Mein wunderbarer Eiscremesommer

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Roman von Sue Watson, erschienen Mai 2020 im Heyne Verlag, Übersetzung Evelin Sudakowa-Blasberg, Paperback/Taschenbuch, 400 Seiten, ISBN 978-3453422773

 

 

„Seit ich hier in Appledore bin, habe ich erkannt, dass meine Familie, meine Herkunft,das Glück meiner Kindheit und die Liebe für meine Kinder mir die Kraft und Zuversicht gegeben haben, meinen Traum beharrlich zu verfolgen... Appledore hat mich gerufen und in seine Arme geschlossen...“ (Auszug S. 390)

 

Ella ist Mitte vierzig, hat zwei fast erwachsene Kinder, lebt mit ihrer etwas kauzigen Mutter unter einem Dach; ihr Mann hat sich von ihr wegen einer Jüngeren mit „Plastik-Ti...“ getrennt und nun hat sie auch noch ihren Job verloren... ganz schön viel Klischees, oder? Es geht noch weiter ;) Ihre Tante vererbt ihr in einem malerischen Küstenort Appledore einen alten Eiswagen und Ella springt ins kalte Wasser, lässt ihr altes Leben samt Mutter (die Kids sind eh gerade auf Weltreise) hinter sich und beginnt ein neues.

 

Nun, was sich wie ein unterhaltsamer, aber eher seichter Sommerroman für die Sonnenliege am Pool liest, entpuppt sich nach und nach als interessanter Midlife-Roman rund um eine Frau, die für das Idealbild einer Ehe ihre Träume hintenan gestellt hat und nun die Chance ergreift, sich neu zu entdecken und entfalten. Dabei bekommt sie Unterstützung von dem etwas chaotischen, aber unkonventionellen Anwalt Ben und (unerwartet) auch von ihrer Mutter, die lange ein gut gehütetes Familiengeheimnis verbirgt.

 

Im Laufe des Romans nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich, wobei sich hier auch die gekonnte Übersetzung zeigt ;) Die Geschichte lässt sich gut lesen, manchmal muss man schmunzeln und nicht nur einmal habe ich Lust auf ein gutes Eis bekommen – herrje, wo habe ich meine Eismaschine versteckt? Ja, diese habe ich tatsächlich rausgeholt, da das Buch am Ende ein leckeres Basis-Vanillerezept offenbart – viel Spaß beim Nachmachen :-)

 

„Mein wunderbarer Eiscremesommer“ ist kein typischer Liebesroman – die Liebesgeschichte rahmt das eigentliche Geschehen rund um Ella nur ein – sondern der Fokus liegt auf der Entwicklung der Protagonistin, was mir wirklich gut gefallen hat. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren (liegt wohl auch am Alter) und habe so manches auch nachvollziehen können, was für mich immer einen Pluspunkt wert ist.

 

Alles in allem ist der zweite bei Heyne erschienene Roman von Sue Watson (der erste spielt übrigens auch in Appledore und erschien 2019) eine echte Überraschung, die ich gerne als Empfehlung weitergeben möchte.

 

PS: Liebe Covergestalter – wie wäre es mit einem passenden Eiswagen in weiß-rosa gewesen?

 

 

 

 

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© Kathrin Nievelstein

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