und so erscheint der Roman rund um den kleinen Strickladen in den Highlands zur passenden Jahreszeit ;)

 

Allerdings geht es gar nicht so sehr um den Strickladen, sondern eher um eine junge Frau (Maighread), die sich auf die Suche nach ihren väterlichen Wurzeln macht, auf dem Weg dorthin eine besondere Freundin findet und nicht nur um die Gunst ihrer Großmutter kämpft, sondern auch mit den Gefühlen zu einem Schafzüchter.

 

All das bietet jede Menge Stoff für eine wunderbare Geschichte, die uns die deutsche Autorin in ihrer lockeren Erzählweise näherbringt, was mir erneut gut gefällt. Aber es fehlt mir die Tiefe und Ausarbeitung der einzelnen Charakteren, die an sich toll gewählt sind, aber beim Lesen teilweise mehr Fragen aufwerfen, die bis zum Ende des Buches nicht beantwortet werden.

 

Viel wurde reingepackt in die Geschichte und wir dürfen einige Traditionen der Schotten kennenlernen. Besonders liebevoll geht es auch um Handarbeiten, die passende Namen bekommen haben und die als i-Tüpfelchen am Ende des Romans auch noch als Strickanleitungen niedergeschrieben wurden; ganz im Stil von Backrezepten, die derzeit gerne als „Zuckerl“ angefügt werden. Und nicht vergessen möchte ich das wunderschön gestaltete Buchcover, welches mich als erstes angesprochen und zu dem Roman hat greifen lassen.

 

Ich muss zugeben, dass ich ein wenig zwiegespalten bin: einerseits gefällt mir die Geschichte, andererseits wünschte ich mir, die Autorin hätte ihre Idee noch weiter ausgearbeitet. Ich mag die Buchsprache, welche beim Lesen Bilder vor meinem inneren Auge entstehen ließen. Aber es sind für mich auch viele Fragen unbeantwortet im Raum stehen geblieben... daher: eine Leseempfehlung für Schottland- und Handarbeitsfans, die Lust auf eine locker-leichte Geschichte haben und sich einfach „nur“ unterhalten lassen wollen. Oder die sich nach dem Lesen des Romans mitnehmen lassen in die Strick-Challenge, die von der Autorin in den Social Medias ins Leben gerufen wurde ;)

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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